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Prag-Halbmarathon 2016 Violah Jepchumba überrascht mit Jahresweltbestzeit

Violah Jepchumba holte vor Favoritin und Titelverteidigerin Worknesh Degefa den Sieg in Prag und lief zu einer Jahresweltbestzeit von 65:51 Minuten.

Violah Jepchumba +
Foto: Veranstalter

Violah Jepchumba läuft ins Ziel beim Prag-Halbmarathon.

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Halbmarathon

Hochklassige und nicht erwartete Ergebnisse gab es beim Prag-Halbmarathon. Während der Kenianer Daniel Wanjiru seinen Titel in starken 59:20 Minuten verteidigte, kam der große Favorit, Abraham Cheroben (Kenia), nicht ins Ziel. Die Überraschung des Tages gab es jedoch im Rennen der Frauen: Bei sehr guten Wetterbedingungen stürmte Violah Jepchumba zu einer Jahresweltbestzeit von 65:51 Minuten. Die Kenianerin erzielte damit die viertschnellste je gelaufene Zeit und stellte einen Streckenrekord auf. Die als Titelverteidigerin und Favoritin angetretene Worknesh Degefa lief als Zweite mit 66:14 einen äthiopischen Rekord.

Violah Jepchumb verbesserte sich stark in Prag

Mit einer derartigen Zeit von Violah Jepchumba war nicht annähernd zu rechnen, denn die Läuferin war mit einer persönlichen Bestzeit von 69:29 Minuten ins Rennen gegangen und steigerte sich damit gleich um 3:38 Minuten. Die 26-Jährige ist zwar erst seit zwei Jahren international am Start, doch auch ihre bisherige 10-km-Bestzeit von 32:09 Minuten deutete nicht auf eine solche Leistung. In Prag passierte sie diese Marke am Sonnabend in 30:29. Auch das ist eine außergewöhnliche Zeit, speziell während eines Halbmarathons. Wenn die Veranstalter an der 10-km-Marke eine offizielle Zeitnahme eingerichtet hatte, ist dies eine Jahresweltbestzeit und die drittschnellste je gelaufene 10-km-Zeit. Der Weltrekord der Britin Paula Radcliffe ist nur acht Sekunden schneller. Sie lief 2003 in San Juan 30:21.

Bis nach der 10-km-Marke liefen Jepchumba und Degefa Zwischenzeiten, die deutlich unter dem Weltrekord von Florence Kiplagat (Kenia/65:09) lagen. Doch dieses Tempo konnte die Kenianerin, die nach 10 km einen Vorsprung von fünf Sekunden auf Degefa hatte, dann doch nicht halten. Nach 15 km hatte sie zwar ihren Vorsprung auf 13 Sekunden vergrößert, lag aber außerhalb des Weltrekordes. Hinter Jepchumba und Degefa belegten die Kenianerinnen Gladys Yator (68:39) und Lucy Karimi (68:43) schließlich die Ränge drei und vier.

Daniel Wanjir verteidigte seinen Titel beim Prag-Halbmarathon

Im Rennen der Männer setzte sich Titelverteidiger Daniel Wanjiru vor der 20-km-Marke von seinem letzten an der Spitze verbliebenen Konkurrenten, seinem Landsmann Barselius Kipyego, ab. Wanjiru lief mit 59:20 ebenfalls eine Weltklassezeit und belegt damit in der aktuellen Jahresweltbestenliste Platz zwei - wenn man nur Ergebnisse von Strecken berücksichtigt, die rekordkonform sind. Kipyego folgte als Zweiter in 59:30. Dritter wurde der Äthiopier Adugna Takele in 59:40. Auch die folgenden beiden Kenianer, Norbert Kigen (59:42) und Peter Kirui (59:50), blieben noch unter einer Stunde.
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Autor: race-news-service.com 03.04.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Prag-Halbmarathon 2018.

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