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Swimrun Ötillö 2015 Von Insel zu Insel bei Wind und Wellen

Der Swimrun Ötillö hat es in sich: Die Strecke führt die Teilnehmer 75 Kilometer schwimmend und laufend von Insel zu Insel. 240 Sportler starteten bei der 10. Auflage. Mit Video.

Swimrun Öttilö 2015 +
Foto: ÖTILLÖ15: Nadja Odenhage / Jakob Edholm

Kurz nach dem Start des Swimrun Ötillö 2015 war das Feld noch dicht beisammen.

Am Montag, 7. September, stellten sich 240 Sportler aus 24 Ländern beim 10. Swimrun Ötillö 2015 der ultimativen Herausforderung aus 65 Kilometer Laufen und 10 Kilometer Schwimmen. Starker Wind machte das Schwimmen zur extremen Belastung und forderte jedem Starter alles ab. Aber damit nicht genug. Zusätzlich mussten die Teilnehmer noch 65 Kilometer laufend zurücklegen - von Insel zu Insel. Um lange Umziehzeiten zu vermeiden, wurde gleich im Neoprenanzug gelaufen. Gleichzeitig fand bei der Jubiläumsveranstaltung die Weltmeisterschaft im Swimrun statt. Aus Gründen der Sicherheit darf beim Swimrun Ötillö nur als Zweier-Team starten. So wurden die Weltmeister in drei Klassen geehrt: Männer-, Frauen- und Mixed-Teams.

Die beeindruckenden Bilder vom Swimrun Ötillö 2015 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels

Schwedisch-kanadisches Duo gewinnt Swimrun Ötillö 2015

Nach einem hartem und langen Kampf von Insel zu Insel konnten sich am Ende der Schwede Björn Englund und der Kanadier Paul Krochak (Team Head Swimming) durchsetzen und sich den Weltmeister-Titel sichern. Nach 8:29:11 Stunden liefen sie auf der Insel Utö erschöpft und dennoch glücklich ins Ziel. Dabei sah es zunächst danach aus, dass die Gewinner von 2013 ihren Sieg nicht wiederholten könnten. Denn Simon Börjesson und Rasmus Regnstrand führten während den ersten Stunden mit beeindruckendem Abstand. Aber nach rund Dreiviertel des Rennens konnten das Duo Englund und Krochak den Rückstand aufholen und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.


„Der Sieg ist so viel wert. Wir lagen zwischenzeitlich weit zurück, aber blieben immer zuversichtlich und haben daran geglaubt, dass wir die Führenden einholen können. Als wir sie dann vor uns sahen, dachte ich, ich halluziniere. Wir waren so müde, als wir an ihnen vorbei sind, aber versuchten uns das nicht ansehen zu lassen. Das Rennen war einfach nur hart: Nie war ich so müde und nie waren die Wellen so hoch wie dieses Jahr. Unser Sieg war reines Teamwork“, sagte Paul Krochak im Ziel.

Platz zwei ging an Lennart Moberg und Daniel Hansson vom Team Swedish Armed Forces in 8:36:08 Stunden. Knapp dahinter auf Rang drei lagen der Franzose Nicolas Remires und der Australier Julian Dent mit gut drei Minuten Rückstand in 8:39:39 Stunden.

Marika Wagner und Staffan Björklund gewinnen Mixed-Team-Wertung

Weltmeister in der Mixed-Team wurde das Gespann um Marika Wagner ihrem Teamkollege Staffan Björklund Weltmeister werden. Sie war auch die allererste Frau in der Geschichte des Swimrun Öttilö, die nach unter neun Stunden ins Ziel kam. Nach 8:55:39 Stunden finishten die beiden Schweden vom Team Peak Performance powered by Apollo auf dem fünften Rang. Mit etwas Abstand folgten Helena Sivertsson und Marcus Hultgren in 9:37:46 Stunden vom Team Hästens sleep to perform auf Platz zwei. PLatz drei sicherten sich Fanny Danckwardt-Lillieström und Pär Kristoffersoon vom Team Orca in 9:42:16 Stunden.
Swimrun Öttilö 2015 +
Foto: ÖTILLÖ15: Nadja Odenhage / Jakob Edholm

Beim Swimrun Öttilö gewinnt man nur mit einer guten Teamarbeit.

Annika Ericsson und Maya Tesch schnellstes Frauen-Team beim Swimrun Öttilö 2015

Nach 10:30:36 Stunden gewannen Annika Ericsson und Maya Tesch (Team SurfSport) recht deutlich das Frauenrennen. Dahinter platzierten sich Jenny Nilsson und Magdalena Trumstedt (Team Serneke) in 10:58:37 Stunden vor den Drittplatzierten Bibben Nordblom und Charlotta Nilsson (Team LensWay), die 11:12:53 Stunden benötigten. Ähnlich wie in der Mixed-Team-Wertung belegten nur reine schwedische Teams das Podest der Frauen.

Prominente Starterin aus England am Start des Swimrun Öttilö 2015

Pippa Middleton stellte sich auch der Herausforderung. Auch ihr waren Wassertemperaturen von 10 bis 15 Grad und Schwimmstrecken von bis zu 1.780 Metern nicht zu hart. Mit ihrem Team-Kollegen Jöns Bartholdoson lief sie für die Micheal-Matthews-Foundation. Auch ihr Bruder James Middleton war am Start. Zusammen mit seinem Team-Partner James Matthews erreichte er nach 13:04:24 Stunden das Ziel. Pippa Middleton sagte im Ziel: „Man wird an seine Grenzen geführt. Es ist so emotional und überwältigend, die Ziellinie überquert zu haben. Während des Rennens hatten wir Zweifel, ob wir es schaffen würden. Es war eines der härtesten Dinge, die ich je gemacht habe!"
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Autor: Patrick Brucker 16.09.2015
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