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Von der Straße in den Matsch Spaß in der Grünen Hölle

Unser Mitarbeiter Patrick Brucker lief beim StrongmanRun am Nürburgring 2017 seinen ersten Hindernislauf und hatte trotz kühlen Wetters und ungewohnt langer Dauer seinen Spaß.

StrongmanRun Nürburgring 2017 Erfahrungsbericht Patrick +
Foto: Tomás Ortiz Fernandez

Vorfreude auf das Rennen bei Patrick Brucker (rechts) und seinem Teamkollegen Sören Hetzel.

Vier Wochen nach meinem Marathon-Debüt in Hamburg sollte mit dem StrongmanRun am Nürburgring ein weiteres Großevent auf mich zukommen. Ob man sich als Läufer, der sonst ausschließlich auf der Straße seinen gesteckten Zeitzielen hinterherrennt – die man manchmal erreicht, manchmal aber auch daran scheitert -, so etwas antun muss oder nicht, will ich hier nicht erörtern. Ich persönlich finde einen gewissen Gefallen an Hindernisläufen als Abwechslung zur sonstigen Wettkampf-Monotonie. Daher wollte ich einfach mal einen solchen mitmachen, mich von der etwas anderen Atmosphäre mitreißen lassen und mich mal so richtig dreckig machen. Da der StrongmanRun am Nürburgring ja bekanntlich die Adresse für Hindernisläufer ist, sicherte ich mir Ende letzten Jahres meinen Platz.

Zu zweit durch die Grüne Hölle

Da es von meiner südbadener Heimat aus rund vier Auto-Stunden bis in die Eifel sind, fuhren mein Teamkollege Sören und ich schon am Freitagnachmittag los. Für Sören war es nach 2016 bereits der zweite Start beim StrongmanRun am Nürburgring, womit er mir vorweg ein paar wichtige und interessante Infos mitgeben konnte. Trotz all dem Ehrgeiz bei den meisten anderen Läufen, wollten wir es zu zweit ganz locker durch die Grüne Hölle angehen lassen und ein bisschen Spaß auf der Strecke haben. Daher wurden bereits das Nudel-Buffet am Vorabend im ring°boulevard und das Frühstücks-Buffet im Bitburger Gasthaus zur Challenge ohne Rücksicht auf Verluste. Für all jene, die auf eine chaotische Parkplatz-Situation vor dem Lauf verzichten wollen, bietet sich übrigens ein Frühstück direkt vor Ort an. So konnten wir ganz entspannt ohne Stau parken und uns nach dem ausgiebigen Frühstück zweieinhalb Stunden vor dem Startschuss auf den kurzen Fußweg auf das Eventgelände machen.

10.772 Verrückte stürmen auf die Grand-Prix-Strecke

Nachdem ich das Gelände jenseits der Boxengasse erstmals betrat, wurde mir schnell klar, dass die Grüne Hölle ganz schön bergig ist und es entweder hoch oder runter geht, aber kaum einmal für längere Zeit richtig flach sein wird. Dass ich dieses Mal ganz entspannt mitrollen würde, fühlte sich daher umso angenehmer an, sodass ich mich einfach überraschen ließ – von der Strecke, den Hindernissen, dem Wetter, den Teilnehmern, einfach dem gesamten Event. Nach der Kleiderbeutel-Abgabe machte ich mich also auf den Weg Richtung Startlinie, wo zuletzt Sebastian Vettel vor knapp vier Jahren den letzten Formel-1-Grand-Prix gestartet und gewonnen hatte. Die Startaufstellung war bereits eine einzige Party. Über der Startlinie heizte eine Band mit stimmungsvoller und rockiger Musik den bis ans Ende der Geraden stehenden Läufern ordentlich ein. Um 13 Uhr fiel schließlich der spektakuläre Startschuss zum in Deutschland wohl bekanntesten Hindernislauf. Eine Neuerung zum zehnjährigen Jubiläum stellte beim Start-Procedere die Einteilung in vier Blöcke dar. Doch da ich recht weit vorne im „Überflieger“-Block stand, bekam ich erst später etwas von den Auswirkungen des entzerrten Startes mit.

Nach zehn Minuten endlich dreckig beim StrongmanRun Nürburgring 2017

Die ersten Meter verliefen noch auf der Rennstrecke, bevor es schon kurz nach dem ersten Kilometer-Schild herunterging – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf einer breiten Straße ging es einige hundert Meter ziemlich steil bergab Richtung des ersten Hindernisses. Da ich mich zuvor im Training natürlich kein bisschen auf die Hindernisse vorbereitet hatte und der Spaß definitiv im Vordergrund stand, überwand ich die erste Holz-Barriere vorsichtig. Nach rund 2,5 Kilometern kam dann endlich der erste Matsch. Wohlbedacht hatte ich bei der Uhrenwahl auf meine alte Garmin Forerunner 305 zurückgegriffen, statt mit meiner Polar V800 zu starten. Einerseits zweifelsohne wasserdicht, andererseits dennoch zu riskant, falls ich einmal unglücklich irgendwo anschlagen sollte, durfte meine erste GPS-Uhr noch einmal ran. Zwar ist diese nicht als wasserdicht ausgewiesen, doch steckte ich alle Zuversicht in die Überlebenskünste und Robustheit meines alten Weggefährten. Und nach dem Durchkriechen eines Matschloches enttäuschte er mich nicht.

Auf und ab Richtung „Buzzer“

Schnell war die erste Hälfte der ersten Runde vorbei. Es ging ständig entweder bergab oder bergauf, mal ein paar Treppen hinauf, dann wieder hinunter, mal auf Asphalt, mal auf der Wiese. Die Beine liefen locker, die Atmung war entspannt und Sören und ich hatten unseren Spaß auf der abwechslungsreichen Strecke. Nach den Hindernissen warteten wir aufeinander und setzten unser kleines Abenteuer zusammen fort. Nach rund sechs Kilometern wartete mit dem Buzzer ein Hindernis, das viele fürchten. Unter einem Netz durchkriechend, gilt es entweder den schnellsten Weg zu wählen und den ein oder anderen Stromschlag in Kauf zu nehmen oder dem fiesen Strom auszuweichen – oder? Nein, eigentlich war der schnellste zugleich auch der spannungsarmste Weg. Wer die Augen ein klein wenig offen hält und nicht gerade in Usain-Bolt-Manier unter dem Netz hindurchsprintet, kann problemlos die Weiterreise ohne Wachmacher antreten.

Südschleife treibt Laktat in die Oberschenkel beim StrongmanRun

Bisher schwamm ich wie geplant locker im Feld mit und alles fühlte sich entspannt an. Doch das sollte sich auf der „geliebtgehassten Südschleife“ – so schreibt es der Veranstalter selbst – ändern. Nach einer längeren Kriecherei durchs „(K)niemannsland“, einem über dem Boden gespannten Netz, folgte die längste und steilste Passage gespickt mit Strohhürden und Reifen. Geschätzt über zehn Prozent und nicht endend wollend, zog sich der Anstieg hinauf. Auch im eigentlich so gemütlichen Trab schoss das Laktat erstmals in die Oberschenkel und die Atmung wurde etwas schwerer. Doch oben angekommen waren schon zwei Drittel der ersten Runde geschafft und die spaßigsten Hindernisse standen noch an. Zum ersten Mal kamen uns Läufern nach guten acht Kilometern einige der Schnellsten auf der gegenüberliegenden Seite bereits mit rund eineinhalb bis zwei Kilometern Vorsprung entgegen. Nach den ganzen Kletter- und Kriech-Hindernissen sollte es nun erstmals so richtig nass werden – die erste von zwei Rutschen stand an. Recht kurz, aber dafür umso rasanter ging es die Zuschauerränge hinunter und ins kalte Wasser. Sofort sprang ich auf und rannte aus dem Becken. Die vier Kaffee beim Frühstücks-Buffet wirkten weniger wachrüttelnd!
StrongmanRun Nürburgring 2017 Erfahrungsbericht Patrick +
Foto: Tomás Ortiz Fernandez

Für einen kurzen Gruß fürs Foto reichte es auch noch im acht Grad kalten Wasser.

Ankurblung des Herz-Kreislauf-Systems

Vorbei über ein weiteres Holzkonstrukt ging es einen steilen Hang hinauf – den Stairway to Hell. Ganz so schlimm war es dann doch nicht, doch auch hier schoss das Laktat spürbar in die Beine. Nach der ersten Abkühlung bei ohnehin milden Temperaturen passte das ganz gut rein. Weiter Richtung Foaminator, führte die Strecke über Wiesen, asphaltierte Wege und die ein oder andere Unwegsamkeit. Mit einer extra schön geformten Schaumkrone ging es aus dem Schaumbad hinaus, über eine Halfpipe, die ein wenig Geschicklichkeit erforderte und endlich ab ins kühle Nass – genaugenommen kühle acht Grad. Aber Zögern hilft ja bekanntlich nichts. Also sprang ich mit Anlauf standesgemäß mit einer Arschbombe hinein. Die Schaumkrone war weg, der Matsch auch und ich war spätestens jetzt so wach, wie es auch weitere zehn Kaffees nicht geschafft hätten. Mein Herz-Kreislauf-System lief auf Hochtouren und signalisierte mir, dass ich mich beeilen sollte. Da im Vorhinein mit einem Augenzwinkern ausgeschrieben wurde, dass jeder, der über zwei Meter groß sei, problemlos stehen könne, versuchte ich es erst gar nicht und schwamm direkt in graziös anmutender Manier, wie man sich das eben unter den beschriebenen Umständen vorstellen kann, los. Die Schwimmhilfen ließ ich natürlich links liegen, ich wollte ja so viel wie möglich vom StrongmanRun mitnehmen und alles mitmachen. Für einen kurzen Gruß Richtung Tomás, unseren Fotografen, den ich am Beckenrand erkannt hatte, reichte es aber noch.

Teamsport Hindernislauf: das Miteinander steht im Vordergrund

Die Länge von rund 20 Metern reichte allerdings gegen Ende völlig aus. Ich wollte schnell durch den Wasserfall das Netz hinaufklettern und wieder weiterlaufen. Hinter dem „Rain Man“, einem nach dem Wasserbecken installierten Wasserfall, standen einige Zuschauer und eine kleine Bühne mit Kommentator war aufgebaut. Dieser fragte mich, ob alles klar sei, was ich ihm bestätigend signalisierte. Als er wenig später meinen Kollegen Sören vom Überseecontainer springen sah und wir zusammen die Weiterreise antraten, wurden wir für unseren Teamgeist gefeiert. Das Publikum und die Mentalität eines solchen Hindernislaufes sind zweifelsohne verschieden zu den meisten traditionellen Laufevents. Auch wenn ich die ambitionierte Herangehensweise und den Kampf gegen die Uhr oder die Konkurrenz liebe, zeigt einem ein Event wie der StrongmanRun die Rolle des Teamgedankens und des Miteinanders auf eine ganz neue Art und Weise. Einfach mal den Biss etwas beiseite zu legen und den Spaß in den Vordergrund zu rücken, erlauben einem eine ganz andere Sichtweise auf den Laufsport. Sicherlich ist es unbestreitbar, dass solche Fun-Events an Beliebtheit gewinnen. Auch die Entwicklung des Marathons zum Breitensport-Event für Läufer, die jenseits der fünf Stunden unterwegs sind, spiegelt diese Wandlung wider. Vielleicht sind es einfach die Anforderungen und der Druck des Alltags, die für die meisten Läufer weiteren Druck oder Ambitionen im Sport überflüssig unattraktiv und überflüssig erscheinen lassen.

Mit Vollgas in die zweite Runde beim StrongmanRun Nürburgring 2017

Die Hälfte war fast geschafft. Lediglich ein weiterer Hang, einige Überseecontainer und ein paar kleine Kletter-Hindernisse sowie die große Rutsche wollten auf dem letzten Teil des Rundkurses noch überwunden werden. Doch auch der Klassiker, der „Reife Hai“, zeigte nun seine volle Größe. Zehntausende Autoreifen wurden hierfür auf einem relativ langen Abschnitt verteilt. Um das Umknick-Risiko zu minimieren, hielt ich mich ganz am Rand, setzte jeden Schritt mit Bedacht und wanderte so durch das Reifen-Meer. Ein großes Highlight der zwölf Kilometer langen Runde wurde den Strongman-Läufern für den Schluss aufgehoben. „Terence Hill, der große Bruder von Butt Spencer“, der kleineren Rutsche, wurde der feuchtfröhliche Highspeed-Rutsch-Spaß metaphorisch genannt. Mit einem Versatz nach etwa einem Drittel, hob ich kurze Zeit ab, um danach ein drittes Mal rasant ins kühle Nass zu schlittern.

Und weil es so schön war, gleich noch einmal

Nach knappen 72 Minuten und laut meiner Uhr 12,89 Kilometern ging es dann noch einmal von vorne los. Bisher hatte meine alte Uhr, die eigentlich nicht als wasserdicht ausgeschrieben war, einen guten Job gemacht und lief einwandfrei. Doch schon nach 50 Metern auf der zweiten Runde blieb sie stehen. Mehr als 12,94 Kilometer wollte sie bis ins Ziel nicht mehr anzeigen. Das GPS-Signal schien an der Schmutz-Schicht abzuprallen oder meine Uhr mit einer Rookie-Distanz schon zufrieden zu sein – denn die rund 4.000 „Rookies“ durften sich nach einer Runde schon im Ziel feiern lassen. Ich erhaschte im Vorbeilaufen einen kurzen Blick auf die Finisher-Medaille. Die zweite Hälfte sollte sich alleine dafür schon lohnen, wie ich fand.
StrongmanRun Nürburgring 2017 Erfahrungsbericht Patrick +
Foto: Tomás Ortiz Fernandez

Schnell raus aus dem kalten Nass! Die letzten Kilometer waren eine Zitterpartie.

Hautpflegende Ganzkörper-Schlammmaske inklusive

Nach einigen Metern auf der Rennstrecke ging es wieder Richtung Matschloch. Die über 20.000 Füße, die dort inzwischen durchgetrampelt sind, hinterließen deutliche Spuren. Statt durch die „Mondlandschaft“ zu laufen, wurde es eher zu einer Rutschpartie auf dem Allerwertesten. Mit einem Bremsweg von mehreren Metern und einer hautpflegenden Ganzkörper-Schlammmaske konnten aber schließlich die letzten knapp zehn Kilometer in Angriff genommen werden. Schon nach drei Kilometern auf der zweiten Runde wurde die Strecke durch die vielen Überrundungen immer voller. Auch mein Mitstreiter Sören war vom frühen Beginn der Überrundungen überrascht. Im letzten Jahr – damals noch ohne Wellenstart – zögerte sich das Ganze deutlich nach hinten hinaus. Deswegen fuhren wir noch einen Gang zurück, genossen die leckeren Orangen und Bananen auf der Strecke und legten auch mal einen Boxenstopp ein. Spätentens nach 18 Kilometern auf dem langen Anstieg der Südschleife war die Strecke extrem voll. Ich dachte an alle schnellen Läufern deutlich vor uns. Wer ganz vorne mitlaufen wollte oder unter den ersten 100 bis 200 Läufern ins Ziel kommen wollte, hatte hier schon ganz schön zu kämpfen. Ich fühlte mich einmal mehr darin bestätigt, es an diesem Tag ganz locker angehen zu lassen und nur des Spaßes wegen zu laufen.

Überfüllter Stairway to Hell als Warteschlange

Nach über 20 Kilometern kam endlich die lang ersehnte nächste Rutschpartie auf uns zu. Doch mit der anschließenden Wartezeit am „Stairway to Hell“, der aus allen Nähten platze, wurde es langsam frisch und nach über zwei Stunden reichte es mir so langsam. Die 50 Meter lange Steigung hatte ich nach ein paar Minuten hinter mich gebracht. Oben angekommen vergingen weitere Minuten Wartezeit, bis wir gemeinsam endlich weiterlaufen konnten. Das Schaumbad kurz danach war nun nicht nur in Sachen Läuferanzahl deutlich besser gefühlt, auch der Schaum stand uns bis zum Kopf. Leider bekam ich ein bisschen viel davon in Mund und Nase, weswegen ich hustend schnell wieder herauswollte. Doch „schnell“ ging auf den letzten Kilometern nur noch wenig voran – sofern man sich nicht gerade mehr oder weniger aufdringlich hindurchdrängte. Doch das wollten wir nicht, wir hatten ja alle Zeit der Welt und stellten uns genauso wie die langsameren Läufer um uns herum – ob Rookie kurz vor dem Ziel oder Volldistanzler gegen Ende der ersten Runde – hinten an. Was natürlich immer häufiger beobachtet werden konnte, waren die gegenseitige Hilfe und Unterstützung unter den Teilnehmern. Jeder streckte dem nächsten hilfsbereit die Hand hin.

Zweite Poolparty fällt beim StronmanRun 2017 am Nürburgring ins Wasser

Mit Vorfreude ging es nun Richtung Schwimm-Passage. Doch die Läufer wurden nun am Becken vorbeigeleitet. Sören fragte einen Helfer, warum wir nicht mehr baden gehen durften. Das Netz heraus aus dem Becken auf den Überseecontainer habe nicht gehalten, hieß es. Kann passieren, darf aber eigentlich nicht, dachte ich mir. Schon gar nicht beim zehnten Mal. Leicht enttäuscht ging es also weiter dem Ziel entgegen. Immerhin staute sich nichts an der letzten großen Kombination aus Kletterhindernis, Reifen-Meer und Rutsche. Dennoch war ein schnelles Vorbeikommen für alle ganz Flotten kaum möglich. Wieder am Rand entlang durch die zehntausenden Reifen watend, bot ein junger Zuschauer den Läufern Chips. Dankend griff ich zu und nahm eine Handvoll, bevor ich mich auf den Weg Richtung finaler Rutschpartie machte. Mit einem letzten Wachrüttler ins kalte Wasser ging es ins Ziel.

Fazit: gerne wieder, aber dann über die Rookie-Distanz

Eine neue und vor allem interessante Erfahrung ging so nach stolzen 2:46:16 Stunden zu Ende. Dass es so lange gehen würde, dachte ich davor nicht, war aber schließlich auch nur zweitrangig. Bis auf meinen ersten Marathon vier Wochen zuvor war ich noch nie so lange auf den Beinen und aufgrund der vielen Wartezeit und dem sehr niedrigen Tempo besonders im letzten Viertel war mir auf den letzten Kilometern und dann besonders im Ziel einfach nur noch kalt. Also wurden schnell zwei Finisher-Biere, zwei Protein-Drinks und zwei Stücke Kuchen – das kulinarische Angebot war zwar nicht sehr umfangreich, aber dafür durchaus lecker – verschlungen und schnellstmöglich der Kleiderbeutel aufgesucht, um meine Nasse Kleidung zu wechseln. Zurückblickend war der StrongmanRun am Nürburgring aber auf jeden Fall einen Start wert. Lediglich die kleinen Kinderkrankheiten, die eigentlich bei der zehnten Ausgabe nicht mehr existieren sollten, nervten am Ende ziemlich. Dass es natürlich das Ziel ist, möglichst viele Teilnehmer am Start zu haben, ist verständlich. Doch dass die Überrundungs-Situation im Vergleich zu den Vorjahren eher verschlimmert wurde, darf eigentlich nicht passieren. Ich war mir also schnell sicher, dass ich an diesem Tag auf keinen Fall Lust auf ein ambitioniertes Rennen gehabt hätte. Bestimmt werde ich wieder einmal dabei sein, doch dann „nur“ über die Rookie-Distanz, um mich mit freier Bahn ohne Rücksicht auf Verluste eine Runde durch die Grüne Hölle so richtig auszupowern. Denn Hindernislaufen ist vielleicht nicht jedermanns Sache, doch kann schon einmal ganz schön Spaß machen und viel Abwechslung in den Laufalltag bringen. Probiert es aus!
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Autor: Patrick Brucker 23.05.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum StrongmanRun Nürburgring 2018.

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