Top Themen: Marathon-Trainingspläne | Frankfurt-Marathon | Marathon-Reisen | Berlin-Marathon | Marathon-Kalender | Laufen

Berlin-Marathon 2014 Dennis Kimetto bricht den Marathon-Weltrekord

Schon wieder in Berlin: Dennis Kimetto stellte beim 41. Berlin-Marathon mit 2:02:57 Stunden eine historische Bestmarke im Marathon-Lauf auf.

Berlin-Marathon +
Foto: Norbert Wilhelmi

Dennis Kimetto beim Zieleinlauf seins Weltrekord-Laufs in Berlin.

Die einmalige Berliner Weltrekordserie setzt sich fort: Dennis Kimetto hat beim 41. BMW Berlin-Marathon die nächste Zeitbarriere über die klassische Distanz durchbrochen: Der 30-jährige Kenianer stürmte in der Weltrekordzeit von 2:02:57 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor und erzielte damit die erste Zeit unter 2:03 Stunden über die klassische 42,195-km-Distanz. Es ist bereits der zehnte Weltrekord in der Geschichte des spektakulärsten deutschen Straßenlaufes. Auch der zweitplatzierte Emmanuel Mutai (Kenia) blieb mit 2:03:13 noch zehn Sekunden unter der bisherigen Bestzeit, die der Kenianer Wilson Kipsang mit 2:03:23 vor einem Jahr in Berlin aufgestellt hatte. Mit seiner 30-km-Zwischenzeit von 1:27:37 Stunden – zu diesem Zeitpunkt führte Mutai das Rennen an – stellte er einen 30-km-Weltrekord auf. Dritter wurde in diesem famosen Rennen der Äthiopier Abera Kuma mit 2:05:56. Als bester deutscher Läufer kam Falk Cierpinski (SG Spergau) auf Rang 19 in 2:17:25 Stunden ins Ziel.

Eine Jahresweltbestzeit gab es bei den Frauen: Die Äthiopierin Tirfi Tsegaye gewann das Rennen mit 2:20:18 Stunden und unterbot die bisherige Topzeit der London-Marathon-Siegerin Edna Kiplagat (Kenia) um drei Sekunden. Rang zwei belegte Tsegayes Landsfrau und Trainingspartnerin Feyse Tadese in 2:20:27. Als Dritte folgte Shalane Flanagan, die mit 2:21:14 Stunden den avisierten US-Rekord von 2:19:36 verpasste, jedoch eine persönliche Bestzeit erreichte. Einen persönlichen Rekord erreichte auch Anna Hahner (Gengenbach/Run2Sky), die als Siebente und damit beste Deutsche 2:26:44 Stunden lief. Es gab zwar keine Nordamerika-Bestmarke durch Shalane Flanagan, doch dafür einen Südamerika-Rekord: Ines Melchor (Peru) verbesserte als Achte ihre eigene Bestmarke auf 2:26:48 Stunden.

Bei idealen Wetterbedingungen mit klarem Himmel, so gut wie keinem Wind und Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius gingen 40.004 Läufer aus 130 Nationen an den Start.

Spannendes Rennen beim Berlin-Marathon

Im Rennen der Männer war der erste Favorit, der Äthiopier Tsegaye Kebede, bereits vor der 20-km-Marke zurückgefallen. Eine fünfköpfige Spitzengruppe erreichte dann, geführt von drei Tempomachern, die Halbmarathonmarke in 61:45 Minuten – damit lag die Gruppe exakt im Fahrplan, den Race-Direktor Mark Milde vorgegeben hatte. Als unmittelbar vor der 30-km-Marke die beiden Tempomacher aus dem Rennen gingen, forcierte zunächst Emmanuel Mutai das Tempo. Er lag an der Spitze der Gruppe an diesem Punkt, so dass er den ebenfalls in Berlin aufgestellten 30-km-Weltrekord von Patrick Makau – der Kenianer hatte 2011 eine Zwischenzeit von 1:27:38 – um eine Sekunde unterbot.

Drei Läufer waren dann noch im Rennen um den Sieg und um den Weltrekord. Hinter Kimetto und Mutai lag Geoffrey Kamworor. Doch der kenianische Halbmarathon-Weltmeister verlor kurz nach Kilometer 34 den Kontakt zu seinen Landsleuten und wurde schließlich Vierter in 2:06:39. An der Spitze taktierten Kimetto und Mutai nicht sondern liefen stattdessen weiter volles Tempo. Durch den Zweikampf wurde nun sogar eine Zeit unter 2:03 Stunden möglich. Vier Kilometer vor dem Ziel löste sich dann schließlich Kimetto von Mutai.

Doch er durfte nicht nachlassen, denn der Vorsprung war knapp. Mit 2:02:57 erreichte Kimetto dann das Ziel und war damit fünf Sekunden schneller als sein Landsmann Geoffrey Mutai, der auf der nicht rekordkonformen Strecke von Boston vor drei Jahren 2:03:02 gelaufen war. Den offiziellen Weltrekord von Wilson Kipsang hatte er um 26 Sekunden unterboten. „Ich war zuversichtlich bezüglich des Weltrekordes – vor dem Rennen und auch während des Rennens. Vielleicht kann ich diese Zeit auch nochmals verbessern“, sagte Dennis Kimetto. „Ich freue mich riesig, gewonnen zu haben und den Weltrekord gebrochen zu haben.“
Berlin-Marathon +
Foto: Norbert Wilhelmi

Tirfi Tsegaye gewinnt die Damen-Wertung des Berlin-Marathons.

Falk Cierpinski bester deutscher Läufer beim Berlin-Marathon

Es ist seit 2003 bereits der sechste Männer-Weltrekord in Berlin. Dabei wurde zum dritten Mal eine Zeitgrenze erstmals unterschritten: 2003 erzielte der Kenianer Paul Tergat mit 2:04:55 Stunden die erste Zeit unter 2:05, 2008 erreichte Haile Gebrselassie (Äthiopien) das Ziel in 2:03:59, und nun lief Dennis Kimetto 2:02:57.

Falk Cierpinski musste sich als bester deutscher Läufer mit Rang 19 in 2:17:25 Stunden zufrieden geben. Seine Bestzeit von 2:13:30 war an diesem Tag ohnehin nicht erreichbar. „Ich hatte eine Reihe von Verletzungen und konnte nur zehn bis zwölf Wochen am Stück trainieren – es war dann heute ein Kampf in der zweiten Streckenhälfte“, sagte Falk Cierpinski.

Im Rennen der Frauen lief Shalane Flanagan von Beginn an ihr eigenes Tempo. Geführt von Pacemakern erreichte sie die Halbmarathonmarke nach 69:38 Minuten und war damit auf Kurs für den avisierten Nordamerika-Rekord von 2:19:36. Zu diesem Zeitpunkt lag sie 18 Sekunden vor einem äthiopischen Quartett mit Feyse Tadese, Tirfi Tsegaye, Tadelech Bekele und Abebech Afework. Doch Shalane Flanagan konnte auf der zweiten Hälfte ihr Tempo nicht halten. Kurz nach der 30-km-Marke gingen erst Tsegaye und dann Tadese an ihr vorbei. Doch auch diese beiden konnten das Tempo nicht ganz halten, so dass es nichts wurde mit der avisierten Zeit von unter 2:20 Stunden. Mit 2:20:18 erreichte die 29-jährige Tsegaye aber immerhin eine Jahresweltbestzeit.
Berlin-Marathon Anna Hahner +
Foto: Norbert Wilhelmi

Strahlend im Ziel: Anna Hahner lief persönliche Bestzeit beim Berlin-Marathon.

Anna Hahner mit neuer persönlicher Bestzeit beim Berlin Marathon

Im Gegensatz zu allen anderen unter den Top 10 hielt Anna Hahner ein sehr konstantes Tempo bis ins Ziel. Nach einer ersten Rennhälfte von 1:13:26 erreichte sie 2:26:44. Damit hatte sie ihre Bestzeit, die sie vor einem Jahr in Frankfurt mit 2:27:55 gelaufen war, deutlich unterboten. „Ich habe alles gegeben und bin überglücklich. Ich hatte tolle Pacemaker, und die Stimmung war unglaublich“, sagte Anna Hahner, die in der Liste der schnellsten deutschen Marathonläuferinnen aller Zeiten auf Platz sieben steht. Zeitweise konnte in Berlin nicht einmal ihre Zwillingsschwester Lisa auf dem Fahrrad mithalten – im Bereich der Halbmarathonmarke hatte sie einen Platten und musste das Rad wechseln …

Laufhelden beim Berlin-Marathon

Ganz viel Glück hatten fünf Abonennten der RUNNER´S WORLD. Bei einer Verlosung stellte die Firma Timex fünf kostenlose Startplätze für den Berlin-Marathon, der schon seit Monaten ausgebucht war. Fast 75.000 Menschen hatten sich im Vorfeld beworben, nur rund 40.000 Startplätze wurden ausgegeben. Für die Laufhelden Birgit Wersin, Yvonne Wendt-Scharpf, Dominik Gerhards, Dietmar Bülow und Yves König wurde der Traum vom Marathon in der Hauptstadt allerdings doch noch wahr. Sie waren die fünf glücklichen Gewinner, die aus 480 Teilnehmer ermittelt wurden. "Das war eine schöne Überraschung, als die Mail kam: Sie haben gewonnen und haben eine Startnummer für den Berlin-Marathon!", freute sich Birgit Wersin.

Die Ergebnisse der Laufhelden:

Birgit Wersin: 3:34:35 h
Dominik Gerhards: 3:36:22 h
Dietmar Bülow: 4:08:37 h
Yvonne Wendt-Scharpf: 4:20:50 h
Yves König: DNF

Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: race-news-service.com 29.09.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2017.

Lesen Sie auch: Bornaer Marathon - ein etwas anderer Lauf
Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Marathon
Bornaer Marathon - ein etwas anderer Lauf
Leserreporter Günter Schmidt Bornaer Marathon 2016

Foto: Günter Schmidt

Unser Leserreporter Günter Schmidt lief den 11. Bornaer Marathon 2016. Das Besondere: der ... ...mehr

Frühlingsmarathon im Februar
Sevilla-Marathon

Foto: Juan Jose Ubeda

Für alle, die früh im Jahr einen Marathon laufen wollen, ist der Sevilla-Marathon im Febru... ...mehr

Christian Hottas lief seinen 2.500sten Marathon
Christian Hottas

Foto: eichels: Event

Der 60-jährige Arzt Christian Hottas lief und finishte am Maschsee in Hannover seinen Mara... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Dennis Kimetto bricht den Marathon-Weltrekord
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG