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Prag Grand Prix 2014 Ronoh gewinnt vor Mutai in Prag

Beim 10-km-Rennen durch die tschechische Hauptstadt erwies sich der Kenianer Geoffrey Ronoh einmal mehr als Favoritenschreck und siegte vor Geoffrey Mutai, dem schnellsten Marathonläufer aller Zeiten.

Geoffrey Ronoh bei seinem Sieg in Prag +
Foto: Birell Prague Grand Prix

Favoritenschreck Geoffrey Ronoh triumphierte beim Prague Grand Prix 2014 erneut. Dieses Mal hatte Geoffrey Mutai das Nachsehen.

Manches spricht dafür, dass Geoffrey Ronoh der nächste kenianische Weltklasse-Marathonläufer wird. Am Sonnabend setzte er seine Erfolgsserie auf eindrucksvolle Weise fort. Der Newcomer ist in diesem Jahr auch in seinem dritten internationalen Straßenrennen ungeschlagen. Der 31-Jährige Ronoh gewann den Birell Prague Grand Prix über 10 km in hochklassigen 27:28 Minuten und ließ dabei erneut einen Superstar hinter sich. Sein Landsmann Geoffrey Mutai, der schnellste Marathonläufer aller Zeiten, musste sich mit 27:32 knapp geschlagen geben. Dritter wurde mit Nicholas Bor, der nach 27:38 im Ziel war, ein weiterer Kenianer. Ronohs 27:28 Minuten sind ein Streckenrekord und die zweitschnellste Zeit in diesem Jahr. Er hatte zuvor bereits die Halbmarathonrennen in Olomouc und am Wörthersee gewonnen und dabei überraschend jeweils den Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang hinter sich gelassen. Der Aufstieg von Ronoh erinnert an den seines Landsmannes Dennis Kimetto 2012. Inzwischen zählt Kimetto zu den besten Marathonläufern der Welt.

Eine hochklassige Zeit gab es in Prag auch bei den Frauen: Die Kenianerin Correti Jepkoech triumphierte mit der Streckenrekordzeit von 31:05 Minuten. Das ist die drittschnellste Zeit weltweit in diesem Jahr über 10 km. Auch die Ränge zwei und drei gingen an Kenianerinnen: Esther Chemtai blieb mit 31:51 ebenfalls noch unter 32 Minuten, Flomena Chepchirchir war nach 32:30 im Ziel.

Geoffrey Ronoh präsentiert sich beim Prague Grand Prix in Topform

Schon unmittelbar nach dem Start der 5.500 Läufer entwickelte sich ein Duell zwischen Mutai und Ronoh. Dabei war es Mutai, der 2011 auf der nicht rekordträchtigen Strecke des Boston-Marathons 2:03:02 Stunden gelaufen war, der das Tempo machte und lockerer aussah. Bei warmen und schwülen Wetterbedingungen liefen die beiden ein hohes Tempo. Die 5-km-Zwischenzeit von 13:19 Minuten deutete sogar auf Weltrekord hin – diese Marke steht bei 26:44 Minuten.

„Als ich die Zwischenzeit sah, habe ich das Tempo etwas gedrosselt. Denn die Schwüle machte es schwierig“, sagte Mutai. Ronoh schien das alles nichts auszumachen. „Das Tempo war exzellent, es war nicht hart. Natürlich war es schwül, aber ich trainiere immer mittags, so dass mir das nichts ausgemacht hat“, sagte der spätere Sieger, der nach rund 22 Minuten erstmals die Spitze übernahm und dann bei einem leichten Anstieg zu einer Brücke einen entscheidenden Vorsprung herauslief. In seinem ersten internationalen 10-km-Rennen gewann Ronoh in sehr eindrucksvollen 27:28 Minuten. Damit hatte er den Streckenrekord um sechs Sekunden unterboten.

Geoffrey Ronoh strotzt nur so vor Selbstvertrauen

Auf die Frage, was seine nächsten Ziele sind, antwortete Geoffrey Ronoh: „Ich werde mit meinem Manager sprechen und seinem Rat folgen. Ich glaube, mit gutem Training kann ich jeden in jedem Straßenlauf bis hin zum Marathon schlagen.“

Mutai war trotz des verpassten Sieges zufrieden mit seiner Zeit von 27:32 – vor allem im Hinblick auf den New York-Marathon Anfang November. Eine halbe Stunde nach dem Rennen – der Schweiß tropfte ihm immer noch von der Stirn – erklärte er: „Diese Zeit erreicht zu haben, gibt mir Zuversicht, dass mein Training gut läuft. Es ist gut, dass so ein starker Läufer im Rennen war, der mich angetrieben hat.“
Correti Jepkoech in Prag +
Foto: Birell Prague Grand Prix

Correti Jepkoech gewinnt ebenfalls mit einem Streckenrekord.

Neuer Streckenrekord auch bei den Frauen

Viel deutlicher war die Entscheidung bei den Frauen. Correti Jepkoech löste sich in der zweiten Hälfte relativ leicht von Esther Chemtai. Die 20-jährige Kenianerin lief bis zum Ende ein eindrucksvolles Tempo und gewann in 31:05 Minuten. „Ich hatte gut trainiert und wusste, dass meine Form stark sein würde“, sagte Jepkoech, die 55 Sekunden schneller war als der bisherige Streckenrekord, den Josephine Chepkoech vor einem Jahr aufgestellt hatte. Letztere gewann dann 2013 eine Woche später auch den Usti nad Labem Half Marathon. Das gleiche Programm absolviert nun Correti Jepkoech. Am kommenden Sonntag dürfte die Kenianerin in der nordtschechischen Stadt zu den ganz großen Favoritinnen gehören.

Das letzte Rennen der RunCzech Running League, der Usti nad Labem Half Marathon wird am 14. September gestartet. Die Veranstaltung ist mit dem IAAF Silver Label ausgezeichnet. Von 11:45 Uhr bis 13:30 Uhr ist das Rennen ein einem Livestream zu verfolgen.
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Autor: race-news-service.com 08.09.2014
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