Top Themen: Marathon-Trainingspläne | Frankfurt-Marathon | Marathon-Reisen | Berlin-Marathon | Marathon-Kalender | Laufen

Chicago-Marathon 2015 Dickson Chumba und Florence Kiplagat gewinnen

Doppel-Erfolg für Kenia beim Chicago-Marathon 2015: Dickson Chumba in vergleichsweise langsamen 2:09:25 Stunden und Florence Kiplagat in 2:23:33 siegten.

Chicago-Marathon 2015 Spitzengruppe Männer +
Foto: Bank of America Chicago Marathon

Ohne Tempomacher lief die Spitzengruppe zeitweilig breit verteilt auf der Straße. Der spätere Sieger Dickson Chumba (Vierter von rechts) schaut sich dabei seine Konkurrenten an.

Die Kenianer Dickson Chumba und Florence Kiplagat haben den Chicago-Marathon gewonnen. Bei dem World Marathon Majors-Rennen reichten Chumba dabei 2:09:25 Stunden zum Sieg vor seinen Landsleuten Sammy Kitwara (2:09:50 Stunden) und Sammy Ndungu (2:10:06 Stunden). Die Veranstalter des Rennens – traditionell einer der schnellsten Marathonläufe der Welt – hatten auf den Einsatz von Tempomachern verzichtet, was sich entsprechend in der Qualität der Ergebnisse bemerkbar machte. Mit Ausnahme des Hitze-Rennens von 2007 gab es in Chicago zuletzt 20 Jahre lang so gut wie immer Weltklassezeiten bei den Männern. Dieses Mal findet sich die Männer-Siegzeit trotz guter Wetterbedingungen nicht unter den besten 80 Marathon-Zeiten, die in diesem Jahr weltweit gelaufen wurden. Höherwertiger waren die Ergebnisse beim Frauenrennen. Hier siegte Florence Kiplagat in 2:23:33 Stunden – damit belegt sie in der Liste der schnellsten Zeiten des Jahres Rang 22 – vor den Äthiopierinnen Yebrgual Melese (2:23:43 Stunden) und Birhane Dibaba (2:24:24 Stunden). Rund 40.000 Läufer wurden in Chicago im Ziel erwartet.

Entscheidung auf den letzten zwölf Kilometern

Im Rennen der Männer wollte lange Zeit keiner der Favoriten die Initiative ergreifen. So entwickelte sich ein Lauf ohne hohes Tempo, bei dem die zehnköpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 65:11 Minuten passierte. Erst jenseits der 30-km-Marke kam Bewegung in das Feld. Neben Dickson Chumba waren es dessen Landsmann Sammy Kitwara, der vor einem Jahr Platz zwei mit 2:04:28 Stunden belegt hatte, und der Äthiopier Aberu Kuma, die das Tempo forcierten und sich absetzten. Fünf Kilometer vor dem Ziel brach Kuma ein und fiel noch weit zurück. Am Ende wurde er Neunter mit 2:13:44 Stunden. Auch Kitwara konnte nicht mehr viel länger mithalten mit dem Tempo von Chumba, der im vergangenen Jahr noch vier Sekunden hinter seinem Landsmann mit 2:04:32 Stunden Rang drei belegt hatte. Dieses Mal war er ganz vorne und sicherte sich die Siegprämie von 100.000 US-Dollar.

Schnelle Angangszeit im Frauen-Rennen des Chicago-Marathons 2015

Anders lief das Rennen der Frauen, die sich von Beginn an um Tempo bemühten. Frühzeitig bildete sich eine siebenköpfige Spitzengruppe, die die 5-km-Marke nach 16:34 Minuten erreichte. Damit lagen die Läuferinnen, die angeführt wurden von Florence Kiplagat und der Japanerin Kayoko Fukushi, sogar auf Kurs für eine Zeit von knapp unter 2:20 Stunden. Es war auch in der Folge mehrmals die Japanerin, die das Tempo an der Spitze hoch hielt. Die Halbmarathonmarke erreichte sie schließlich nach 70:27 Minuten. Eine Sekunde hinter ihr folgten Kiplagat sowie die fünf Äthiopierinnen Amane Gobena, Yebrgual Melese, Birhane Dibaba, Mulu Seboka und Meskerem Assefa. Auf der zweiten Hälfte geriet die 2:20-Stunden-Marke jedoch bald außer Reichweite.
Chicago-Marathon 2015 Florence Kiplagat Ziel +
Foto: Bank of America Chicago Marathon

Für eine sehr ungewöhnliche Siegespose sorgte Florence Kiplagat.

Gobena war die erste, die bald nach der 30-km-Marke den Kontakt zur Spitzengruppe verlor. Die anderen sechs blieben noch bis jenseits des 35-km-Punktes zusammen. Dann fielen nacheinander Assefa, Suboka, Fukushi und Dibaba zurück. Kurzzeitig entwickelte sich ein Duell zwischen Kiplagat und Melese, doch die Äthiopierin konnte vor der 40-km-Marke dem Tempo der kenianischen Halbmarathon-Weltrekordlerin (65:09 Minuten) nicht mehr folgen.

Florence Kiplagat sichert sich ihren dritten WMM-Sieg

Für Florence Kiplagat war es der dritte Sieg bei einem World Marathon Majors-Rennen. Zweimal hatte die Kenianerin zuvor den Berlin-Marathon für sich entschieden: 2011 lief sie dort mit 2:19:44 Stunden ihre nach wie vor aktuelle Bestzeit, zwei Jahre später gewann sie mit 2:21:13 Stunden. 2014 war Florence Kiplagat sowohl in London als auch in Chicago Zweite. Nach dem Zieldurchlauf am Sonntag sprang die 28-jährige Kenianerin vor Freude in die Luft, konnte sich dann aber selbst nicht mehr halten und ging zu Boden. Auf der Straße liegend, sorgte sie für eine ungewöhnliche Siegespose.

Auf Platz sieben lief in Chicago die frühere US-amerikanische Weltklasseläuferin Deena Kastor. Die 42-Jährige stellte mit 2:27:47 Stunden Stunden einen US-Masterrekord (Altersklasse ab 40 Jahre) auf.

Männer
1. Dickson Chumba KEN 2:09:25
2. Sammy Kitwara KEN 2:09:50
3. Sammy Ndungu KEN 2:10:06
4. Girmay Birhanu Gebru ETH 2:10:07
5. Luke Puskedra USA 2:10:24
6. Wesley Korir KEN 2:10:39

Frauen
1. Florence Kiplagat KEN 2:23:33
2. Yebrgual Melese ETH 2:23:43
3. Birhane Dibaba ETH 2:24:24
4. Kayoko Fukushi JPN 2:24:25
5. Mulu Seboka ETH 2:24:40
6. Meskerem Assefa ETH 2:25:11
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: race-news-service.com 12.10.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Chicago Marathon 2017.

Lesen Sie auch: Die Favoriten kommen aus der Türkei
Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Marathon
Arne Gabius läuft Hannover-Marathon
Frankfurt-Marathon 2015 Arne Gabius

Foto: photorun.net

Der deutsche Marathon-Rekordler Arne Gabius wird sein nächstes Rennen über die 42,195-km-D... ...mehr

Bornaer Marathon - ein etwas anderer Lauf
Leserreporter Günter Schmidt Bornaer Marathon 2016

Foto: Günter Schmidt

Unser Leserreporter Günter Schmidt lief den 11. Bornaer Marathon 2016. Das Besondere: der ... ...mehr

Frühlingsmarathon im Februar
Sevilla-Marathon

Foto: Juan Jose Ubeda

Für alle, die früh im Jahr einen Marathon laufen wollen, ist der Sevilla-Marathon im Febru... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Dickson Chumba und Florence Kiplagat gewinnen
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG