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Kurioses Ergebnis Zwei Sieger beim Mannheim-Marathon

Der Äthiopier Werkneh Seyoum Aboye hat den Mannheim-Marathon 2014 gewonnen. Da er zeitweise auf der falschen Strecke unterwegs war, kürten die Veranstalter einen zweiten Sieger.

Mannheim-Marathon 2014 +
Foto: Tomás Ortiz Fernandez

Beim Start des Mannheim-Marathon 2014 war noch alles in Ordnung, bei Kilometer 20 nahm die Spitzengruppe um Aboye dann zeitweise eine falsche Richtung ein.

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Kurioses Ergebnis beim Mannheim-Marathon 2014

Beim Mannheim-Marathon 2014 ist es zu einem kuriosen Ergebnis gekommen. Der Äthiopier Werkneh Seyoum Aboye wurde nach 2:18:52 offiziell zum Sieger erklärt – dennoch gab es mit Christian Alles (2:41:36) vom TV Schriesheim einen zweiten Sieger. Zu diesem Ergebnis kam es, nachdem Aboye nach Kilometer 20 nicht die vorgesehene Strecke genommen hatte, sondern geradeaus weiter in Richtung Ludwigshafen gelaufen war. Ein Betreuer der äthiopischen Läufer hatte den Führenden fälschlicherweise diesen Weg gewiesen.

Damit sie trotzdem auf 42,195 Kilometer kam, ließen die Veranstalter die Spitzengruppe die Schleife durch den Luisenpark im Anschluss an den Streckenabschnitt in Ludwigshafen laufen. "Nach unserer inoffiziellen Vermessung per Fahrrad sind sie dadurch einen Kilometer mehr gelaufen", erklärte der sportorganisatorische Leiter des Marathons, Wilfried Raatz, dem Nachrichtenportal Morgenweb.

Christian Alles war nach 2:41:36 Stunden zwar deutlich nach Aboye im Ziel, war aber der Einzige der Spitzengruppe, der die vorgesehene Strecke gelaufen war und bekam deshalb auch den Sieg zugesprochen. Beide Läufer werden demnach auch die Siegprämie erhalten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der für den TSV Viernheim startende Äthiopier Abebe Asrat Biruk (2:24:38) und sein Landsmann Tamrat Girma Elanso (2:30:42).

Bei den Frauen siegte die nach ihrer zweijährigen Doping-Sperre wieder ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrte Simret Restle-Apel (2:42:28) vom PSV Grünweiss Kassel vor der Kenianerin Eunice Jelagat Lelei (2:48:25) und der Äthiopierin Simegn Girma Tefera (2:55:50).

Für runnersworld.de war unser Fotograf Tomas Ortiz Fernandez vor Ort und hat die schönsten Momente des Mannheim-Marathon 2014 mit seiner Kamera festgehalten. Seine besten Bilder zeigen wir in der umfangreichen Fotogalerie weiter oben.

Über 12.000 Teilnehmer beim Mannheim-Marathon 2014

2014 nahmen 12.859 Teilnehmer am Marathon teil – damit wurde ein neuer Rekord nur knapp verpasst. Neu war in diesem Jahr hingegen die Streckenführung. Dieses Mal führte der Mannheim-Marathon nach dem Start um 19 Uhr auf neuer Strecke durch Mannheim und Ludwigshafen – und erstmals durch die SAP Arena. Grund für die neue Streckenführung ist, das die SAP Arena neuer Sponsor für den Marathon Mannheim ist.

Auf dem kompakten Zwei-Runden-Kurs erlebten die Läufer die Highlights der Region in enger Folge: Es ging zunächst durch den Luisenpark, dann durch die Quadrate, weiter über die Kurt-Schumacher-Brücke nach Ludwigshafen. Nach der dortigen Runde liefen die Teilnehmer über den Rhein zurück und schließlich vor dem Ziel am Rosengarten noch durch den Ehrenhof des Mannheimer Schlosses.

Der Halbmarathon war fest in afrikanischer Hand. In neuer Rekordzeit von 1:03:17 Stunden gewann Belachew Melaku (Äthiopien) vor den beiden Kenianern Felix Kiprochich Kipchirir (1:04:25) und Louis Ndiema (1:04:44). Bei den Frauen siegte Melat Kejata (Äthiopien) in 1:15:06 vor den beiden favorisierten Kenianerinnen Beatrice Cherano (1:15:18) und Loice Kiptoo (1:19:44).

Beim gleichzeitig in Ludwigshafen gestarteten Halbmarathon setzte sich Hannes Christian (Kaiserslautern/1:15,38) durch und kürte sich damit auch zum Pfalzmeister - vor seinem Vereinskollegen Tobias Wiesemann (1:16:52). Bei den Frauen siegte mit Almuth Grüber (engelhorn sports team) eine Mannheimer Lokalmatadorin (1:25:51), Pfalzmeisterin aber wurde Josefa Matheis (Eisenberg/1:27:43).

Diskussion über den Mannheim-Marathon im Forum und auf Facebook

Die Geschehnisse rund um den Mannheim-Marathon werden inzwischen im Forum heftig diskutiert. Mit einem Klick auf diese Zeile gelangen Sie direkt zur Diskussion.

Etliche weitere Kommentare finden Sie auf unserer Facebook-Seite. Unter anderem äußert sich hier der frühere Nationalmannschaftsläufer Tobias Sauter, Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften. Er schreibt dort: "Aha der Äthiopier ist schuld, wieso sind dann Flo und ich 3 min später auch falsch geleitet worden?Und wir haben mitgedacht und sind zurückgerannt und dann wieder zurückgeleitet worden usw. WENN der Äthiopier Schuld ist, wieso bekommt er dann Preisgeld? Wer bezahlt unseren Ausfall der Prämie und Sponsorengeldern? Ich warte auch eine Lösung vom SAP Marathon! Wieso sollen wir jetzt die dummen sein?"
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01.06.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dämmer-Marathon Metropolregion Rhein-Neckar 2016.

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