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Gewinnerin Sabine Benz-Reichel berichtet Marathon-Premiere in Los Angeles

RUNNER'S-WORLD-Leserin Sabine Benz-Reichel gewann eine Reise zum Marathon in Los Angeles. Der Laufklassiker in Kalifornien wurde für sie zu einem ­unvergesslichen Erlebnis.

RUNNER’S-WORLD-Leserin Sabine Benz-Reichel beim Los-Angeles-Marathon 2016 +
Foto: Skechers

RUNNER’S-WORLD-Leserin Sabine Benz-Reichel gewann eine Reise zum Los-Angeles-Marathon 2016.

Im November lagen mein Mann Thorsten und ich auf den Philippinen am Strand und taten einfach mal nichts. Traumhaft! Da ich eine RUNNER’S-WORLD-Abonnentin bin, bekomme ich regelmäßig den Laufhelden-Newsletter zu Gewinnspielen und Testaktionen. Im Urlaub fand ich die Zeit, den Newsletter genau zu studieren, und las, dass es eine Reise zum Los-Angeles-Marathon zu gewinnen gab. Ich flachste Richtung Thorsten, ob er Lust hätte, nach L. A. zu reisen. Er riet mir lachend ab: „Ein Marathon, bist du irre?“

Reise zum Los-Angeles-Marathon gewonnen

Anfang Dezember erreichte mich eine Mail mit dem Betreff „Skechers Performance Los Angeles Marathon – Zusage“. Ich las die Mail und bekam Atemnot. Ich hatte die Reise tatsächlich gewonnen. Ich freute mich total, aber bekam auch Panik, denn dieser Marathon würde meine Premiere sein. Am nächsten Tag zog ich meinen marathonerfahrenen Kollegen Nicky zurate, um mir zur Vorbereitung auf den Marathon Tipps geben zu lassen, und sprach mit meinem Chef Boris. Der gewährte mir bis zum Marathontag verlängerte Mittagspausen, was ein großes Glück war. Das ersparte mir eine Menge Freizeitstress und das Laufen am Abend in der Dunkelheit.

Wintertraining

Da der Los-Angeles-Marathon schon im Februar stattfand, konnte ich die Vorbereitung nicht lange vor mir herschieben: Summa summarum trainierte ich fünf bis sechs Tage pro Woche, darunter viele Mittagspausenläufe, Laufband- und Krafttrai­nings und am Wochenende lange Läufe mit meinem Kollegen Nicky. Ich fühlte mich gut, meine letzte Trainingseinheit waren 36 Kilometer in 3:36 Stunden, in denen wir uns durchgehend unterhalten hatten, somit war ich eigentlich für den Marathon gewappnet. Doch wenige Tage vor dem Marathon schmerzte auf einmal das rechte Fußgelenk. An Laufen war erst mal nicht zu denken. Ich hangelte mich durch die verbleibenden Tage bis zum Abflug. Es wurde besser, ganz verschwunden waren die Beschwerden aber nicht.

Ab nach Kalifornien

Am Reisetag klingelte um 4:45 Uhr der Wecker. Müde, etwas angeschlagen, aber aufgeregt ging es los zum Flughafen. Mein Fuß machte mir weiter Probleme, und die wurden auch auf dem Flug nicht besser. Nach der Ankunft in Los Angeles kaufte ich mir Tape, eine Salbe und eine Bandage, die sich als sehr hilfreich herausstellte. Am nächsten Tag besuchten Thorsten und ich die große Marathon-Messe und holten unsere Startunterlagen ab, er für den 5-Kilometer-Lauf, der am Vortag des Marathons stattfand, ich für den Marathon. Am Skechers-Stand wurden wir besonders herzlich begrüßt, hatte doch der amerikanische Sportschuhhersteller unseren Gewinn ausgeschrieben, und wir durften uns sogar noch eine passende Marathon-Laufausrüstung aussuchen.


Der Tag der Tage

Am Renntag mussten wir wieder früh raus. Soll man die Nächte vor einem Marathon nicht ausreichend schlafen? War leider nicht möglich, aber trotzdem okay. Da alle Sachen bereits gerichtet und gepackt waren, waren wir um fünf Uhr startklar. Im Startbereich war es wahnsinnig voll, und vom Startschuss, der schon um 6:55 Uhr fiel, bekam ich nicht wirklich viel mit. Aber nach knapp 25 Minuten überquerte ich endlich die Startlinie, es ging los ... Jetzt war ich doch aufgeregt: Wie würde ich mich fühlen, was würde mein Fuß sagen? Egal, einfach laufen.

Ein Marathon wie eine Weltreise

Die Stimmung unter den Läufern war super, doch erst nach knapp sechs Meilen hatte ich das Gefühl, meinen Platz im Feld gefunden zu haben. Warm war mir inzwischen, und das Laufen durch die Stadt machte echt Spaß. Ich fühlte mich wie auf einer Weltreise: Zuerst ging’s durch China­town, dann durch Little Italy, es folgte das japanische Viertel, und dann wurde es ­typisch amerikanisch. Einfach großartig! Mein erstes großes Zwischenziel war die Halbmarathon-Marke, aber vorher liefen wir noch über den Sunset Boulevard, von dem aus man in der Ferne die Hollywood Hills und das Hollywood Sign sehen kann.

Hitze-Schlacht

Und dann hatte ich endlich Meile 13 erreicht – Halbzeit. Noch fühlte ich mich gut, nur leicht erschöpft, doch mein Fuß fing an zu schmerzen. Bei Meile 15 kam dann das erste Tief. Es war heiß, richtig heiß. Wie sollte ich das bloß noch 17 Ki­lometer durchhalten? „Nicht schlappmachen“, schoss es mir durch den Kopf, und ich konzentrierte mich auf die Menschen am Straßenrand. Kurz darauf liefen wir über den Rodeo Drive. So richtig genießen konnte ich ihn nicht, aber die Anzahl der verbleibenden Meilen war einstellig geworden, das motivierte mich.

Ab Meile 21 merkte ich, dass trotz permanentem Trinken mein Zuckerspiegel sank. Ich entschied mich, ein Stück Wassermelone und einen Beutel mit Apfelpüree zu essen. Danach ging es mir tatsächlich besser.

Meile 23: Jetzt verlief die Strecke auf einer Schnellstraße Richtung Santa Mo­nica. Viele Läufer um mich herum gingen, die Sonne knallte vom Himmel. Ich setzte stur einen Fuß vor den anderen und trank pausenlos Wasser. Meine linke Fußsohle brannte inzwischen wie Feuer, egal, ignorieren und weiter.

Meile 25: Schlagartig wurde es kalt, wir liefen in eine Nebelfront. Verrückt! Man merkte, dass wir uns dem Meer näherten. Ich motivierte mich, indem ich mich schon mal auf den Zieleinlauf vorbereitete, zog meine Kopfhörer ab, entfernte das Tape von den Knien, trank meine Flasche leer und fing an, die letzten Meter mit einer kleinen Kamera zu filmen. Dann sah ich die Ziellinie. Ich konnte es nicht glauben, fühlte mich auf einmal wieder super, hatte keine Schmerzen mehr, nur noch pure Freude und Adrenalin! Ich hatte es geschafft: nach vier Stunden, elf Minuten und 38 Sekunden. Check!

Kalifornien-Trip nach dem Marathon

Eine Woche nach dem Marathon hatte ich mich schon wieder super erholt. Wir hatten wahnsinnig tolle Tage in den Universal Studios, im Joshua-Tree-Nationalpark, am Grand Canyon, und wir beendeten un­sere Reise am Hermosa Beach. Die Sonne schien, und ich spürte schon wieder das Gefühl: Ich will laufen. Was gibt es auch Schöneres, als direkt am Strand laufen zu gehen? Dabei ging mir durch den Kopf: Leider ist der Zauber nun bald endgültig vorbei, und wir werden schweren Herzens die Rückreise antreten. Aber ich habe so viele positive Erfahrungen bei und um meinen ersten Marathon gemacht, ich bin glücklich und stolz und einfach nur dankbar, das Glück gehabt zu haben, so ein einma­liges Erlebnis zu gewinnen.
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Autor: Sabine Benz-Reichel 03.05.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Los Angeles Marathon 2017.

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