Top Themen: Marathon-Trainingspläne | Frankfurt-Marathon | Marathon-Reisen | Berlin-Marathon | Marathon-Kalender | Laufen

Tokio-Marathon Birhane Dibaba braucht einen Sieg

Das Finale der World Marathon Major-Serie findet am 28. Februar beim Tokio-Marathon statt. Wiederholt Birhane Dibaba ihren Vorjahressieg hätte sie den WMM-Gesamtsieg sicher.

Dibaba Birhane +
Foto: photorun.net

Birhane Dibaba könnte Siegerin des World Marathon Major-Rennens werden.

In Tokio wird am Sonntag das erste World Marathon Majors (WMM)-Rennen des olympischen Jahres gestartet. Es ist zugleich das Finale der WMM-Serie 2015-2016. Die beiden Sieger der Serie, deren Dauer nach einer Regeländerung nun nur noch etwas über ein Jahr statt zwei beträgt, teilen sich eine Prämie von einer Million US-Dollar.

Die bei der WMM-Serie in Führung liegenden Läufer - Eliud Kipchoge (Kenia) sowie die punktgleichen Mare Dibaba (Äthiopien) und Mary Keitany (Kenia) - werden in Tokio nicht an den Start gehen. Während Kipchoge bestenfalls noch eingeholt werden kann, hat Birhane Dibaba (Äthiopien) noch die Chance, vorbeizuziehen an der nicht mit ihr verwandten Mare Dibaba und Keitany. Dafür allerdings müsste sie ihren Vorjahressieg wiederholen.

Emmanuel Mutai benötigt Topzeit

Bei den Männern stehen fünf Läufer auf der Startliste, die bereits Zeiten von unter 2:06 Stunden gelaufen sind. Der schnellste im Feld ist Emmanuel Mutai. Vor eineinhalb Jahren lief der Kenianer in Berlin hinter dem Weltrekordler Dennis Kimetto (Kenia) mit 2:03:13 Stunden als Zweiter die zweitschnellste je auf einer rekordkonformen Strecke gelaufene Zeit. Doch im vergangenen Jahr lief es nicht wie erhofft für Mutai, der mit Rang elf in London (2:10:54) und Platz vier in Berlin (2:07:46) vorlieb nehmen musste. Wohl nur mit einem Sieg in einer absoluten Topzeit könnte er sich noch für die Olympia-Nominierung ins Gespräch bringen.

Emmanuel Mutai trifft am Sonntag unter anderen auf den Streckenrekordler des Tokio-Marathons. Vor zwei Jahren gewann sein Landsmann Dickson Chumba das Rennen in 2:05:42 Stunden. Seine Bestzeit steht bei 2:04:32. Im vergangenen Jahr war der Kenianer in Tokio Dritter und gewann dann den Chicago-Marathon. Aufgrund seines Sieges in den USA könnte er mit Platz eins in Tokio noch aufschließen zum WMM-Spitzenreiten Eliud Kipchoge. Da die beiden während der WMM-Serie nicht gegeneinander gelaufen sind und es damit keinen direkten Vergleich gibt, müssten in diesem Fall bei Punktgleichheit die sechs Race-Direktoren der WMM-Rennen (Boston, London, Berlin, Chicago, New York und Tokio) in einer Abstimmung den Sieger ermitteln. Theoretisch könnten sie dann auch beide Athleten zu Siegern erklären. Allerdings würde wohl mehr für Eliud Kipchoge sprechen.

Ebenfalls zu beachten sein wird am Sonntag der Olympiasieger: Steven Kiprotich (Uganda) hatte vor einem Jahr in Tokio den zweiten Platz belegt und dabei mit 2:06:33 Stunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt.

Birhane Dibaba hat gute Chancen in Tokio

Wiederholt Birhane Dibaba ihren Vorjahressieg, dann gelingt der erst 22-Jährigen ein ganz großer Coup. Damit würde sie den Jackpot knacken und hätte als World Marathon Majors (WMM)-Siegerin eine halbe Million US-Dollar sicher. Tokio scheint ihr zu liegen: Schon vor zwei Jahren war die Äthiopierin dort Zweite und stellte dabei ihre persönliche Bestzeit von 2:22:30 Stunden auf. Ist sie am Sonntag Zweite wäre sie gleichauf in der WMM-Wertung mit Mare Dibaba und Mary Keitany. Wiederum müsste es zu einer Abstimmung über die Siegerin kommen. Mit Siegen könnten auch Aberu Kebede (Äthiopien) oder Helah Kiprop (Kenia) noch aufschließen zu den derzeit Führenden.

Die schnellste Läuferin im Elitefeld des Tokio-Marathons ist Edna Kiplagat. Die Kenianerin hat eine Bestzeit von 2:19:50 Stunden. Die 36-jährige, zweifache Marathon-Weltmeisterin kam aber zuletzt nicht mehr an ihre besten Zeiten heran. An den Start geht auch die Schweizer Marathon-Rekordlerin Maja Neuenschwander, die sich im vergangenen September in Berlin auf 2:26:49 Stunden verbessert hatte.

Die Favoriten beim Tokio-Marathon
Männer:

Emmanuel Mutai (KEN) 2:03:13
Dickson Chumba (KEN) 2:04:32
Feyisa Lilesa (ETH) 2:04:52
Abel Kirui (KEN) 2:05:04
Eliud Kiptanui (KEN) 2:05:21
Bernard Kipyego (KEN) 2:06:19
Steven Kiprotich (UGA) 2:06:33
Samuel Ndungu (KEN) 2:07:04
Masato Imai (JPN) 2:07:39
Arata Fujiwara (JPN) 2:07:48

Frauen:
Edna Kiplagat (KEN) 2:19:50
Aberu Kebede (ETH) 2:20:30
Shure Demise (ETH) 2:20:59
Birhane Dibaba (ETH) 2:22:30
Amane Gobena (ETH) 2:23:29
Isabellah Andersson (SWE) 2:23:41
Ashete Dido (ETH) 2:23:43
Helah Kiprop (KEN) 2:24:03
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: race-news-service.com 26.02.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Tokio-Marathon 2016.

Lesen Sie auch: Frauenlauf mit Olympia-Feeling
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Marathon
Bitteres Olympia-Aus für Hendrik Pfeiffer
Hendrik Pfeiffer in Düsseldorf

Foto: photorun.net

Verletzungsbedingt verzichtet Hendrik Pfeiffer auf den Olympia-Marathon. Julian Flügel müs... ...mehr

Jetzt drei Distanzen plus Staffeln beim Trail Marathon
Trail Marathon Heidelberg

Foto: Tomás Ortiz-Fernandez

Am 2. Oktober beim vierten Trail Marathon Heidelberg wird es erstmals neben dem Marathon u... ...mehr

Sansar gewinnt zum zweiten Mal in Folge
Remmers-Hasetal-Marathon 2016

Foto: Wolfgang Steeg

Beim 14. Remmers-Hasetal-Marathon in Löningen kämpften die Läufer mit starkem Regen. Rekor... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Birhane Dibaba braucht einen Sieg
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG