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Tokio Marathon Olympiasiegerin kämpft in Tokio um Peking-Ticket

Gut ein halbes Dutzend Weltklasseläuferinnen kämpfen beim Tokio-Marathon um zwei Tickets.

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Noguchi bei ihrem Olympiasieg in Athen.

Für die japanischen Frauen sind für die Olympischen Spiele nur noch zwei Startplätze im Marathon offen, denn nachdem Reiko Tosa bei den Weltmeisterschaften in Japan eine Bronzemedaille gewonnen hatte, wurde sie bereits für Peking 2008 nominiert. Der extrem harte Konkurrenzkampf beginnt an diesem Sonntag in Tokio. Ende Januar folgt dann der Osaka-Marathon, Anfang März das Rennen in Nagoya. Ein Sieg wird also nicht zwangsläufig reichen, gefordert ist zudem eine schnelle Zeit – und das, um Verhältnisse wie bei einem großen Meisterschaftsrennen zu imitieren, jeweils ohne Tempomacherinnen.

In Japan hat der olympische Marathonlauf einen enormen Stellenwert. Naoko Takahashi wurde 2000 Olympiasiegerin, vier Jahre später gelang dies in Athen Mizuki Noguchi. Beide sind nun im Rennen um die zwei Tickets. Einen Bonus haben die beiden Volksheldinnen nicht. Vor vier Jahren hatte Takahashi als olympische Titelverteidigerin die Qualifikation für Athen verpasst.

Während Takahashi zuletzt sechs Monate lang in Boulder (USA) trainierte und sich noch nicht entschieden hat zwischen Osaka und Nagoya wird Mizuki Noguchi am Sonntag in Tokio starten. „Ich bin zu 100 Prozent bereit für Tokio“, erklärte Mizuki Noguchi, nachdem sie aus einem Höhentrainingslager in Kunming (China) – ein populäres Trainingscamp bei den Japanern – zurückgekehrt war. Die 29-jährige Noguchi ist ihren letzten Marathon vor gut zwei Jahren in Berlin gelaufen, als sie in der Asien-Rekordzeit von 2:19:12 Stunden zur drittschnellsten Läuferin aller Zeiten wurde. Verletzungsprobleme machten danach geplante Starts in Berlin 2006 und London 2007 zunichte. „Das wird kein leichtes Rennen in Tokio, denn meine Konkurrentinnen sind gut in Form. Ich rechne mit einem schnellen Tempo“, erklärte Mizuki Noguchi.

Zur größten Konkurrentin könnte am Sonntag Yoko Shibui werden. Auch sie lief ihre schnellste Zeit in Berlin. 2004 siegte Shibui in der deutschen Hauptstadt in der damaligen japanischen Rekordzeit von 2:19:41. In der Folge kam sie nicht mehr an derartige Zeiten heran, jetzt jedoch scheint sie zu alter Form zurückgefunden zu haben. Denn bei einem Ekiden-Rennen (Marathonstaffel) lief sie kürzlich einen 10-km-Abschnitt in 31:06 Minuten. „Ich freue mich auf die Herausforderung in Tokio und bin besonders motiviert, wenn andere schnell laufen“, erklärte Yoko Shibui. Mit Hiromi Ominami ist eine weitere Japanerin am Sonntag im Rennen, die in Berlin ihre Bestzeit erzielte: Sie war 2004 hinter Shibui Zweite in 2:23:26.

Die schnellste Zeit der eingeladenen ausländischen Läuferinnen für das reine Eliterennen weist Salina Kosgei auf. Die Kenianerin rannte in Berlin 2006 als Zweite 2:23:22 Stunden.
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17.11.2007
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