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Podcast Berlin-Marathon 2012 Fitschen: "Ich kann auch Marathon laufen"

Beim BMW Berlin-Marathon 2012 rannte Jan Fitschen in 2:13:10 Stunden persönliche Bestzeit. Im Interview spricht er über den Druck vorher und seine weiteren Pläne.



Jan, hattest Du schon Zeit, Bilanz zu ziehen nach Deiner Leistung? Was hast Du gelernt?

Jan Fitschen: So richtig viel Zeit noch nicht. Wir haben die Zeit erstmal damit zugebracht, einfach nur wild zu feiern. Aber so nach und nach sackt das natürlich schon. Ich bin einfach nach wie vor total begeistert und freu mich darüber, dass ich durch dieses Rennen, durch diese neue Zeit, die ich jetzt stehen habe, einfach die Möglichkeit hab, den Marathon noch ein paar Jahre zu betreiben, dass ich jetzt wirklich sehe: Ich kann das, auch Marathon laufen. Das ist ja nicht selbstverständlich, dass man das als Bahnläufer hinbekommt. Und jetzt weiß ich, ich kann das und kann mich da auch noch entwickeln und schneller laufen.

Was ist der nächste Schritt, um Dein Potential weiterzuentwickeln?

Jan Fitschen: Der nächste Schritt ist, dass man versucht, im Training die Intensitäten und eventuell auch die Umfänge ein bisschen hochzuschrauben, ohne Verletzungsprobleme zu riskieren. Und dann einfach beim nächsten Marathon wieder vielleicht nicht so einen Riesenschritt nach vorne zu machen wie jetzt vom letzten Marathon auf diesen, aber einfach noch mal eine neue Bestzeit zu rennen und dabei in Richtung 2:12 anzugreifen oder vielleicht knapp darunter und zu probieren, noch mal so einen perfekten Tag zu erwischen wie diesen und dann sogar mit noch besserer Form dazustehen.

Waren die Bedingungen jetzt in Berlin ideal für Dich?

Jan Fitschen: Für mich waren die Bedingungen top, weil ich auch vom Wind nicht so sonderlich viel mitbekommen habe. Ein paar von den anderen Athleten hatten da ja doch zu kämpfen, aber ich hatte das große Glück, dass die Tempomacher super mitgespielt haben. Ich konnte mich auf den windigen Stücken verstecken und hinter ihnen her rennen. So hatte ich das Gefühl, wir hätten ständig Rückenwind gehabt.

Wie sieht für Dich der Tag nach diesem Rennen aus?

Jan Fitschen: Nach dem Tanzen und nach dem Laufen gestern ist heute mit Jogging nicht so viel, da tun mir die Beine zu sehr weh. Ich werde mit meiner Frau Berlin anschauen, etwas einkaufen. In der nächsten Woche mache ich die ein oder andere Massage und Alternativtraining, danach geht es erstmal für drei Wochen in den Urlaub, um die Beine und ganz besonders den Kopf zu entspannen. Vor diesem Rennen hab ich mir doch sehr viel Druck gemacht, weil ja meine weitere Laufkarriere auch davon abhing. Daher freue ich mich jetzt sehr, dass ich abschalten und mich komplett erholen kann.

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank.

Podcast: race-news-service.com/Andy Edwards
Foto: Norbert Wilhelmi
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01.10.2012

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2018.

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