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Zürcher Silvesterlauf 2014 Schweizer Athleten bieten kenianischen Siegern lange Paroli

Beim 38. Zürcher Silvesterlauf setzten sich die Kenianer Abraham Kipyatich und Cynthia Kosgei durch. Zwei Schweizer hielten jedoch lange mit.

Zürcher Silvesterlauf 2014 - Start +
Foto: alphafoto.com

Die Läufer starten am Limmatquai beim Zürcher Silvesterlauf.

Die Verhältnisse waren bei der 38. Austragung des Zürcher Silvesterlauf ideal: Zeitweise schien sogar die Sonne, die Strassen waren trocken und die Temperaturen mit rund 8 Grad sehr angenehm für Mitte Dezember. Zum 150jährigen Geburtstag konnte der TV Unterstrass als Veranstalter zudem mit fast 22.000 Angemeldeten eine neue Rekord-Teilnehmerzahl vermelden.

Auch in sportlicher Hinsicht bekam das zahlreich erschienene Publikum Laufsport auf hohem Niveau, spannende Rennen und starke Leistungen der einheimischen Läuferinnen und Läufer geboten. Dabei ging es nicht nur um die Tagessiege und Platzierungen beim Zürcher Silvesterlauf, sondern auch um die Tages- und die Gesamtsiege im Post-Cup, zu dem nur Athleten mit Schweizer Pass zugelassen sind.

Starkes Rennen von Fabienne Schlumpf beim Zürcher Silvesterlauf

Dank der idealen Bedingungen war das Tempo in den Elite-Rennen vom Start auf dem Limmatquai weg sehr hoch. Bei den Damen bestätigte die Mittelstrecklerin Fabienne Schlumpf ihre starke Form: Vom Start weg hielt sich die Wetzikerin an der Spitze des Rennens. Und sorgte so für eine Vorentscheidung in der Gesamtwertung des Post-Cup. Denn Lisa Kurmann (Winterthur), die überraschend als Führende der Zwischenwertung zum Finale angereist war, konnte nie ganz vorne mithalten. Am Ende reichte es Fabienne Schlumpf zu einem starken zweiten Platz, keine drei Sekunden hinter der Kenianerin Cynthia Kosgei, die den dritten Sieg in Folge beim Zürcher Silvesterlauf feiern konnte. "Weil ich schon gestern in Sion am Start gestanden hatte, musste ich mir heute die Kräfte einteilen. Darum bin ich zunächst der schnellsten Schweizerin gefolgt, ehe ich im Finale die Entscheidung forciert habe. Das Rennen war sehr schön, und der dritte Sieg in Folge ist es noch mehr", sagte Kosgei im Ziel.

"Zürich ist quasi mein Heimrennen. Das Publikum war heute super und mit dem Resultat kann ich auch sehr zufrieden sein. Dass ich meine gute Herbstform in den vergangenen Wochen auch endlich in Spitzenresultate ummünzen konnte, freut mich besonders", meinte Fabienne Schlumpf nach dem Rennen, das ihr auch gleich den Tages- und den Gesamtsieg im Post-Cup einbrachte. Als Marathon-Spezialistin hatte Maja Neuenschwander (Rubigen) zunächst versucht, an den Spitzenläuferinnen dran zu bleiben: "Mein Ziel war es, vorne mitzuhalten und so ein gleichmäßig hohes Tempo erzwingen zu können. Das hat zunächst auch gut geklappt, aber als Fabienne erste Zwischensprints gesetzt hat, musste ich sie ziehen lassen. Dass sie gut in Form ist, war ja bekannt." Hinter Neuenschwander, die in der Tageswertung Rang Vier belegte, wurde es im Kampf um Rang Drei im Post-Cup nochmals spannend. Zur Freude des Publikums schien Nicola Spirig (Bachenbülach) lange auf Kurs für diesen dritten Platz. "Ich bin schnell gestartet und musste dafür auf der zweiten Hälfte der Distanz etwas büssen. Im Schlusssprint um Rang Drei war ich dann gegen eine 800-Meter-Spezialistin wie Selina Büchel (Mosnang) leider chancenlos."
Kosgei und Schlumpf +
Foto: alphafoto.com

Cynthia Kosgei gewinnt den Zürcher Silvesterlauf nach einem spannenden Duell mit Fabienne Schlumpf.

Tadesse Abraham ärgert die Kenianer beim Zürcher Silvesterlauf

Das Rennen der Männer stand demjenigen der Frauen punkto Spannung in nichts nach. Vom Start weg zeigte sich der in diesem Sommer eingebürgerte Marathon-Spezialist Tadesse Abraham ganz an der Spitze des Rennens. Dann konnte er sich gar zusammen mit dem Kenianer Abraham Kipyatich absetzen. Als dieser drei Runden vor Schluss ein erstes Mal angriff, konnte Tadesse Abraham die Lücke nochmals schliessen, aber der folgende Angriff des Kenianers brachte die Entscheidung. "Letztes Jahr wurde ich am Zürcher Silvesterlauf Zweiter, daher war mein Ziel klar. Auch dank Tadesse war das Rennen schneller als vor einem Jahr, was mir entgegen kam. Auf den letzten drei Runden habe ich dann meine Vorteile als Spezialist für kürzere Distanzen ausgespielt, und beim zweiten Angriff konnte ich mich von meinem letzten Begleiter lösen", fasste Abraham Kipyatich das Rennen aus seiner Sicht zusammen. Tadesse Abraham erreichte in der Tageswertung einen hervorragenden zweiten Platz. Im Post-Cup setzte er sich souverän in der Tages- wie in der Gesamtwertung durch.

"Ich wusste, dass ich als Marathon-Spezialist im Sprint keine Chance gegen die Kenianer haben würde und habe darum für ein schnelles Rennen gesorgt", erklärte Tadesse Abraham seine Taktik. "Zusammen mit Abraham Kipyatich konnte ich mich an der Spitze absetzen. Aber als er zu attackieren begann, konnte ich die Lücke nur einmal zulaufen – danach war mein Tank leer. Auch der zweite Platz beim Zürcher Silvesterlauf sowie der Tages- und der Gesamtsieg in Post-Cup machen jedoch Freude." Ein tapferes Rennen zeigte beim Finale auch Matthias Kyburz (Bern), der das Ziel in Zürich als zweiter Schweizer erreichte und sich so auf Rang Zwei der Gesamtwertung halten konnte: "Dass ich gegen Tadesse und die besten Afrikaner keine Chance haben würde, war mir klar. Ich wollte einfach mit allen anderen Schweizer Läufern mithalten. Das hat vom Start weg gut geklappt und gegen Schluss konnte ich gar nochmals zulegen. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden." Guter Dinge war auch Christian Kreienbühl (Rüti ZH), der als Marathonspezialist drittschnellster Schweizer am Zürcher Silvesterlauf war und insgesamt Siebter wurde: "Ich bin relativ langsam gestartet und habe von da an nur noch aufgeholt. Die Stimmung am Streckenrand war super, und mein Plan ist aufgegangen, auch wenn ich mich am Schluss noch in einem Fotofinish gegen Eric Rüttimann (Untereggen) wehren musste."
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15.12.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Zürcher Silvesterlauf 20156.

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