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Laufen auf Sansibar Unfreiwillige Trainingsunterbrechung

Michael Parzefall hatte sich für seine Flitterwochen auf Sansibar lauftechnisch viel vorgenommen, doch dann kam ihm eine Verletzung dazwischen.

Leserreporter Michael Parzefall ließt RW +
Foto: Michael Parzefall

Michael Parzefall musste wegen einer Verletzung seine Trainingseinheiten verkürzen. Mit der RUNNER'S WORLD ließ es sich aber aushalten.

Hoch motiviertes Laufen auf Sansibar

Mein vierter Lauf dauerte genau 1 Stunde 19 Minuten, die mich 14,8 Kilometer weit brachten. Wieder verließ ich das Hotel, aber diesmal gleich nach rechts bis zu einem weiteren Hotel, dann war an einem Busch Endstation. Ich lief zurück um der Hauptverbindungsstrecke nach Stown Town, der größten Stadt Sansibars mit 800.000 Einwohnern, 5,2 Kilometer in den Süden zu folgen. Nachdem lange nur kleine Häuser und Menschen zu sehen waren, kam sogar das Meer wieder zum Vorschein. Ein Junge machte sich einen Spaß mit mir, begleitete mich ein paar Meter und rief laut „Pole Pole“, sodass es seine Freunde hören könnten. Dabei zog er die Knie soweit hoch als würde er gleich zum 100-Meter-Lauf ansetzen. Mit 31 nehme ich das aber locker und lief meinen Trott weiter. An diesem Tag grüßten mich wieder mehr Leute. Es war warm aber ok. Ich halte 5:30 min/km, schlussendlich steigerte ich mich auf 5:10 min/km. In mir wuchs die Frage, ob nicht doch ein 30er ginge? Ich versuchte wieder auf meinen Trainingsplan zu konzentrieren. Am nächsten Tag stand ein ruhiger 20-minütiger Dauerlauf an.

Diesen Lauf absolvierte ich mit Flavio, meinem Schweizer Kumpanen, den wir mit seiner Frau Anja ein paar Tage vorher bei einem Insel-Trip kennengelernt hatten. Nach drei Runden im Hotelarenal (4 km in 22:30 min) ist aber auch schon Schluss. Am nächsten Morgen wollte ich die 32 Kilometer angehen. Als es soweit war, ging es nicht. Am Tag zuvor hatte ich mir eine Risswunde am Fuß zugezogen. Etwa drei Zentimeter, sie blutete und schmerzte. Ich musste beim Spazieren bei Ebbe in eine scharfe Muschel getreten sein.

Laufpause dank Verletzung

Um 14.30 Uhr am selben Tag war es dann soweit: Nach einem verregneten Morgen und Mittag waren Selina und ich nur am Nörgeln und Kappeln. Irgendwann reichte es ihr und sie meinte, dass ich endlich laufen gehen sollte. Und das machte ich. Am Ende wurden es 23 Kilometer in 2:13 Stunden. Die Schmerzgrenze wollte ich dann doch nicht überschreiten. Dabei drehte ich ca. 18-mal die gleiche 1,3 Kilometer lange Runde. Runter zum Strand, einen Steg entlang, durch eine kleinere Baustelle, hinterm Restaurant bis zur Rezeption folgte ein guter Anstieg, oben am Eingang an den obersten Wohnblocks vorbei wieder nach unten zum Strand. Alle fünf Kilometer tankte ich Wasser in unserem Zimmer. Aber natürlich war das viel zu wenig.

Es sollte mein letzter Lauf bleiben, da die Wunde dann doch mehr schmerzte und ich meinem Körper dann doch ein wenig Ruhe gönnen wollte. Die restlichen Wochen verliefen fast reibungslos. Bis acht Tage vorm Start. Mit Halsschmerzen und leichtem Schnupfen kämpfte ich mich in die letzte Woche und ließ das Laufen ganze vier Tage. Mein Testlauf drei Tage vorm Marathon verlief gut. Also konnte es losgehen.

Doch das Training zahlt sich am Ende aus

Wie bereits erwähnt trainierte ich nach einen Trainingsplan von RUNNER’S WORLD für meine dritte Teilnahme am Fränkischen-Schweiz-Marathon. 2004 bin ich als Zwanzigjähriger 4:30 Stunden ohne gezieltes Training gelaufen. Ich war ja Fußballer – in einer Kreisliga-Reserve. Immerhin konnte ich die 1.000 Meter unter 3 Minuten laufen. Das Ziel 3:45 Stunden schaffte ich natürlich nicht. 10 Jahre später, mittlerweile kein Fußballer mehr und Hobby-Läufer geworden, wollte ich es erneut wissen, trainierte und finishte in 3:55 Stunden. Nun hatte ich richtig Lust zu laufen. Langsam wird’s. In Fürth 1:34 Stunden beim Halben. Diesmal schaffte ich bei meinem Heimat-Marathon in 3:42 Stunden. Mein Elternhaus befindet sich fast am Ende der 42,195 Kilometer, 50 Meter vom Ziel entfernt. Es war wie immer ein tolles Erlebnis und hat mir gezeigt, auch wenn die Flitterwochen kurz vor dem Marathon sind. Trainiert werden muss trotzdem. Vielen Dank an meine Frau Selina für die jederzeit tolle Unterstützung!
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Autor: Michael Parzefall 27.11.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Fränkische-Schweiz-Marathon Forchheim 2017.

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