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Hoffnung auf Newcomer Hohe Ziele beim Dubai-Marathon

Weil die eingeplanten Marathonstars Mosop und Lel beim Dubai-Marathon am 25. Januar absagen mussten, setzen die Organisatoren auf starke Newcomer.

 Dubai-Marathon +
Foto: photorun.net

Am frühen Morgen fällt der Startschuss in Dubai, damit es für die Läufer nicht zu warm wird.

In Dubai schießen die Wolkenkratzer nach wie vor wie Pilze aus dem Boden – und ähnliches könnte auch für die Weltklasse-Marathonläufer gelten. Es ist durchaus möglich, dass am Freitag wieder neue Namen auftauchen von Läufern, die in die Marathon-Weltspitze stürmen. Vor einem Jahr triumphierte der zuvor praktisch unbekannte Äthiopier Ayele Abshero mit einer Streckenrekordzeit von 2:04:23 Stunden, mit der er in der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten einen sechsten Platz einnimmt.

Race-Direktor Peter Connerton setzt bei der 14. Auflage des Standard Chartered Dubai-Marathons auch auf Newcomer. „Im Marathon ist die Entwicklung in den letzten Jahren so, dass immer neue Läufer sich in den Vordergrund schieben. Wir haben am Freitag einige junge Athleten im Elitefeld“, sagte Peter Connerton während der Pressekonferenz in Dubai am Mittwoch. Der aus Irland stammende Race-Direktor musste zugleich aber die kurzfristigen Absagen zweier Stars hinnehmen: Kenias Favorit Moses Mosop muss aus privaten Gründen passen und sein Landsmann Martin Lel fällt aufgrund einer Oberschenkelverletzung aus. Mosop war vor zwei Jahren in Boston auf einer allerdings nicht rekordtauglichen Strecke mit 2:03:06 Stunden die zweitschnellste Zeit aller Zeiten gelaufen. Lel gewann dreimal den London-Marathon sowie zweimal in New York.

Während Mosop und Lel in Dubai am Freitagmorgen nicht zu sehen sein werden, kann es passieren, dass man insgesamt auch nicht viel sehen wird – dies allerdings in einem anderen Zusammenhang. Denn in Dubai war es in den vergangenen Nächten extrem nebelig. Von Hochhäusern war nichts mehr zu sehen. Sollten derartige Bedingungen auch am Freitagfrüh zur Startzeit um 7 Uhr herrschen, würden die TV-Übertragung und der erstmals geplante Live-Stream im Internet stark beeinträchtigt.
Nirgendwo anders gibt es bei einem Marathon ein derart hohes Preisgeld wie in Dubai. Insgesamt 800.000 US-Dollar an Prämien werden ausgeschüttet – diese verteilen sich auf die Ränge eins bis zehn bei Männern und Frauen. Alleine 200.000 Dollar erhalten jeweils die beiden Sieger. „Im Jahr 2008 haben wir entschieden, das Preisgeld deutlich zu erhöhen und stattdessen kein Antrittsgeld zu zahlen. Wir wollen die Läufer für den richtigen Zweck am Start haben (dass sie fit sind und eine gute Leistung zeigen können, d. Red.). Diese Veränderung hat sich für uns ausgezahlt und uns in der Entwicklung des Rennens weit nach vorne gebracht. Wir haben seitdem deutlich bessere Resultate und wesentlich mehr mediale Aufmerksamkeit“, erklärte Peter Connerton. Im vergangenen Jahr sah der Dubai-Marathon sein spitzensportlich bisher bestes Rennen: Vier Männer liefen unter 2:05 Stunden, drei Frauen blieben unter 2:20. Aselefech Mergia (Äthiopien), die am Freitag ebenso wie Ayele Abshero verletzungsbedingt fehlt, gewann mit 2:19:31. Eine derartige Breite in der Spitze hatte es bei einem Marathonrennen nie zuvor gegeben. Es sind solche Ergebnisse, die die Organisatoren anpeilen.

Der Mann mit der schnellsten Bestzeit im Rennen ist am Freitag Yemane Tsegay. Der Äthiopier gewann im vergangenen Jahr den Rotterdam-Marathon in 2:04:48 Stunden, nachdem er zuvor in Dubai als Zehnter 2:06:27 gelaufen war. Im Oktober startete er dann in Frankfurt, stieg aber bei eiskaltem Wetter nach 25 km aus. „Es geht nicht so sehr um die Gegner“, erklärte Yemane Tsegay, angesprochen auf die fehlenden Moses Mosop und Martin Lel, „sondern um die Distanz – die Streckenlänge ist das Schwierige. Ich bin hier im vergangenen Jahr gut gelaufen, aber alle anderen auch, dadurch war ich nur Zehnter. In Rotterdam habe ich dann gezeigt, was ich kann. Aber ich glaube, die Strecke in Dubai ist schneller und ich bin in besserer Form als damals.“

Während zu den Konkurrenten von Yemane Tsegay unter anderen die Top-Marathonläufer Tadesse Tola (Äthiopien/Bestzeit: 2:05:10), Dadi Yami (Äthiopien/2:05:41), Philip Sanga (Kenia/2:06:07) oder Sisay Jisa (Äthiopien/2:06:27) gehören, könnten eine Reihe von Debütanten ganz vorne mitlaufen. Allen voran gilt dies für Moses Masai. Der 26-jährige Kenianer hatte bei der WM in Berlin 2009 eine Bronzemedaille über 10.000 m gewonnen. Im Wettkampf ist er bisher noch nie länger als 15 km gelaufen, doch das muss nichts heißen, sofern er entsprechend trainiert hat. Bernard Koech (Kenia/Halbmarathon-Bestzeit: 59:10), Lelisa Desisa (Äthiopien/59:30) und Mike Kigen (Kenia/59:58) sind weitere Debütanten, denen eine starke Leistung zuzutrauen ist.

Auch im Feld der Frauen können Newcomer ganz vorne mitmischen: Mit Wude Ayalew startet hier ebenfalls die 10.000-m-WM-Dritte von 2009. Die Äthiopierin hat eine Halbmarathon-Bestzeit von 67:58 Minuten. Noch etwas schneller und aktuell gut in Form ist ihre Landsfrau Belaynesh Oljira. Die 10.000-m-Olympia-Fünfte von London 2012 erreichte über die „halbe Distanz“ bisher sehr gute 67:27 Minuten und gewann vor kurzem bei schlechten Wetterbedingungen den Houston-Halbmarathon mit 68:26.

Favorisiert sind jedoch andere am Freitagmorgen: Tirfi Tsegaye lief im vergangenen Jahr in Berlin als Zweite 2:21:10 Stunden, Mamitu Daska ist die Frankfurt-Marathon-Siegerin des Jahres 2011 mit 2:21:59 und Koren Jelela (alle Äthiopien) gewann 2011 in Toronto mit 2:22:43.
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Autor: race-news-service.com 20.01.2013

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dubai-Marathon 2015.

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