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Leser Franziska und Waldemar berichten Reise zum Lyon Urban Trail gewonnen

Beim Gewinnspiel von RUNNER’S WORLD und Salomon hatten Franziska und Waldemar eine Laufreise gewonnen. Hier berichten sie vom anspruchsvollen Kurs mit vielen Highlights.

Lyon Urban Trail 2015 +
Foto: Christoffer Sjostrom

In häufigen Wechseln ging es beim Lyon Urban Trail auf und ab. Franziska (26 Jahre) und Waldemar (31 Jahre) hatten die Reise und die Startplätze gewonnen.

Die tolle Laufreise nach Lyon zu dem zum achten Mal stattfindenden Lyon Urban Trail „LUT“ hatten wir auf runnersworld.de gewonnen. Dabei können Distanzen von 13 km, 23 km oder 35 km absolviert werden. Wir suchten uns für den Anfang die bescheidene 13-km-Runde mit „nur“ 500 Höhenmetern aus.

Was uns beim Lauf erwarten würde, konnten wir bereits am ersten Tag unsere Reise bei der Erkundung der Stadt zu Fuß erahnen, da die Wegmarkierungen bereits auf den Boden gesprüht waren. Die vielen Steigungen und Treppen, insbesondere auf dem Weg hoch zur Basilika trieben uns schon beim Spazierengehen die Schweißperlen ins Gesicht. Am Tagesende hatten wir durch das viele Zufußgehen unsere Beine schon gut für den Lauf vorgewärmt.

Franzi hat sich am Samstagabend wirklich Gedanken gemacht, ob die 13 km für sie überhaupt schaffbar sind. Zwar läuft sie sonst auch zweimal die Woche, aber nur in lockerem Tempo, quatschend mit einer Freundin und eigentlich nie mehr als zehn Kilometer. Waldemar hingegen hat kürzlich den Berliner Halbmarathon absolviert und ist somit ein geübter Läufer. Aber auch für ihn waren die starken Steigungen eine neue Herausforderung, da er bei seinem bisherigen Training in Berlin und Brandenburg kaum nennenswerte Erfahrungen mit Steigungen gemacht hat.

Als wir am nächsten Morgen am Place des Terreaux ankamen, war der Platz bereits voll. Die Läufer, die 35 km oder 23 km gelaufen sind, waren schon früher gestartet. Die größte Anzahl der insgesamt 8.000 Läufer ist aber mit uns die 13 km gelaufen. Wir waren beeindruckt von der Stimmung vor dem Lauf: Die Lyoner haben aus dem Event quasi eine Party gemacht, mit animiertem Aufwärmtraining zu lauten Technobeats und sehr guter und lockerer Stimmung unter den Läufern. Anders als wir es von Läufen in Deutschland kennen, gab es keine Aufstellung nach angestrebten Zeiten, sondern wer zuerst kam, mahlte bzw. lief auch zu erst. Das führte dazu, dass sich die ersten Läufer bereits eine dreiviertel Stunde vor Startbeginn aufstellten.

Ein Vordringen in den Startblock war nicht möglich, da dieser abgeriegelt wurde. Jedoch wurde nach und nach in kleineren Blöcken gestartet, um die Strecke nicht sofort zu überfüllen. Dies hatte den Vorteil, dass Waldemar die Erfahrung machen konnte, aus der ersten Reihen zu starten.


10, 9, … 3, 2, 1 – los geht es. Nach wenigen Metern ging es auf einer Länge von 800 Metern direkt 70 Höhenmeter hoch und durch einen Autotunnel direkt wieder runter, was die Pumpe direkt auf Betriebsdruck brachte. Franzi ist bereits hier klar geworden, dass zwischenzeitliches Gehen bei dieser Art Lauf wirklich keine Schande ist, sondern Teil der Strategie sein sollte. Sie entschloss sich dazu, bei starken Steigungen bereits zu Beginn in schnelles Gehen zu wechseln, bevor sie völlig kaputt wäre. Die Taktik erwies sich für sie als ziemlich hilfreich, besonders da man im schnellen Gehen langsame Läufer überholen kann und besonders die Läufer hinter sich lässt, die sich zu Beginn der Steigung zu sehr auspowern und dann nicht mehr können. Das Zauberwort, so stellte sich raus, heißt bei einem Urban City Trail Lauf eindeutig Krafteinteilung. Waldemar hingegen konnte die ersten vier Kilometer ohne zu gehen sein Tempo einigermaßen aufrecht erhalten.

Weiter ging es bergauf, bergab und das in häufigeren Wechseln als man vorher erahnt hätte. Die erste Kilometermarke die uns beiden aufgefallen ist, stand bei Kilometer sechs, was wir allerdings nicht als störend empfunden haben, da man sich so auf das Laufen fokussierte und nicht auf die nächste Kilometermarke gewartet hat. Der größte Gegner war eine sehr steile Wiese nach sechseinhalb Kilometer, bei der eigentlich alle gehen bzw. kämpfen mussten. Oben angekommen konnte man sich erst mal am Verpflegungspunkt mit allem eindecken, was das Läuferherz begehrt (bspw. auch Powergels und –riegel). Aber leider war man ja nicht zum Picknicken dort.

Insgesamt war die Strecke sehr abwechslungsreich, starke Anstiege und strake Abhänge wechselten sich ab. Gerade Strecken gab es vermehrt in der zweiten Hälfte des Laufes und Treppen ging es hauptsächlich runter und nur kurze Strecken rauf. Die langen Abwärtstreppen machten Waldemar besonders Spaß, da man das Tempo dort stark erhöhen konnte. Er musste sich beim Laufen allerdings erst die richtige Technik aneignen, da er bisher nie zuvor Treppen runter gelaufen war. Auch die Konzentration war dabei voll gefordert, damit man nicht stürzt. Gestoppt wurde man allerdings zwischendurch von den Verkehrspolizisten, die an den Hauptverkehrsadern den Verkehr in manchen Momenten Vorfahrt gewährten. Dies war etwas ärgerlich, gab aber Zeit zum Luftholen und zum Trinken. Weitere ungeplante Stopps gab es an engen von Läufern überfüllten Treppen, was jedoch der Stimmung nicht geschadet hat, da Laolawellen und Gesangseinlagen für eine super Stimmung beim Warten sorgten.

Etwa vier Kilometer vor dem Ziel trafen die Strecken der 23-km-Runde und der 13-km-Runde zusammen. Einen Kilometer vor dem Ziel stießen dann noch die 35-km-Läufer hinzu. Da sich das Feld aber jeweils recht gut verteilt hatte, führte das nicht zu einer übervollen Strecke. Die letzten zwei Kilometer ging es hauptsächlich bergab. Hier hätte man zum Ende der Strecke noch mal etwas Zeit aufholen können. Der eigentliche Zieleinlauf verlief durch das Rathaus und besonders zum Schluss wurde man von Menschenmengen angefeuert. Wir sind auch beide gut im Ziel angekommen, beide mit einem Lächeln in Gesicht und einer persönlichen Bestzeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns beiden der Lauf total viel Spaß gemacht hat. Das Beste war die Schönheit der gelaufenen Strecke: Es ging durch die Altstadt vorbei an der Kathedrale, hoch zur Basilika und wieder runter zum Fluss, durch wunderschöne Gassen und über Brücken, vorbei an tollen Häusern und einer Burg. Langweilig wurde einem bei so vielen optischen Highlights jedenfalls nicht. Wir werden auf jeden Fall ein weiteres Mail an einem Urban City Trail teilnehmen, sei es nochmal in Lyon oder in einer anderen schönen City mit schöner Altstadt, vielen Steigungen und Treppen und jeder Menge Sehenswürdigkeiten. Wir hoffen, dass Urban City Trails auch in Deutschland vermehrt stattfinden werden, da sie eine sehr schöne abwechslungsreiche Art des Laufens und der Stadterkundung darstellen.
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21.05.2015
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