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Vincent Kipruto „Ich will 2014 wieder in Frankfurt laufen“

Vincent Kipruto, der Sieger des Frankfurt-Marathons 2013, kündigte für 2014 bereits seine Rückkehr an. Ein Porträt des kenianischen Topläufers.

Kipruto Frankfurt-Marathon 1 +
Foto: photorun.net

Vincent Kipruto kämpfte in Frankfurt erfolgreich gegen den Sturm und die Konkurrenz.

Sein Zeitziel hat Vincent Kipruto verpasst, doch der 26-jährige Kenianer hatte trotzdem allen Grund zum Feiern: Er gewann den Frankfurt Marathon in 2:06:15 Stunden. Bei stürmischem Wetter waren Rekorde und Bestzeiten an diesem Tag außer Reichweite. Doch die persönliche Bestmarke (2:05:13) will Vincent Kipruto nun im nächsten Jahr nachholen. „Ich will im nächsten Jahr wieder in Frankfurt laufen“, erklärte Vincent Kipruto, der dann vielleicht sogar seinen Trainer William Kiplagat mitbringen wird. Der frühere Weltklasseläufer Kiplagat will beim Frankfurt Marathon den Master-Weltrekord angreifen.

Vincent Kipruto hat sich frühzeitig auf die klassische Distanz spezialisiert. Obwohl er erst 26 Jahre alt ist, gehört er zur erweiterten Weltspitze über die Marathonstrecke. Wenige Wochen nach seinem 21. Geburtstag startete er im Herbst 2008 zum ersten Mal über 42,195 Kilometer. Dabei wurde Kipruto im französischen Reims Dritter mit guten 2:08:16 Stunden. Fast genau zweieinhalb Minuten schneller war der Kenianer im nächsten Versuch: Im April 2009 gewann er überraschend den Paris-Marathon in der Kursrekordzeit von 2:05:47 Stunden.

Kipruto setzte seine starke Entwicklung fort. Beim Chicago-Marathon wurde er zunächst Dritter mit 2:06:08 Stunden. Diesen Platz erreichte er auch in Rotterdam im April 2010, wo er sich auf 2:05:13 steigern konnte – schneller waren nur die Superstars Patrick Makau und Geoffrey Mutai. Ein Jahr später gehörte Kipruto zu jener kleinen Gruppe von Läufern, die die Rotterdamer Veranstalter verpflichteten, um den Weltrekord anzugreifen. Die Marke stand damals bei 2:03:59 und wurde gehalten von Haile Gebrselassie. Das Vorhaben klappte nicht, und Kipruto wurde Zweiter in 2:05:33 Stunden.

Anschließend wurde der Kenianer für die WM in Daegu (Südkorea) nominiert. Bei seinen ersten Titelkämpfen im Nationaltrikot zeigte er eine starke Leistung und gewann bei schwül-heißen Wetterbedingungen die Silbermedaille. 2012 hatte er ein vergleichsweise schwächeres Jahr, in dem er keine Zeit unter 2:10 Stunden erreichte. Doch Anfang März meldete sich Kipruto mit einem Sieg beim japanischen Lake Biwa-Marathon in 2:08:34 Stunden zurück. Im Sommer bestätigte er, dass er in Richtung Frankfurt auf einem guten Weg war: Bei sehr warmem Wetter gewann er am 1. September den Lille-Halbmarathon mit 60:39 Minuten.

Vincent Kipruto stammt aus Kapkitony, das rund 80 Kilometer entfernt von Eldoret liegt. Er ist als ältestes Kind einer Farmerfamilie aufgewachsen. „Als ich 15 Jahre alt war, sah ich William Kiplagat beim Training“, erzählte Vincent Kipruto, der fortan dem Weltklasse-Marathonläufer nacheiferte. „Ich wollte eines Tages auch diese Erfolge erreichen.“

Nachdem er seine Schulausbildung beendet hatte, konzentrierte er sich stärker auf den Sport. Es war dann Kiplagat, der ihn bei regionalen Meisterschaften laufen sah und ihm Unterstützung anbot. Kiplagat leitet in Kooperation mit dem holländischen Manager Jos Hermens ein Trainingscamp in Kenia. So kam Kipruto 2007 erstmals nach Holland, wo seine internationale Karriere begann.
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Autor: race-news-service.com 28.10.2013

Hier finden Sie weitere Informationen zum Frankfurt Marathon 2014.

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