Top Themen: Marathon-Trainingspläne | Frankfurt-Marathon | Marathon-Reisen | Berlin-Marathon | Marathon-Kalender | Laufen

Berlin-Marathon 2015 Eliud Kipchoge und Emmanuel Mutai gehen in Berlin auf Weltrekordjagd

Eliud Kipchoge und Emmanuel Mutai wollen beim Berlin-Marathon 2015 den Weltrekord angreifen - gibt es in der Hauptstadt den dritten Rekord in Folge?

Führungsgruppe Berlin 2014 +
Foto: photorun.net

Mit dem Fehlen des Vorjahressiegers Dennis Kimetto (links) fehlt der akutelle Weltrekord-Halter. Ob er 2015 abgelöst wird?

Am Sonntag kündigt sich der nächste superschnelle Berlin-Marathon an: Eliud Kipchoge will zusammen mit seinem Trainingspartner Emmanuel Mutai den Weltrekord angreifen, den ihr kenianischer Landsmann Dennis Kimetto erst vor einem Jahr in der deutschen Hauptstadt auf 2:02:57 Stunden verbessert hatte. Kichoge und Mutai sind zwei von vier Athleten, die mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden ins Rennen gehen – eine solche Breite in der absoluten Spitze gab es in der Geschichte des BERLIN-MARATHON, die 1974 im Grunewald begann, noch nie. 41.224 Läufer aus 127 Nationen wurden für den spektakulärsten deutschen Straßenlauf vom Veranstalter zugelassen.

Das Rennen der Männer: Fällt der dritte Weltrekord in Folge?

Zuletzt zweimal in Folge und dreimal in den vergangenen vier Jahren wurde in Berlin ein Weltrekord aufgestellt, fünf globale Bestzeiten gab es seit 2007 im Männerrennen. Das ist eine einmalige Bilanz in der Geschichte des Marathonlaufes. Seit zwölf Jahren – damals rannte der Kenianer Paul Tergat in Berlin mit 2:04:55 Stunden als erster unter 2:05 Stunden – hat Berlin den Weltrekord quasi „gepachtet“. Nirgendwo anders fiel seitdem eine globale Bestzeit.

Wenn sich die besten Marathonläufer der Welt für einen Start in Berlin entscheiden und nicht für eines der Rennen, die deutlich höhere Prämien und Startgelder bieten, haben sie vor allem eines im Sinn: schnelle Zeiten und einen Angriff auf den Weltrekord. Dieses Profil passt auf Eliud Kipchoge und Emmanuel Mutai. Kipchoge hat seit seinem zweiten Platz in Berlin 2013 alle seine folgenden großen drei Marathonrennen gewonnen: Rotterdam im Frühjahr 2014, Chicago im Herbst 2014, wo er unter anderem den äthiopischen Superstar Kenenisa Bekele hinter sich ließ, und schließlich im April den bestbesetzten City-Marathon des Jahres in London. Seine Berliner Bestzeit aus 2013 (2:04:05 Stunden) konnte Kipchoge bei seiner Siegserie nicht unterbieten, doch der 30-jährige Kenianer führt mit 2:04:42 Stunden die Jahresweltbestenliste an. Er ist zurzeit der Läufer, den es zu schlagen gilt.
Kimetto und Mutai Berlin 2014 +
Foto: photorun.net

Letztes Jahr konnte Emanuel Mutai auch als Zweiter den alten Weltrekord unterbieten.

Emmanuel Mutai blieb 2014 als Zweiter ebenfalls unter dem alten Weltrekord

Eliud Kipchoge trifft allerdings auf starke Konkurrenz. Zuerst ist hier Emmanuel Mutai zu nennen, der drittschnellste Marathonläufer aller Zeiten. Mutai war im vergangenen Jahr in Berlin Zweiter hinter dem Weltrekordler Dennis Kimetto (2:02:57 Stunden) und lief herausragende 2:03:13 Stunden. Damit blieb Mutai ebenfalls noch unter dem alten Weltrekord. In diesem Frühjahr war der ebenfalls 30-jährige Kenianer nicht in Bestform. In London reichte es im April nur zu Rang elf in 2:10:54 Stunden. Doch das kann am Sonntag ganz anders sein.

Auch Geoffrey Mutai weiß, wie man den Berlin-Marathon gewinnt

Der zweite große Konkurrent von Kipchoge könnte in Berlin Geoffrey Mutai sein, der nicht mit Emmanuel Mutai verwandt ist. Er lief beim Boston-Marathon 2011 einen sensationellen Streckenrekord von 2:03:02 Stunden. Da die dortige Punkt-zu-Punkt-Strecke nicht die Kriterien für die Anerkennung von Rekorden erfüllt, konnte diese Zeit nicht als Weltrekord gelistet werden. Mutai hält übrigens nicht nur den Boston- sondern auch den New York-Marathon-Streckenrekord mit beachtlichen 2:05:06 Stunden. Den BMW Berlin-Marathon hat er ebenfalls bereits gewonnen: Nach einem zweiten Platz 2010 siegte er 2012 mit 2:04:15 Stunden. An seine besten Zeiten kam der 33-Jährige seitdem nicht mehr heran. Doch auf der schnellen Berliner Strecke könnte sich Geoffrey Mutai zurückmelden.

Während vieles in Berlin für einen erneuten Sieg eines Kenianers spricht, kann aber auch ein Äthiopier eine sehr starke Rolle spielen: Feyisa Lelisa lief seine Bestzeit von 2:04:52 Stunden vor drei Jahren in Chicago, wo er als Zweiter ins Ziel kam.

André Pollmächer gilt als stärkster Deutscher in Berlin

André Pollmächer (Rhein Marathon Düsseldorf) ist der aussichtsreichste deutsche Läufer im Männerfeld. Vor zwei Jahren stellte er in Berlin mit 2:13:05 Stunden seine Bestzeit auf, dann lief er auf einen starken achten Platz bei den Europameisterschaften in Zürich 2014. Nun kommt er nach Berlin zurück, um die Olympianorm von 2:12:15 Stunden zu unterbieten.

Drei weitere deutsche Topläufer gehen am Sonntag ins Rennen: Falk Cierpinski (SG Spergau) lief das beste Marathonrennen seiner Karriere in Berlin. Das allerdings ist inzwischen schon einige Jahre her. 2008 erreichte er 2:13:30 Stunden. In der Folge stoppten ihn immer wieder Verletzungen oder Krankheiten. Doch Falk Cierpinski gibt nicht auf: „Ich möchte meine persönliche Bestzeit noch unterbieten“, sagte der 37-Jährige, nachdem er im Frühjahr beim Hannover-Marathon aufgrund von Muskelproblemen das Rennen vorzeitig beendet hatte.

Julian Flügel (TSG 08 Roth) lief im vergangenen Jahr in Hamburg sein Marathon-Debüt und erreichte dabei mit 2:15:39 Stunden eine für deutsche Verhältnisse ordentliche Zeit. Der frühere Bahn-Langstreckler steigerte sich dann in Frankfurt im Herbst auf 2:14:20 Stunden. Vielleicht gelingt dem 29-Jährigen auf der schnellen Berliner Strecke eine weitere Verbesserung.

Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) will am Sonntag erstmals das Ziel eines Marathons erreichen, nachdem er bei seinem Debüt in Frankfurt vor einem Jahr vorzeitig ausgestiegen war. Gelingt ihm eine Zeit unter 2:15 Stunden wäre dies schon ein Erfolg.
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: race-news-service.com 22.09.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2017.

WEITERLESEN
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Das Rennen der Frauen

Seite 1: Eliud Kipchoge und Emmanuel Mutai gehen in Berlin auf Weltrekordjagd
Seite 2: Das Rennen der Frauen

Lesen Sie auch: Die Favoriten kommen aus der Türkei
Berlin-Marathon 2015
Berlin-Marathon 2015Kipchoge und Mutai auf Weltrekordjagd

Eliud Kipchoge und Emmanuel Mutai wollen beim Berlin-Marathon 2015 den Weltrekord angreifen - gibt es in der Hauptstadt den dritten Rekord in Folge? ...mehr

Foto: photorun.net
Berlin-Marathon 2015André Pollmächer startet in Berlin

André Pollmächer wird am 27. September beim Berlin-Marathon 2015 starten. Dort will er sich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio qualifizieren.  ...mehr

Foto: photorun.net
Zum dritten MalAnna Hahner startet beim Berlin-Marathon 2015

Anna Hahner wird zum dritten Mal beim Berlin-Marathon starten. Dabei wird sie unter anderem auf die Laufgrößen Aberu Kebede und Gladys Cherono treffen. ...mehr

Foto: photorun.net
Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Marathon
Arne Gabius läuft Hannover-Marathon
Frankfurt-Marathon 2015 Arne Gabius

Foto: photorun.net

Der deutsche Marathon-Rekordler Arne Gabius wird sein nächstes Rennen über die 42,195-km-D... ...mehr

Bornaer Marathon - ein etwas anderer Lauf
Leserreporter Günter Schmidt Bornaer Marathon 2016

Foto: Günter Schmidt

Unser Leserreporter Günter Schmidt lief den 11. Bornaer Marathon 2016. Das Besondere: der ... ...mehr

Frühlingsmarathon im Februar
Sevilla-Marathon

Foto: Juan Jose Ubeda

Für alle, die früh im Jahr einen Marathon laufen wollen, ist der Sevilla-Marathon im Febru... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Eliud Kipchoge und Emmanuel Mutai gehen in Berlin auf Weltrekordjagd
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG