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Dubai-Marathon 2014 18-jähriger Debütant Mekonnen überrascht in Dubai

Große Überraschung beim Dubai-Marathon: Der erst 18-jährige Debütant Tsegaye Mekonnen siegte in starken 2:04:32. Bei den Frauen gewann Mula Seboka.

Debütant Tsegaye Mekonnen überrascht beim Dubai-Marathon 2014 +
Foto: Giancarlo Colombo / photorun.net

Bye, bye - Tsegaye Mekonnen "verabschiedet" sich beim Dubai-Marathon in der entscheidenden Phase von seinem Konkurrenten Markos Geneti.

Debütanten haben das Sagen in Dubai: Zum dritten Mal in Folge hat ein Newcomer den Standard Chartered Dubai-Marathon gewonnen. Der Äthiopier Tsegaye Mekonnen setzte die einmalige Debütanten-Siegserie fort. Der erst 18-Jährige sorgte für eine große Überraschung und lief mit 2:04:32 Stunden einen inoffiziellen Junioren-Weltrekord – der internationale Leichtathletik-Verband IAAF führt im Marathon keine offiziellen Junioren-Rekorde. Die vorherige Junioren-Bestzeit von 2:06:07 Stunden hatte der Kenianer Eric Ndiema 2011 in Amsterdam aufgestellt. Nie zuvor lief ein 18-Jähriger im Marathon unter 2:06 Stunden, geschweige denn unter 2:05. Mekonnen platzierte sich in der Liste der schnellsten je gelaufenen Zeiten auf Rang 14.

Auch die zweit- und drittplatzierten Läufer erzielten am Freitagmorgen Weltklassezeiten auf der schnellen Strecke des Dubai-Marathons in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Markos Geneti wurde in 2:05:13 Zweiter vor seinem äthiopischen Landsmann Girmay Birhanu (2:05:49).

Im Rennen der Frauen belegten die Äthiopierinnen gleich die ersten neun Plätze. Überraschend setzte sich hier Mula Seboka gegen die stark eingeschätzten Meselech Melkamu und Meseret Hailu durch. Die 29-Jährige gewann den Dubai-Marathon in 2:25:01 Stunden und sicherte sich damit ebenso wie der Männer-Sieger die 200.000-Dollar-Prämie. Melkamu wurde in 2:25:23 Zweite vor Firehiwot Dado (2:25:53) und Hailu (2:26:20).

Das Männerrennen begann mit hohem Tempo, und die Zwischenzeiten lagen im ersten Drittel deutlich im Bereich des Weltrekordes, den der Kenianer Wilson Kipsang im vergangenen Jahr in Berlin aufgestellt hatte (2:03:23). Eine große Gruppe von Läufern erreichte den 10-km-Punkt nach 29:14 Minuten und dann später die Halbmarathonmarke in 61:37. Doch bereits nach der 15-km-Marke waren die Kilometerzeiten deutlich langsamer geworden, sie lagen nur noch zwischen 2:58 und 3:00 Minuten. Das war nicht schnell genug für einen Weltrekord, und die Bestmarke geriet bald außer Reichweite. Nach anfangs sehr guten Wetterbedingungen wurde es zudem gegen Ende des Dubai-Marathons deutlich wärmer und die Temperaturen stiegen auf über 20 Grad in der Sonne.

Nachdem neun Läufer die 30-km-Marke nach 1:28:15 Stunden erreicht hatten, reduzierte sich die Spitzengruppe zunächst auf sechs Athleten. Es war dann Tamirat Tola, der das Tempo forcierte. Nur Mekonnen und Geneti konnten mit ihrem Landsmann mithalten. Aber als Tola gestikulierte, dass sich die anderen beiden an der Tempoarbeit beteiligen sollten, reagierte keiner der zwei. Mekonnen hatte seine eigenen Pläne. Der Youngster, der 2012 bei den Junioren-Weltmeisterschaften über 5.000 m den fünften Platz belegt hatte, lief vor Kilometer 36 davon. Mit superschnellen Kilometerzeiten von 2:51, 2:52 und 2:54 Minuten ließ er Geneti und Tola keine Chance.

Vor dem Rennen hatte ein anderer Debütant im Fokus gestanden: Atsedu Tsegay, der im Dezember mit seinem Sieg beim Neu Delhi-Halbmarathon beeindruckt hatte. Er peilte in Dubai eine Zeit unter 2:05 Stunden an. Doch der Dubai-Marathon ist bekannt für Überraschungen, und so kam es anders am Freitagmorgen: Tsegay stieg nach rund 35 km aufgrund von Seitenstechen aus, während sein Landsmann zum Überraschungssieg stürmte.

„Es gab im ersten Teil des Rennens viele Tempowechsel, die Energie gekostet haben. Ich denke, mit einem gleichmäßigeren Tempo hätte ich noch schneller rennen können“, sagte Tsegaye Mekonnen. „Aber ich bin natürlich sehr glücklich über meine Leistung und stolz. Ich hatte keine Ahnung, wo der Junioren-Weltrekord steht – diese Zeit unterboten zu haben, ist ein Bonus für mich.“ Die IAAF führt offiziell keine Marathon-Weltrekorde für Junioren, aber sie sind gängig unter Straßenlauf-Organisationen.
Die Ergebnisse der Männer beim Dubai-Marathon 2014

Platz Name Land Zeit
1. Tsegaye Mekonnen Äthiopien 2:04:32
2. Markos Geneti Äthiopien 2:05:32
3. Girmay Birhanu Äthiopien 2:05:49
4. Tamirat Tola Äthiopien 2:06:17
5. Azmeraw Bekele Äthiopien 2:07:12
6. Shumi Dechase Äthiopien 2:07:13
7. Abrha Milaw Äthiopien 2:07:46
8. Abera Kassw Äthiopien 2:08:18
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Autor: race-news-service.com 24.01.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dubai-Marathon 2017.

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