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Marathon-Rekordler Arne Gabius "Ich will bei Olympia unter die Top Ten"

Deutschlands Marathon-Rekordler Arne Gabius bereitet sich in Kenia auf die Marathon-Saison 2016 vor. Seine Ziele und Pläne erläutert er im Interview.

Arne Gabius will auch im olympischen Jahr für Furore sorgen. +
Foto: photorun.net

Arne Gabius will auch im olympischen Jahr für Furore sorgen.

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Arne Gabius

Deutschlands Marathon-Rekordler Arne Gabius, der sich im vergangenen Oktober in Frankfurt auf 2:08:33 Stunden steigerte, bereitet sich zurzeit in Kenia auf seinen nächsten Lauf über die 42,195 km und die Olympischen Spiele vor. Stellt man eine Jahresweltbestenliste für 2015 zusammen, in der nur jeweils drei Läufer pro Nation gewertet werden - denn nur jeweils drei können bei Olympia an den Start gehen -, liegt Arne Gabius hier an 14. Stelle. Der 34-jährige Läufer, der für LT Haspa Marathon Hamburg startet, beantwortete die folgenden Fragen.

Wie sind Sie nach dem Frankfurt-Marathon wieder ins Training gekommen?

Arne Gabius: Nach Frankfurt habe ich zunächst Urlaub gemacht und drei bis vier Wochen lang fast nicht trainiert. Der Einstieg ins Training war dann etwas schwieriger als gedacht. Aber da ich die Olympia-Norm ja in der Tasche habe, ist die Situation natürlich viel entspannter als wenn ich noch einer Norm hinterherlaufen müsste.

Wie sah das Training bisher aus?

Arne Gabius: Mir ging es zunächst darum, Schwachstellen zu bekämpfen. In Frankfurt bekam ich nach etwa 30 Kilometern muskuläre Probleme. Eine alte Verletzung machte sich bemerkbar. Ich hatte mir vor drei Jahren einen Muskelfaserriss in der Oberschenkel-Rückseite zugezogen. Wenn es sehr hart wird in einem Rennen, dann löst diese Narbe in der Muskulatur Schmerzen aus - das passierte in Frankfurt. Ich habe deswegen ein umfangreiches Reha-Programm absolviert, zweimal zwei Wochen von Mitte November bis kurz vor Weihnachten mit einer Woche Pause dazwischen. Es waren täglich zwei bis drei Stunden Reha. Das Ziel war, gestärkt aus diesem Programm herauszukommen, so dass bei einem nächsten Marathon dieses Problem vielleicht erst bei Kilometer 40 auftritt.

Wie planen Sie für die nächsten Monate?

Arne Gabius: Wichtig ist erst einmal, dass ich die Vorbereitung auf einen Frühjahrs-Marathon und auf die Olympischen Spiele fit und gesund beginnen kann. Ich bin jetzt bis Ende Januar in Kenia und werde hier schon einigen Umfang trainieren. Mein Ziel ist es, rund 180 Kilometer pro Woche zu erreichen. Ich kann in Iten in der Höhe mit den Neuseeländern Zane und Jake Robertson trainieren, aber natürlich auch mit vielen Kenianern. Mitte Februar werde ich ein zweites Mal nach Kenia fahren und danach plane ich einen Halbmarathon.

Wo werden Sie im Frühjahr Marathon laufen und warum haben Sie sich entschlossen, vor Olympia in Rio noch ein Rennen über die klassische Distanz zu laufen?

Arne Gabius: Es ist noch nicht entschieden, wo ich im Frühjahr Marathon laufen werde. Die Zeit zwischen Frankfurt im Oktober 2015 und Rio im kommenden August ist sehr lang. Ich denke, es ist besser für mich, noch einen Marathon zu laufen. Das machen andere Topläufer, zum Beispiel der Kenianer Eliud Kipchoge, auch so. Außerdem erklärte mir mein Trainer Renato Canova, dass alle Olympiasieger der letzten Zeit auch jeweils einen Frühjahrs-Marathon gelaufen sind. Wichtig ist mir in meinem dritten Marathon, internationale Konkurrenz und eine gute Wettkampfsituation zu haben. Aber ich möchte auch schnell laufen, denn Frankfurt hat mir gezeigt, dass noch mehr möglich ist.

Mit welchen Zielen werden Sie bei Olympia in Rio an den Start gehen?

Arne Gabius: Das Tolle ist, dass bei Olympischen Spielen alles möglich ist. Wenn ich mit einer Bestzeit von 27:40 Minuten ins 10.000-Meter-Finale gehen würde, könnte ich mir ausrechnen, ich werde hier wahrscheinlich 15. oder vielleicht Zwölfter, wenn es gut läuft. Im Marathon hingegen kann alles passieren. Die dominierenden Lauf-Nationen, Kenia und Äthiopien, können jeweils nur drei Athleten an den Start bringen. Ich glaube, ich werde auch mit dem Wetter dort gut zurechtkommen. Die Luftfeuchtigkeit kann hoch sein, aber das war in Frankfurt 2014 bei meinem Marathondebüt auch der Fall - damit hatte ich keine Probleme. Mein Ziel ist in Rio eine Top-Ten-Platzierung.“
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Autor: race-news-service.com 12.01.2016
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