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LA-WM in Peking Mo Farah verteidigt 10.000-m-Titel in Peking

Mo Farah verteidigt 10.000-m-Titel in Peking, Arne Gabius auf Platz 17 in seinem letzten großen Bahnrennen.

Mo Farah WM 2015 10.000 m +
Foto: photorun.net

Mo Farah hatte eingangs der Zielgeraden noch die beiden Kenianer Paul Tanui und Geoffrey Kamworor (verdeckt) im Nacken.

In einem packenden 10.000-m-Finale hat Mo Farah den Titel bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking verteidigt. Der britische Olympiasieger gewann das 25-Runden-Rennen in 27:01,13 Minuten knapp vor den Kenianern Geoffrey Kamworor (27:01,76 Minuten) und Paul Tanui (27:02,83 Minuten). Der dritte Kenianer im Rennen, Bedan Karoki Muchiri, wurde in 27:04,77 Minuten Vierter vor Farahs Trainingspartner Galen Rupp (USA/27:08,91 Minuten). Die Äthiopier spielten im Rennen um die Medaillen keine Rolle. In einem schnellen Finale lief Arne Gabius auf Platz 17 in 28:24,47 Minuten ins Ziel. Damit hielt er sich in dem starken Feld im Rahmen der Erwartungen und war der dritte von vier Europäern in diesem Finale. Es ist die beste Platzierung eines deutschen Athleten in einem 10.000-m-WM-Finale seit Carsten Eich 1997 in Athen Rang 16 belegt hatte.

Mo Farah ist jetzt einer von nur drei Läufern neben den Äthiopiern Haile Gebrselassie und Kenenisa Bekele, die einen 10.000-m-Titel bei Weltmeisterschaften verteidigen konnten und die mehr als einmal Gold über diese Distanz gewannen. Gebrselassie und Bekele haben den WM-Titel allerdings jeweils viermal in Folge gewonnen.

Die einzige Chance, den sprintstarken Mo Farah vielleicht schlagen zu können, war ein schnelles Tempo. Das war seinen kenianischen Gegnern klar. Gemeinsam versuchten Kamworor, Tanui und Muchiri, das Tempo hoch zu halten. Das gelang aber nicht durchgängig bei den hohen Temperaturen in Peking. Galen Rupp und Mo Farah hatten offensichtlich keine große Mühe, mit den drei Kenianern in einer fünfköpfigen Spitzengruppe Schritt zu halten. Noch auf dem letzten Kilometer lief dieses Quintett zusammen. Viel sprach jetzt schon für Mo Farah, der gegenüber Geoffrey Kamworor Vorteile in der Sprint-Schnelligkeit hat, nicht jedoch in der Ausdauer wenn es über die 10-km-Distanz hinaus geht.

Rund 400 Meter vor dem Ziel gab es jedoch eine Schrecksekunde für den 32-jährigen Farah, der fast stürzte, nachdem ihm Kamworor versehentlich in die Hacke getreten war. Knapp 200 Meter vor dem Ziel liefen Kamworor und Tanui nebeneinander direkt hinter Farah, doch der Brite war dann auf der Zielgerade nicht einzuholen. „Es war nicht leicht bei diesem Tempo, ich musste an den Kenianern dran bleiben. Aber ich war immer zuversichtlich, obwohl ich mehrfach touchiert wurde und fast gestürzt wäre“, sagte Mo Farah, der sich nun auf den 5.000-m-Wettbewerb vorbereitet und dort als Favorit an den Start geht. Noch nie hat ein Läufer in der WM-Geschichte zweimal hintereinander beide Langstrecken gewonnen.
Arne Gabius Peking 10.000 m +
Foto: photorun.net

Arne Gabius erreichte mit dem 17. Platz das beste Ergebnis eines Deutschen bei einer 10.000-m-WM seit Carsten Eich 1997 mit Platz 16.

Aus dem Marathontraining heraus lief Arne Gabius dieses 10.000-m-Finale in Peking. Gemessen daran hielt er sich achtbar bei diesem Rennen. Anfangs sortierte er sich mutig im Mittelfeld des Feldes, nur zwei, drei Plätze hinter Mo Farah ein. Als die Kenianer an der Spitze zwischen Kilometer drei und vier das Tempo verschärften und sich die lang gezogene Gruppe teilte, fiel auch Arne Gabius zurück. Fair machte er später Platz, als ihn die Spitzengruppe überrundete – andere taten dies nicht. Kurzzeitig versuchte er sich dann an diese Gruppe anzuhängen, doch das Tempo war natürlich zu schnell für den 34-Jährigen, der für den Verein Marathon Hamburg startet und am 25. Oktober beim Frankfurt-Marathon laufen wird. Dieses Rennen wird sein Jahres-Höhepunkt. Am Main will er sich auch für den olympischen Marathon in Rio 2016 qualifizieren.

„Ich bin bereit und freue mich auf die 25 Runden“, hatte Arne Gabius vor dem Finale gesagt und hinzugefügt: „Los geht’s zu meinem letzten großen Konzert auf der Bahn!“ Wie er später erklärte, war dies sein letztes großes Meisterschaftsrennen über eine Bahn-Distanz. „17. Platz und 28:25 Minuten – mehr war in diesem erlesenen Läuferfeld leider nicht drin. Ich habe mein letztes großes Bahnrennen trotzdem genossen. Jetzt geht es mit Vollgas Richtung Frankfurt-Marathon!“ Die Zukunft von Arne Gabius liegt klar auf der Marathondistanz.
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Autor: race-news-service.com 22.08.2015
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