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Größter Marathon der Welt Hochkarätige Zweikämpfe beim New-York-Marathon

Mit Spannung werden die Duelle zwischen Geoffrey Mutai und Wilson Kipsang sowie Edna Kiplagat und Mary Keitany in New York erwartet. Außerdem geht es um den mit 500.000 Dollar prämierten Gewinn der WMM-Serie.

Geoffrey Mutai 2013 +
Foto: photorun.net

Geoffrey Mutai, hier bei seinem Sieg 2013, kann den dritten New-York-Marathon in Folge gewinnen.

Der Streckenrekordler Geoffrey Mutai, der vor wenigen Wochen in Berlin entthronte Weltrekordler Wilson Kipsang, die zweifache Weltmeisterin Edna Kiplagat und Mary Keitany, die nach einer Schwangerschaftspause ihren ersten Marathon laufen wird, sind die herausragenden Athleten beim New-York-Marathon, der am kommenden Sonntag stattfindet. Alle vier kommen aus Kenia.

New-York-Marathon bricht alle Rekorde

Beim größten Marathon der Welt, bei dem im vergangenen Jahr die Rekordzahl von 50.062 Läufer das Ziel im Central Park erreichten, hat das Duell zwischen Mutai und Kipsang aber noch eine zusätzliche Brisanz: Nur mit einem Sieg kann Kipsang die World Marathon Majors (WMM)-Serie und die damit verbundene Prämie von 500.000 Dollar gewinnen. Gelingt ihm dies nicht streicht Mutais Trainingspartner Dennis Kimetto, der in Berlin vor einem Monat den Weltrekord von Kipsang auf 2:02:57 Stunden verbesserte, den Jackpot ein.

Angesprochen auf die Konstellation in der WMM-Serie 2013-2014, die in New York am Sonntag endet, sagte der Manager der drei beteiligten Athleten Mutai, Kipsang und Kimetto, der Holländer Gerard van de Veen, nach dem Berlin-Marathon: „Jetzt muss Dennis wohl mit Geoffrey sprechen ...“ Van de Veen kann es letztlich egal sein und er hält sich neutral, schließlich vertritt er alle drei Athleten.

Geoffrey Mutai in bestechender Form

Mutai ist der Mann, der Kimetto entdeckt hat und der ihn bei dessen Marathon-Debüt in Berlin vor zwei Jahren führte. Am Ende siegte Mutai nur einen Schritt vor Kimetto und sicherte sich dadurch den WMM-Jackpot. Jetzt könnte er mit einem Sieg in New York, wo er 2011 mit 2:05:06 Stunden einen famosen Streckenrekord aufstellte und dann im vorigen Jahr in 2:08:24 seinen Titel verteidigte (2012 fiel das Rennen wetterbedingt aus), seinem Freund den Jackpot bescheren. Im Frühjahr kam Geoffrey Mutai in London nicht über Rang sechs hinaus, doch in einem Testrennen in Prag über 10 km zeigte er Anfang September glänzende Form. Mit 27:32 Minuten erzielte er ein hochklassiges Ergebnis. „Diese Zeit erreicht zu haben, gibt mir Zuversicht“, sagte Geoffrey Mutai im Hinblick auf den Marathon. „New York ist ein spezieller Ort für mich. Ich will hier zum dritten Mal gewinnen.“

Erweiterter Favoritenkreis beim New-York-Marathon

Dagegen lief Wilson Kipsangs letztes Rennen nicht nach Plan. Beim Halbmarathon am Wörthersee musste der Kenianer nach 14 km verletzungsbedingt aus dem Rennen gehen. Es war offenbar nichts schwerwiegendes, doch seine Form ist dadurch schwer einschätzbar. Mit Lelisa Desisa (2:04:45) und Gebre Gebremarian (beide Äthiopien/2:04:53) sind zwei weitere Athleten mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden im Rennen. Zu beachten sein wird aber auch Peter Kirui. Der Kenianer lief 2011 in Frankfurt seine Bestzeit mit 2:06:31. Nach einem beeindruckenden Sieg beim Prag-Halbmarathon im Frühjahr mit 59:22 Minuten hat er sich langfristig auf einen Herbstmarathon vorbereitet. Ebenfalls im Rennen ist Meb Keflezighi (USA), der im April sensationell den Boston-Marathon gewonnen hatte. Nur wenige Wochen nach Berlin läuft Falk Cierpinski (SG Spergau) einen zweiten Marathon – das ist eine harte Belastungsprobe auf einem schweren Kurs, so dass man keine besonderen Erwartungen haben darf.

Spannendes Frauenrennen beim New-York-Marathon

Bei den Frauen musste Titelverteidigerin Priscah Jeptoo (Kenia) verletzt passen. Dafür startet die Siegerin des Rennens von 2010, Edna Kiplagat. Die Kenianerin ist die zweimalige Marathon-Weltmeisterin (2011 und 2013). Sie gewann zudem in diesem Jahr den London-Marathon und hat eine Bestzeit von 2:19:50. Schärfste Gegnerinnen von Kiplagat dürften die in New York lebende Äthiopierin Buzunesh Deba (Bestzeit: 2:19:59) und Mary Keitany sein. Die Kenianerin läuft ihren ersten Marathon seit Olympia in London 2012, wo sie Vierte wurde.

Keitany, die eine Bestzeit von 2:18:37 aufweist, wurde im vergangenen Jahr zum zweiten Mal Mutter und hat sich inzwischen erfolgreich zurückgemeldet. Mit 65:39 Minuten brach sie beim Halbmarathon in Newcastle den Streckenrekord der Britin Paula Radcliffe und erzielte die zweitbeste je gelaufene Zeit über diese Distanz. Allerdings lag Keitany die wellige New Yorker Strecke bisher nicht. Bei ihren Rennen in Big Apple wurde sie 2010 und 2011 jeweils Dritte und hatte Schwierigkeiten. Mit Desiree Linden (USA/2:22:38) ist auch bei den Frauen eine Amerikanerin dabei, die weit vorne mitlaufen kann. Die WMM-Wertung ist allerdings bei den Frauen schon entschieden. Hier steht Rita Jeptoo (Kenia) als Siegerin fest.
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Autor: race-news-service.com 29.10.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum New-York-Marathon 2017.

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