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Diamond-League-Finale in Brüssel Neue Afrikarekorde über eine Meile und 3.000 Meter Hindernis

Habiba Ghribi aus Tunesien lief mit 9:05,36 über 3.000 m Hindernis die viertschnellste Zeit alles Zeiten. Faith Kipyegon neuer Afrika-Rekordhalter über eine Meile.

Habiba Ghribi +
Foto: photorun.net

Habiba Ghribi brach in Brüssel den Afrikarekord und erreichte die viertschnellste Zeit aller Zeiten.

Zwei Afrikarekorde fielen in den Laufdisziplinen beim Diamond-League-Finale der Leichtathleten in Brüssel am Freitagabend. Während Habiba Ghribi (Tunesien) über 3.000-m-Hindernis 9:05,36 Minuten lief, stellte Faith Kipyegon (Kenia) im Meilenrennen mit 4:16,71 eine kontinentale Bestmarke auf.

Athleten aus Kenia und Äthiopien teilten währenddessen erwartungsgemäß die Langstrecken-Gesamtsiege in der prestigeträchtigen Diamond League-Serie des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF unter sich auf. Über 5.000 beziehungsweise 3.000 m sammelten die Äthiopier Yomif Kejelcha und Almaz Ayana die meisten Punkte in der Meeting-Serie, während die Kenianer Jairus Birech und Virginia Nyambura sich die jeweilige Siegprämie von 40.000 US-Dollar über die 3.000 m Hindernisstrecke sicherten. In Brüssel fand der zweite Teil des Diamond-League-Finales statt, nachdem die Veranstaltung in Zürich in der Woche zuvor erste Finalstation war.

Über 3.000 m Hindernis zeigte Habiba Ghribi eine glänzende Leistung. Die tunesische Silbermedaillengewinnerin der Weltmeisterschaften von Peking stürmte zu einer Afrika-Rekordzeit von 9:05,36 Minuten, die zugleich eine Jahresweltbestzeit bedeutete. Die 31-Jährige wurde damit zur drittschnellsten Läuferin aller Zeiten und erzielte die viertbeste je gelaufene Zeit. Schneller waren nur die Russinnen Gulnara Galkina (8:58,81 und 9:01,59) und Yuliya Zaripova (9:05,02).

„Es war ein fantastisches Rennen, die Tempomacherinnen haben erstklassige Arbeit geleistet“, sagte Habiba Ghribi. „Ich habe mich zunächst in der Führungsgruppe zurückgehalten, um Kräfte zu sparen. Ich wusste, dass ich in guter Form war und eine persönliche Bestzeit möglich sein würde. Es war alles perfekt heute, aber ich werde mich in der Zukunft versuchen weiter zu steigern.“

Zweite wurde in diesem Rennen Hyvin Kiyeng (Kenia) in 9:10,15 vor der Äthiopierin Sofia Assefa (9:12,63). Beide hätten nur durch einen Sieg die Diamond League-Serie gewinnen können. Und da Ghribi von vornherein zu wenige Punkte hatte, reichte Virgina Nyambura ein sechster Platz in 9:20,38 Minuten, um sich trotzdem die 40.000-Dollar-Prämie zu sichern. Deutschlands Sensations-Bronzemedaillengewinnerin der WM, Gesa Felicitas Krause (Eintracht Frankfurt), war in Brüssel nicht am Start.

Eine Jahresweltbestzeit gab es auch über 5.000 m. Hier setzte sich im Endspurt auf der Zielgeraden der 18-jährige äthiopische Youngster Yomif Kejelcha in 12:53,98 Minuten durch. Er hielt seinen Landsmann Hagos Gebrhiwet (12:54,70) in Schach und verwies ihn damit sowohl im Rennen als auch in der Diamond-League-Serie auf Rang zwei. Auch die nächsten beiden Läufer blieben in Brüssel noch unter 13 Minuten: Abdelaati Iguider (Marokko) wurde in 12:59,25 Dritter vor Thomas Longosiwa (Kenia), der nach 12:59,72 im Ziel war.

Der Doppel-Weltmeister Mo Farah hätte die Dominanz der Afrikaner auch in der Diamond League stoppen können. Doch der Brite verzichtete auf einen 5.000-m-Start in Brüssel und damit auf den möglichen Seriengewinn, da er am Sonntag beim Halbmarathon Great North Run in Newcastle an den Start ging, wo er sich einen knappen Sieg erlief und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte.

In Zürich war es acht Tage zuvor zu einem erneuten Duell der beiden äthiopischen Laufstars Genzebe Dibaba und Almaz Ayana gekommen. Wie schon bei der WM in Peking über 5.000 m hatte Ayana dabei auch über 3.000 m das bessere Stehvermögen bei hohem Tempo. Sie gewann von der Spitze weg in 8:22,34 Minuten vor Dibaba, die nach 8:26,54 im Ziel war. Dritte wurde mit deutlichem Abstand SenbereTeferi mit 8:34,32. Genzebe Dibaba konnte sich aber mit dem Diamond League-Seriensieg trösten, für den ihr der zweite Platz reichte. Nur wenn Dibaba in Zürich Dritte gewesen wäre, hätte Ayana sie als Siegerin noch überholen können.

Das Züricher 3.000-m-Hindernisrennen der Männer hatte der Kenianer Paul Koech in 8:10,24 Minuten vor seinem Landsmann Jairus Birech (8:15,64) und dem US-Amerikaner Evan Jager (8:18,39) gewonnen. Überlegener Diamond League-Seriensieger wurde Jairus Birech.
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Autor: race-news-service.com 14.09.2015
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