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1. Vollmond-Marathon Berlin 2014 Startschuss: Es geht los!

Leserreporter Heiko Rammenstein war bei der Premiere des Berliner Vollmond-Marathons am 9. August 2014 dabei und berichtet von seinen Erlebnissen.

18082014 Vollmond Marathon Berlin Tegeler See +
Foto: Foto: Martin Linek

Der Vollmond spiegelt sich im Tegeler See.

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Marathon

Mit der Abendsonne am Tegeler See

Bevor wir ins Rennen geschickt wurden, bekamen wir noch einige Hinweise mit auf den Weg. Jeder Kilometer sei gut markiert und noch am Morgen seien die Organisatoren die Strecke mit dem Fahrrad abgefahren, um Kreidepfeile und rot-weiße Flatterbänder anzubringen. Die DLRG von Berlin und Hennigsdorf, die im Abstand von jeweils 5 km Versorgungsstellen bereithielten, übernahmen die Streckenbetreuung.
Pünktlich um 18 Uhr fiel dann der Startschuss, den wir alle mit Applaus bedachten. Nach einer halben Runde auf der Tartanbahn entgegen der üblichen Laufrichtung verließen wir das Stadion an seinem nordwestlichen Ausgang. Wir durchquerten ein Kleingartengelände und liefen an dessen nördlichen Rand entlang auf eine Straßenkreuzung bei km 1 zu. Das vordere Drittel, in dessen Mitte ich mich bewegte, überquerte die von der Polizei geregelte Kreuzung geradeaus in westlicher Richtung. Wir hatten etwa 150 Meter auf diesem Weg zurückgelegt, als plötzlich ein vielstimmiger Chor von hinten ertönte: “Halt! Zurück!” Die ganze voreilige Meute hatte den entscheidenden Pfeil verpasst, der den Richtungswechsel nach Norden anzeigte. Das Rennen fing ja prächtig an!

Schöne Streckenführung beim Vollmond-Marathon in Berlin

Die Gartenfelder und die Tegeler Brücke überspannten die beiden Arme des Spandauer Schifffahrtskanals. Allmählich kämpften wir uns von hinten durch die Reihen der aufmerksamen Mehrheit, die keinen Umweg in Kauf zu nehmen brauchte. Als wir am jenseitigen Ufer des Kanals in nordwestlicher Richtung am Rande einer Gartenkolonie entlangliefen, war die alte Reihenfolge wieder halbwegs hergestellt. Kurz nach dem Kilometerschild 3 erreichten wir westlich des Forstes Jungfernheide das Südufer des Tegeler Sees. Vom Uferweg aus hatten wir einen herrlichen Blick auf dieses von der abendlichen Sonne beschienene Gewässer. Auf dem See tummelten sich Motor- und Segelboote. Kanuten, Ruderer und Angler übten ihren Sport aus und Badegäste schwammen im Wasser. Während der nächsten 10 km durch den Berliner Bezirk Reinickendorf umrundeten wir den See bis zum Havelbecken. Dabei blieben wir immer in Ufernähe und teilten uns die teils schmalen Wege mit Radfahrern und Spaziergängern. Der Bodenbelag bestand zu einem großen Teil aus weichem Waldboden. Nach km 6, die erste Verpflegungsstelle lag schon hinter uns, mussten wir eine Treppe mit zwei Absätzen besteigen. Sie führte auf eine Brücke, die einen Zufluss des Sees überspannte. Es sollte im weiteren Verlauf nicht das einzige derartige Hindernis bleiben.

Undeutlich gekennzeichnete Streckenführung erschwerte die Orientierung

Bei der Strecke galt offenbar das Prinzip: Immer der Nase nach! Als Ortsfremder musste ich, mussten auch die anderen darauf vertrauen, dass die Marschroute an Abzweigen, wo keine Pfeile zu entdecken waren, einfach geradeaus weiterführte. Denn unzählige Wege und kleine Pfade trafen von rechts und von links auf unseren Kurs, die uns wegen fehlender Markierungen oftmals zweifeln ließen, bis irgendwann das nächste Kilometerschild auftauchte, welches uns die Gewissheit verschaffte: Wir hatten uns nicht verlaufen.
Die faszinierende Gewässerlandschaft fand im Anschluss an den Tegeler See ihre Fortsetzung bei der Umrundung der Havel, die uns in den äußersten Nordwesten führte. Bei der Halbmarathonmarke verließen wir die Stadtgrenze Berlins und liefen durch das Stadtgebiet der brandenburgischen Kleinstadt Hennigsdorf. Hier trafen wir auf den Berliner Mauerweg, der in seiner Gesamtheit auf 160 km den Verlauf der Grenzanlagen der ehemaligen DDR zu Westberlin kennzeichnet. Am 16. und 17. August findet als Erinnerung an die Teilung Berlins und das Leid der Opfer die 3. Ausgabe der “100 Meilen Berlin” statt, auch bekannt als “Mauerweglauf”. Wir folgten auf neun Kilometern diesem Weg westlich der Havel, bis wir bei km 30 wieder den Bezirk Spandau erreichten und damit Berlin.
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Autor: Heiko Rammenstein 18.08.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berliner Vollmond-Marathon 2017.

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