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Athen-Marathon 2016 17.500 Läufer aus 105 Nationen wollen starten

Auf dem schweren Kurs des Athen-Marathons wollen einige Kenianer erstmals eine Zeit unter 2:10 Stunden laufen. 17.500 Läufer aus 105 Nationen haben gemeldet.

Athen-Marathon 2016 +
Foto: SEGAS-AMA

Luka Rotich, Penina Wanjiru und Boniface Kiprop (von links nach rechts) gehören zu den Favoriten in Athen.

Noch nie hat ein Marathonläufer in Athen eine Zeit von unter 2:10 Stunden erreicht. Es ist diese Zeit-Barriere, die am Sonntag bei der 34. Auflage des „Athens Marathon. The Authentic“ zum ersten Mal unterboten werden soll. Eine Gruppe von kenianischen Topläufern, allen voran Luka Rotich, plant mit einem entsprechenden Tempo. Während die internationale Spitze auf den schnellsten Strecken immer wieder Ergebnisse von unter 2:05 Stunden erreicht, sind die Gegebenheiten in Athen anders und einmalig.

Gelaufen wird in Athen auf historischen Spuren. Die Rekordzahl von rund 17.500 Läufern aus 105 Nationen wird auf jener schweren Strecke rennen, die vor genau 120 Jahren den ersten Olympiasieger im Marathon überhaupt produzierte. Von der Kleinstadt Marathon geht es auf einem hügeligen Kurs bis fast 250 Meter hinauf und dann herunter ins Panathinaikon-Stadion von Athen.

„Wir haben die authentische Marathonstrecke“, erklärt Kostas Panagopoulos, der Präsident des griechischen Leichtathletik-Verbandes SEGAS, der das Rennen organisiert, den erneuten Teilnehmerrekord. „Wir wollen den Athen-Marathon aber nicht nur breitensportlich erweitern sondern auch spitzensportliche Akzente setzen. Deswegen ist es unser Ziel, den Streckenrekord anzugreifen. Das ist schwer auf dieser Strecke, aber wir werden es immer wieder versuchen und hoffen, nach und nach auch noch stärkere Läufer für den ,Athens Marathon. The Authentic’ verpflichten zu können. Möglich ist das in wirtschaftlich nach wie vor sehr schweren Zeiten, weil uns alle Sponsoren weiter unterstützen. Dafür sind wir sehr dankbar, und das gibt uns Zuversicht.“

Luka Rotich Favorit beim Athen-Marathon 2016

„Luka Rotich ist hier, um eine Zeit von unter 2:10 Stunden zu laufen“, erklärte Rachid Bin Meziane, der in Athen für das Elitefeld zuständig ist, während einer Pressekonferenz. Der Kenianer hat eine Bestzeit von 2:08:12, die er 2013 in Ottawa aufstellte, und geht am Sonntag mit der Startnummer 1 ins Rennen. Vor zwei Jahren fiel in Athen jener Streckenrekord, den der Italiener Stefano Baldini 2004 bei seinem Olympiasieg mit 2:10:55 Stunden aufgestellt hatte. Felix Kandie gewann das Rennen 2014 in 2:10:37. „Felix hat inzwischen eine Bestzeit von 2:06:25 Stunden - der Unterschied zu seiner Athener Zeit reflektiert die anspruchsvolle Strecke hier“, sagt Rachid Bin Meziane.

„Ich werde versuchen, den Streckenrekord zu brechen - das ist mein Ziel. Ich habe in hügeligem Gelände trainiert, so dass ich auf Athen vorbereitet bin“, erklärte Luka Rotich, der einer von vier Kenianern ist, die bereits unter 2:10 Stunden gelaufen sind. Augustine Rono ist dabei der schnellste Läufer auf der Startliste. Er erreichte 2012 in Hamburg eine Zeit von 2:07:23. Silas Limo lief beim australischen Gold Coast-Marathon 2015 als Zweiter 2:08:54. In diesem Jahr überzeugte er bei sehr windigem Wetter als Vierter in Wien mit 2:10:16. Beim Serengeti-Marathon in Tansania stellte Duncan Kwemboi seine aktuelle Bestzeit auf: 2014 wurde er dort mit 2:08:34 Dritter. Zu den Favoriten gehört am Sonntag sicher auch Hillary Yego, der den Athen-Marathon 2013 mit 2:13:50 Stunden gewonnen hatte. Der Kenianer hat den Vorteil, die Strecke zu kennen.

Einen Marathon auf einem hügeligen Kurs ist Penina Wanjiru noch nie gelaufen. Die Kenianerin, die im vergangenen Jahr den Brighton-Marathon mit 2:34:25 Stunden gewonnen hatte, gehört dennoch am Sonntag zu den Favoritinnen. „Ich habe gut trainiert, daher bin ich zuversichtlich - obwohl ich natürlich eine solche Strecke nicht kenne“, sagte Penina Wanjiru, zu deren Konkurrentinnen ihre Landsfrauen Gladys Kwambai (2:36:14) und Purity Kimetto (2:37:20) zählen. Zu beachten sind auch die Debütantin Nancy Arusei (Kenia) und Kenza Dahmani. Bei der Läuferin aus Algerien, die eine Bestzeit von 2:33:53 aufweist, wird es darauf ankommen, wie sie sich vom olympischen Marathon erholt hat. In Rio belegte sie vor rund drei Monaten Rang 50 mit 2:38:37.
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Autor: race-news-service.com 11.11.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Athen Marathon 2017.

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