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Transruinaulta 2015 Fast 2.000 Läufer über Stock und Stein

Beat Ritter und Kathrin Götz sind die Schluchtenkönige 2015. Nach souveränen Siegen beim Transruinaulta verteidigten sie ihren Vorsprung tags darauf beim Transviamala.

Transruinaulta 2015 +
Foto: Transruinaulta / Transviamala

Beim Transruinaulta und Transviamala über 42 und 19 Kilometer sah man den Läufern den Spaß an der Herausforderung sichtlich an.

„Heute konnte ich es so richtig genießen“, sagten Beat Ritter und Kathrin Götz unabhängig voneinander. 61 Kilometer hatten sie in den Beinen, aufgeteilt auf zwei Etappen. Den Großteil meisterten sie am Samstag anlässlich des zweiten Transruinaulta. Der mit 1.800 Höhenmetern garnierte Trailmarathon führte sie am Samstag, den 24. Oktober bei Top-Bedingungen von Ilanz durch eine reizvolle Gegend mit der imposanten Rheinschlucht als Herzstück nach Thusis. Beat Ritter (3:21:19 Stunden) und Kathrin Götz (3:51:38 Stunden) erarbeiteten sich dabei ein beruhigendes Polster von acht beziehungsweise 14 Minuten. Den Vorsprung verteidigten sie im zweiten Teil des Renn-Wochenendes souverän und durften sich am Sonntag im beschaulichen Donat von einer begeisterten Menschenmenge als Schluchtenkönige feiern lassen.

Die schönsten Bilder vom Transruinaulta und Transviamala 2015 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Zuvor mussten die beiden Sieger – genauso wie alle anderen, die für die Kombiwertung gemeldet waren - zusätzliche 19 Kilometer mit 750 Höhenmetern zurücklegen. Konkret beim 14. Transviamala, dessen Schmuckstück die mystische Viamala-Schlucht darstellt. Schon sechs Mal wurde er zum schönsten Schweizer Lauf gekürt. Eine Auszeichnung, die der Engadiner Beat Ritter nach seinem Premierenstart und knapp 24 Stunden nach seinem zweiten Triumph in Folge am Transruinaulta bestätigte. „Der Lauf ist hervorragend organisiert, die Streckenführung sehr abwechslungsreich und die Helfer ausgesprochen freundlich“. 4:43:36 Stunden benötigte der Engadiner für die insgesamt 61 Kilometer und über zweieinhalb tausend Höhenmeter. Die Siegerin Kathrin Götz wurde mit 5:28:25 Stunden gestoppt.

Mit der Tiba auf die Strecke des Transruinaulta und Transviamala 2015 geschickt

Auf die attraktiven Strecken geschickt wurden die Sportler mittels Einzel- (Transruinaulta) respektive Massenstart (Transviamala) mitten im jeweiligen Ortszentrum. Als Startsignal bliesen der Gemeindepräsident Aurelio Casanova (Ilanz) und die Frau Gemeindeammann Claudia Kleis-Kümin (Thusis) die Tiba, wie sich das traditionelle Hirteninstrument nennt. Musikalische Darbietungen an den beiden Anlässen gab überdies die Alphorngruppe Flims. Ganz speziell gefielen diese Töne den ausländischen Teilnehmern, die aus zehn Ländern anreisten.

Mit Michael Wichmann befand sich unter ihnen ein Ausdauersportler, der in einem Schottenrock lief und Geld für einen karitativen Zweck sammelte. Für den Hobbyathleten aus Berlin, wie auch die anderen Teilnehmenden, stand – analog der Philosophie der Veranstaltungen – das Erlebnis im Vordergrund. Und dieses war, wie es Kathrin Götz stellvertretend ausdrückte, „unübertrefflich“. An den beiden Wettkampftagen, mit denen die Solothurnerin ihre Saison beschloss, war sie knapp fünfeinhalb Stunden in den Laufschuhen unterwegs. Nach der unangefochtenen Bestzeit am Transruinaulta musste sie sich am Transviamala der vermeintlichen Kronfavoritin und letztlich Gesamt-Zweiten Emma Pooley aus Hausen am Albis geschlagen geben. Pooley brauchte für die beiden Läufe zusammen mit 5:43:14 Stunden knapp 15 Minuten länger als die Siegerin. Noch unter sechs Stunden schaffte die Drittplatzierte die Herausforderung. In 5:58:04 Stunden schaffte Brigitte Eggerling die insgesamt 61 Kilometer an beiden Tagen.

Siegerin mit Hattrick beim Transviamala 2015

Die Olympia-Silbermedaillengewinnerin (2008 im Zeitfahren) und dreifache Weltmeisterin (einmal Zeitfahren, zweimal Duathlon) ihrerseits realisierte den klassischen Hattrick am Transviamala. „Jeder Sieg ist toll – egal ob ich ihn an einer Weltmeisterschaft oder am Transviamala realisiere“, meinte die Profisportlerin. Nur: „Der Transviamala ist schöner als jede WM“, ergänzte sie mit einem Schmunzeln.

Elfeinhalb Minuten Vorsprung für den Beat Ritter

Zwei Bezwinger auf dem Weg von Thusis nach Donat fand Beat Ritter - er musste sich Arnold Aemisegger (FL-Triesenberg) und dem Vorjahresgewinner Livio Bieler (Bonaduz) geschlagen geben. Gleichwohl bilanzierte er in der Endabrechnung mit der Gesamtzeit von 4:43:36 Stunden eine komfortable Reserve von elfeineinhalb Minuten auf Daniel Bolt (Schiers). Mit 4:55:03 Stunden blieb auch Bolt noch unter der 5-Stunden-Grenze. Platz drei in der Kombiwertung ging mit 5:06:56 Stunden an Iwan Schwarz.

Um die 542 Läufer des Trailmarathons am Samstag kümmerten sich 210 Helfer, beim Transviamala waren es 250 Helfer, die den 1.431 Läufern eine reibungslose Organisation boten.
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27.10.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Transruinaulta Trailmarathon 2017.

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