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Leichtathletik-WM London 2017 Mo Farah beendet Bahn-Karriere mit Silber

Der Äthiopier Muktar Edris stoppte über 5.000 Meter Mo Farahs Sieges-Serie bei seinem letzten großen Bahn-Rennen.

LA-WM London 2017 Muktar Edris Sieger 5.000 m +
Foto: photorun.net

Muktar Edris besiegte im Londoner 5.000-m-Finale Mo Farah.

In seinem letzten großen Meisterschaftsrennen auf der Bahn riss die Siegserie von Mo Farah. Der britische Superstar musste sich bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London vor heimischem Publikum im 5.000-m-Finale Muktar Edris geschlagen geben. Der Äthiopier gewann in 13:32,79 Minuten vor Farah, der nach 13:33,22 im Ziel war. Bronze ging in 13:33,30 an den aus Kenia stammenden US-Amerikaner Paul Chelimo. Bemerkenswert war, dass Kenia keinen Läufer unter den Top Ten hatte und sich auch nur einer für das Finale qualifiziert hatte. Cyrus Rutto belegte Rang 13 in 13:48,64.

Ungeschlagen über 5.000 Meter seit 2011

Seit seinem 5.000-m-WM-Sieg vor sieben Jahren im südkoreanischen Daegu, wo er zuvor Silber über 10.000 m gewonnen hatte, hatte Mo Farah alle globalen Finalrennen über 5.000 und 10.000 m gewonnen. Er wurde 2012 und 2016 jeweils Doppel-Olympiasieger sowie 2013 und 2015 jeweils Doppel-Weltmeister. Über 10.000 m rannte er am Freitag der vergangenen Woche bei der WM zu seiner zehnten Goldmedaille. Kein anderer Langstreckenläufer der Leichtathletik-Geschichte kann eine solche Serie globaler Siege vorweisen. Doch nach dem sehr harten Rennen über 25 Runden fehlte Mo Farah acht Tage später im Olympiastadion die Kraft. Am Ende war sein Spurt nicht so stark wie gewohnt, so dass es dieses Mal nicht zum Sieg reichte.

Als Vierter auf die letzten 100 Meter eingebogen

In einem langsamen WM-Finale blieb die große Läufergruppe bis in die Schlussphase des Rennens zusammen. Rund 500 Meter vor dem Ziel setzte sich Mo Farah an die Spitze des Feldes, doch eingangs der letzten Runde nahm ihm zunächst der am Ende viertplatzierte Yomif Kejelcha (Äthiopien) die Spitzenposition ab. Ihm folgte kurz danach Muktar Edris, der in dieser Saison mit 12:55,23 Minuten auch die Jahresweltbestenliste anführt. Schließlich schob sich Paul Chelimo nach vorne, so dass Mo Farah eingangs der Zielgeraden in einer für ihn ungewöhnlichen Position lag: Nicht an der Spitze sondern als Vierter ging er in die letzten 100 Meter. Da Kejelcha vor ihm etwas nach außen driftete, kam Farah wenigstens auf der Innenbahn durch und dadurch noch bis auf Rang zwei nach vorne. Doch Edris war zu weit weg und an diesem Abend zu stark für Farah. Es gab eine Reihe von großen Überraschungen bei diesen Weltmeisterschaften. Dieses Ergebnis gehört dazu, obwohl es keine Sensation war. „Ich hatte mich akribisch auf dieses Rennen vorbereitet. Ich dachte mir, dass Mo Farah nach dem 10.000-m-Lauf vielleicht etwas müde sein würde, so dass er am Ende im Spurt nicht mehr so stark sein würde. Mo hat viele Siege, aber ich habe jetzt auch einen - ich bin der nächste Champion“, sagte der 23-jährige Edris.

Marathondistanz in der Zukunft im Fokus

„Das war härter als ich gedacht hatte. Ich habe alles gegeben, es ging nicht mehr“, sagte Mo Farah, der bezogen auf seine einmalige Bahn-Karriere erklärte: „Es war erstaunlich. Es war eine lange Reise und einfach unglaublich.“ Mo Farah wird nun in Birmingham und Zürich noch zwei Bahnrennen bestreiten. In der Zukunft soll dann die Marathondistanz für ihn im Mittelpunkt stehen.
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Autor: race-news-service.com 13.08.2017
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