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Chemnitz Marathon 2016 Seboka und Reng laufen Streckenrekorde

Über die Viertelmarathon-Distanz in Chemnitz siegte Mitku Seboka knapp in 32:04 Minuten, Franziska Reng holte den Sieg in 36:08 mit großem Vorsprung.

Mitku Seboka +
Foto: Chemnitz-Marathon / Ingolf Müller

Mitku Seboka auf den letzten Metern in Chemnitz.

Mitku Seboka und Franziska Reng haben den Viertelmarathon in Chemnitz jeweils mit Streckenrekorden gewonnen. Der 28-jährige Äthiopier, der für LAC Quelle Fürth startet, setzte sich im Schlussspurt über die gut 10,5 Kilometer lange Strecke in 32:04 Minuten knapp vor Steffen Uliczka (TSV Kronshagen-Kieler TB/32:06) und Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg/32:09) durch. Bei den Frauen gewann bei guten aber warmen Wetterbedingungen die 20-jährige Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg) deutlich in 36:08.

Seboka gewinnt vor Uliczka und Pflieger

Im Rennen der Männer fiel die Entscheidung erst auf den letzten 500 Metern. Kurz nach der 10-km-Marke konnte sich Mitku Seboka etwas von Steffen Uliczka und Philipp Pflieger lösen. Der Äthiopier verteidigte dann den kleinen Vorsprung bis ins Ziel am Roten Turm in Chemnitz. „Es war ein knappes Rennen. Ich bin froh, dass ich gewinnen konnte“, sagte Mitku Seboka, der im Frühjahr bereits Deutscher Meister über 10.000 Meter und im Halbmarathon wurde. „Mein nächstes großes Ziel ist der Frankfurt-Marathon“, erklärte der Äthiopier, der seit drei Jahren in Deutschland lebt und die deutsche Staatsbürgerschaft anstrebt. Seine Marathon-Bestzeit steht bei 2:11:44 Stunden.

Steffen Uliczka kündigt Herbstmarathon an

Obwohl knapp geschlagen, war auch Steffen Uliczka mit seinem Rennen beim Chemnitzer Viertelmarathon zufrieden. „Es ist gut gelaufen“, sagte der frühere 3.000-m-Hindernis-Spezialist, der sich inzwischen auf die Straßenrennen konzentriert. Im Frühjahr hatte ihn ein Ermüdungsbruch im Beckenbereich gestoppt, so dass eine Qualifikation für den olympischen Marathon nicht mehr möglich war. Nach einer achtwöchigen Pause meldete sich der 31-Jährige jetzt zurück. Vor einer Woche lief Uliczka bereits einen Halbmarathon in Hamburg, nun folgte das Rennen in Chemnitz. „Mein nächstes großes Ziel ist jetzt ein Herbstmarathon“, sagte Steffen Uliczka.
Franziska Reng +
Foto: Chemnitz-Marathon / Ingolf Müller

Franziska Reng ist bereit für die Halbmarathon-EM.

Philipp Pflieger konzentriert sich auf Olympia-Vorbereitung

Ein erfolgreicher Test vor seinem Halbmarathon-Start bei den Europameisterschaften am kommenden Sonntag in Amsterdam war der Chemnitzer Viertelmarathon für Philipp Pflieger. „Das war für mich der Abschluss eines harten Trainingsblocks. Deswegen hatte ich auch noch etwas schwere Beine. Aber das Rennen war gut heute“, erklärte Philipp Pflieger, der sich zurückhält bezüglich Prognosen für die EM. „Da sind schon einige sehr gute Läufer am Start. Und für mich ist natürlich die Vorbereitung auf den Olympia-Marathon noch wichtiger, so dass ich jetzt nicht in der Top-Halbmarathon-Form bin. Ich hoffe, dass wir in Amsterdam auch als Team ein gutes Ergebnis erreichen“, sagte Philipp Pflieger.

Julian Flügel wird in 32:18 Minuten Fünfter

Mit Julian Flügel (Asics Team Memmert) lief in Chemnitz noch ein weiterer EM-Starter über die gut 10,5 Kilometer. Er wurde hinter Tom Gröschel (FC Fiko Rostock/32:14) Fünfter mit 32:18. „Für mich lief es heute besser als erwartet“, sagte Julian Flügel, der im Frühjahr Verletzungsprobleme hatte. Er ist als Ersatzmann für den Olympia-Marathon nominiert. „Sollte etwas passieren und einer der drei kann nicht starten, wäre ich bereit für Rio“, erklärte Julian Flügel.

Franziska Reng: Mit angezogener Handbremse zum Sieg

Konkurrenzlos lief Franziska Reng in Chemnitz zum Sieg, da die zweite deutsche Topläuferin, Svenja Ojstersek, nach wenigen Kilometern aufgeben musste. Eine Pollenallergie stoppte die Läuferin, die für ART Düsseldorf startet. Für Franziska Reng war es dagegen ein gelungener Test eine Woche vor der Halbmarathon-EM. „Ich hatte ein gutes Gefühl und habe mich am Ende zurückgenommen, um mich für Amsterdam zu schonen. Die EM ist in der nächsten Woche mein Jahreshöhepunkt.“ Weit hinter der Regensburgerin belegten Theresa Lützendorf (PD Chemnitz/45:06) und Maria Miether (ELL Chemnitz/46:58) die Ränge zwei und drei.
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Autor: race-news-service.com 03.07.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Chemnitz-Marathon 2016.

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