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Marathon-Zeitverbesserung Einfluss der Gene auf die Marathonbestzeit

Die Gene beeinflussen unsere gesamte Leistungsfähigkeit, so auch die Verbesserung von persönlichen Bestzeiten beim Laufen.

"Im letzten Jahr habe ich mich im Marathon um 30 Minuten auf 3:00 Stunden verbessert. Kann ich auch den Sprung auf 2:30 Stunden schaffen, oder setzt mir da die Genetik Grenzen?"

Ulrich Kniebühl, Erding
Stoppuhr +

Der Körper setzt unserer Leistungsfähigkeit Grenzen.


Dr. med. Andreas Nieß +
Foto: RUNNER´S WORLD

RUNNER'S WOLRD Experte Andreas Nieß

RUNNER'S WORLD-Experte Dr. med. Andreas Nieß antwortet:

Eine Zeit von 2:30 Stunden im Marathon wird selbst nach jahrelangem, gewissenhaft durchgeführtem Training nicht von jedem Läufer erreicht. Es ist durchaus so, dass die genetische Veranlagung eine ganz wesentliche Rolle dafür spielt, wie schnell man laufen kann. Früher hörte man häufig den Satz: „Zum Sprinter wird man geboren, die Ausdauer kann man sich durch hartes Training erarbeiten.“ Mittlerweile geht man aber davon aus, dass auch eine Verbesserung der Ausdauerleistungs­fähigkeit nur innerhalb des von den Erb­anlagen vorgegebenen Rahmens möglich ist. Dabei scheint jedoch nicht nur das bereits ohne Training vorhandene Ausdauerniveau von den Genen beeinflusst zu werden. Auch das Ausmaß, wie sehr man sich durch Training verbessern kann, wie gut man Belastungen im Training toleriert und sich davon erholt, wird wahrscheinlich nicht unwesentlich von den genetischen Vorgaben beeinflusst.

Die Verbesserung Ihrer Bestleistung über die Marathondistanz um eine halbe Stunde innerhalb eines Jahres lässt den Schluss zu, dass Sie eine weitere Steigerung erwarten dürfen, was jedoch einigermaßen vernünftiges Training vorausgesetzt. Das Ausmaß an Verbesserung wird jedoch geringer, je schneller Sie laufen. Ob Sie eine Zeit um 2:30 Stunden erreichen, hängt unter anderem davon ab, wie und wie lange Sie schon systematisch trainieren und in welchem Alter Sie sich befinden. Allerdings ließe sich auch in Kenntnis dieser Vari­ablen keine genaue Aussage ­treffen, was Ihrer Sport­ausübung aber auch einiges an Reiz nehmen würde.
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28.08.2012
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