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Weltklassezeiten im arabischen Emirat Äthiopiens Läufer dominieren Dubai-Marathon 2016

Die ersten sechs Männer und die ersten fünf Frauen beim Dubai-Marathon kommen aus Äthiopien. Sieger Tesfaye Abera verpasst Streckenrekord um eine Sekunde.

Tesfaye Abera gewinnt den Dubai-Marathon 2016 +
Foto: Dubai-Marathon

Mit seinem Sieg beim Dubai-Marathon sicherte sich der Äthiopier Tesfaye Abera eine Prämie von 200.000 US-Dollar.

Äthiopiens Läufer haben einmal mehr den Dubai-Marathon dominiert. Sie erzielten auf der flachen Strecke in dem arabischen Emirat absolute Weltklassezeiten. Der erst 23-jährige Tesfaye Abera lief 2:04:24 Stunden zu einem überraschenden Sieg und verfehlte den vier Jahre alten Streckenrekord seines Landsmannes Ayele Abshero um lediglich eine Sekunde. Damit setzte er ein erstes starkes Maß im olympischen Jahr. In der Liste der schnellsten je auf rekordkonformen Strecken gelaufenen Zeiten sortiert sich Abera an 15. Stelle ein. Er steigerte sich bei seinem bisher größten Triumph, für den er ebenso wie die Siegerin 200.000 US-Dollar erhält, gleich um gut fünf Minuten. Bisher stand seine Bestzeit bei 2:09:46. Hinter ihm folgten seine Landsleute Lemi Berhanu, der als Titelverteidiger angetreten war, mit 2:04:33, Tsegaye Mekonnen (2:04:46) und Sisay Lemma (2:05:16). Damit blieben gleich drei Läufer unter 2:05 Stunden. Schnellste Frau war Tirfi Tsegaye mit hochklassigen 2:19:41. Die 31-jährige Berlin-Marathon-Siegerin des Jahres 2014 stellte damit ebenfalls eine persönliche Bestzeit auf, verpasste den Streckenrekord um nur zehn Sekunden und rückte in der Alltime-Liste auf Position 17 vor. Zweite wurde die Debütantin Amane Beriso mit 2:20:48 vor ihrer äthiopischen Landsfrau Meselech Melkamu, die nach 2:22:29 im Ziel war.

Weltrekord in Sichtweite

Einmal mehr entwickelte sich in Dubai bei guten Wetterbedingungen ein sehr schnelles Männerrennen. Lange Zeit lagen die Zwischenzeiten im Bereich des aktuellen Weltrekordes, den der Kenianer Dennis Kimetto mit 2:02:57 Stunden im Jahr 2014 in Berlin aufgestellt hatte. Geführt von Tempomachern passierte eine 16-köpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 61:37 Minuten. Bei 30 km war diese Gruppe auf sechs Läufer zusammengeschrumpft. Der Punkt wurde in 1:27:20 Stunden passiert, wobei die Kenianer Edwin Koech und Amos Kipruto zusammen mit Sisay Lemma an der Spitze liefen – theoretisch wäre diese Zeit ein 30-km-Weltrekord. Doch offenbar hatten die Veranstalter an diesem Punkt keinen Kampfrichter platziert, so dass eine Anerkennung wohl nicht möglich sein wird. Die Bestmarke hält der Kenianer Geoffrey Kamworor, der 2014 in Berlin die 30 km im Marathon nach 1:27:37 passiert hatte.

Tempoeinbußen im letzten Viertel

In der Folge wurde das Tempo jedoch deutlich langsamer. Abgesehen von einem Kilometer wurden die Abschnitte zwischen 30 und 40 km nicht unter 3:00 Minuten gelaufen. Dadurch geriet der Weltrekord schnell außer Reichweite. Nach 35 km (1:42:27) lagen vier Läufer an der Spitze: Neben dem späteren Sieger Abera liefen Titelverteidiger Berhanu sowie Lemma und Mekonnen, der vor zwei Jahren in Dubai mit einem inoffiziellen Junioren-Weltrekord gewonnen hatte (2:04:32). Knapp 1,5 km vor dem Ziel schien eine Vorentscheidung zugunsten des Titelverteidigers gefallen zu sein. Berhanu konnte sich etwas absetzen. Während Lemma und Mekonnen geschlagen waren, lag Abera jedoch nur rund fünf Meter zurück. Auf der langen Zielgeraden setzte sich dann der Außenseiter durch, der vor einem Jahr seine Bestzeit von 2:09:46 als Sieger des Mumbai-Marathons aufgestellt hatte. Außerdem war er 2015 Achter in Hamburg und Zweiter in Hengshui (China). „Mein Ziel war es, eine persönliche Bestzeit zu erreichen“, sagte der 23-Jährige und erklärte bezüglich des knapp verpassten Streckenrekordes seines Landsmannes Abshero, der aufgrund einer Verletzung nicht starten konnte: „Es ging mir in der Schlussphase nur darum, das Rennen zu gewinnen.“
Frauensiegerin Tirfi Tsegaye beim Dubai-Marathon 2016 +
Foto: Dubai-Marathon

Die Äthiopierin Tirfi Tsegaye triumphiert zum zweiten Mal beim Dubai-Marathon.

Siegerin Tsegaye läuft konstant zum Sieg in Dubai

Ein insgesamt gleichmäßigeres Tempo lief Tirfi Tsegaye, die den Dubai-Marathon bereits vor drei Jahren gewonnen hatte. Die Äthiopierin passierte die Halbmarathonmarke in einer zehnköpfigen Spitzengruppe nach 70:17 Minuten. Eine nach der anderen fiel in der Folge zurück, und am 30-km-Punkt war die Debütantin Amane Beriso die einzig verbliebene Konkurrentin. Tirfi Tsegaye, die ihre bisherige Bestzeit von 2:20:18 bei ihrem Sieg in Berlin 2014 aufgestellt hatte und damit die schnellste Läuferin auf der Dubai-Startliste war, setzte sich dann kurz vor der 35-km-Marke ab. Am Ende durchbrach sie zum ersten Mal die prestigeträchtige 2:20-Stunden-Barriere und hatte mit 2:19:41 gut eine Minute Vorsprung. „Dubai ist nach meinem zweiten Sieg wie eine zweite Heimat für mich“, sagte Tirfi Tsegaye.

Der Dubai-Marathon 2016 überzeugte einmal mehr auch in der Breite der Spitze: Gleich 13 Läufer blieben unter 2:10 Stunden. Und zehn Frauen erreichten Zeiten von unter 2:30:00.

Die Ergebnisse des Dubai-Marathons am 22. Januar 2016

Männer:
  1. Tesfaye Abera, ETH, 2:04:24 h
  2. Lemi Berhanu, ETH, 2:04:33 h
  3. Tsegaye Mekonnen, ETH, 2:04:46 h
  4. Sisay Lemma, ETH, 2:05:16 h
  5. Mula Wasihun, ETH, 2:05:44 h
  6. Abayneh Ayele, ETH, 2:06:45 h
  7. Samuel Kosgei, KEN, 2:06:53 h
  8. Tilahun Regassa, ETH, 2:08:11 h
  9. Thomas Rono, KEN, 2:08:34 h
  10. Mesfin Teshome, ETH, 2:09:24 h


Frauen:
  1. Tirfi Tsegaye, ETH, 2:19:41 h
  2. Amane Beriso, ETH, 2:20:48 h
  3. Meselech Melkamu, ETH, 2:22:29 h
  4. Sutume Asefa, ETH, 2:24:00 h
  5. Mulu Seboka, ETH, 2:24:24 h
  6. Shitaye Eshete, BRN, 2:25:36 h
  7. Mestawet Tufa, ETH, 2:26:34 h
  8. Dinknesh Mekash, ETH, 2:28:19 h
  9. Mamitu Daska, ETH, 2:28:53 h
  10. Megertu Ifa, ETH, 2:29:45 h

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Autor: race-news-service.com 22.01.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dubai-Marathon 2016.

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