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LIDOMA IX Essen 2017 Marathon im Weltkulturerbe

Der LIDOMA IX war ein ganz besonderer Marathon. Die neunte Austragung des außergewöhnlichen Laufes fand auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen statt.

LIDOMA IX Essen 2017 +
Foto: Wolfgang Steeg

Die gut 3,5 Kilometer lange Runde führte mitten durch die Zeche Zollverein.

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Marathon

Laufen-in-Dortmund-Marathon, dafür steht LIDOMA. Dass die neunte Ausgabe dabei in Essen stattfand, sollte am Namen nichts ändern. Der kleine und familiär organisierte Marathon fand nach den außergewöhnlichen Austragungsorten wie eine Motocrossbahn, einem Maislabyrinth und verschiedenen Parkanlagen am Sonntag, den 2. Juli auf dem Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein in Essen statt. Das Teilnehmerfeld war auf rund 80 Läufer begrenzt. Zwölf abwechslungsreiche Runden – unter anderem mit mehreren hundert Treppenstufen gespickt – waren zu absolvieren. 71 Läufer konnten den Marathon finishen.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Wolfgang Steeg beim LIDOMA IX in Essen vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Marathon finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Zwischen rostigen Rohrleitungen und Förderbändern, unter Fördertürmen hindurch und dicht vorbei an der immer noch nach Ruhrgebiet duftenden Kokerei ging es für die gut 80 Teilnehmer auf zwölf Runden über das gesamte Gelände der Zeche Zollverein. Auch eine Bergehalde war genauso Bestandteil der Strecke wie viele Untergrund-Wechsel. Damit war fast sichergestellt, dass den Teilnehmern auf den Runden nicht langweilig wird, als diese um neun Uhr losgeschickt wurden.

Spontaner Kleidungswechsel nach dem Regenschauer

Der Marathon begann für die Teilnehmer wolkig und trocken bei knapp 20 Grad. Doch nach rund zwei Stunden ließ der auf elf Uhr vorhergesagte Regen nicht lange auf sich warten und sorgte nur fünf Minuten später für eine zusätzliche Abkühlung von oben. Für die 83 Starter war das allerdings eine fast willkommene Abkühlung, hatte das Thermometer doch mittlerweile die 25-Grad-Marke erreicht. Nach dem Schauer wurde kurzerhand die Kleidung gewechselt, die sich in den Starterbeuteln im überdachten Start-Ziel-Bereich befand und leicht zu erreichen war. Neben den Starterbeuteln befand sich dort auch eine üppige Verpflegung mit allen erdenklichen Snacks und Getränken. Wie bei vielen vergleichbaren, kleineren und privat organisierten Marathon- und Ultra-Veranstaltungen, planen und helfen hier Läufer mit, die die Wünsche der Teilnehmer genau kennen.
LIDOMA IX Essen 2017 +
Foto: Wolfgang Steeg

Die Stimmung unter den Läufern war durchweg positiv.

Spontaner Kleidungswechsel nach dem Regenschauer

Der Marathon begann für die Teilnehmer wolkig und trocken bei knapp 20 Grad. Doch nach rund zwei Stunden ließ der auf elf Uhr vorausgesagte Regen nicht lange auf sich warten und sorgte für eine zusätzliche Abkühlung von oben. Für die 83 Starter war das allerdings eine fast willkommene Abkühlung, hatte das Thermometer doch mittlerweile die 25-Grad-Marke erreicht. Nach dem Schauer wurde kurzerhand die Kleidung gewechselt, die sich in den Starterbeuteln im überdachten Start-Ziel-Bereich befand und leicht zu erreichen war. Neben den Starterbeuteln befand sich dort auch eine üppige Verpflegung mit allen erdenklichen Snacks und Getränken. Wie bei vielen vergleichbaren, kleineren und privat organisierten Marathon- und Ultra-Veranstaltungen, planen und helfen hier Läufer mit, die die Wünsche der Teilnehmer genau kennen.

Abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke durch die Zeche Zollverein

Der Verlauf der Laufstrecke über das Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein in Essen verlangte den Startern einiges ab. Die Strecke war nicht gesperrt und erforderte Aufmerksamkeit. Viele enge Kurven, teilweise auf Schotter oder altem Kopfsteinpflaster, erlaubten keine unbedachten Sprinteinlagen. Kleine Anstiege und Treppenstufen forderten die Läufer auf jeder Runde aufs Neue.

Im weiteren Verlauf des Rennens kam dann allerdings doch noch die Sonne zum Vorschein. Und mit der Wärme konnten die Läufer etwas Besonderes wahrnehmen. Zwischen den alten Gebäuden der Kokerei hing der Geruch von Kohle und Teer, wie man ihn von alten Eisenbahnschwellen kennt. Und obwohl der Betrieb lange stillgelegt ist, konnte man im Schatten der Koksöfen einen Hauch der alten Zeit einatmen und sich von den gewaltigen Stahlkonstruktionen der Koks- und Gasproduktion beeindrucken lassen.
LIDOMA IX Essen 2017 +
Foto: Wolfgang Steeg

Die Verpflegung ließ beim LIDOMA IX keinerlei Wünsche offen.

Nach 3:24:53 Stunden kam der erste Marathonläufer ins Ziel. Jürgen Hemesath bewältigte die 42,195 Kilometer am schnellsten. Zweiter und Dritter wurden Christoph Klein (3:33:16 Stunden) und Dirk Petersilie (3:37:48 Stunden). Die schnellste Frau beim LIDOMA IX war Anke Seebacher in 4:07:49 Stunden. Knapp dahinter wurde Ursula Kaufmann mit 4:08:26 Stunden Zweite vor der drittplatzierten Judit Krimphove (4:18:03 Stunden). Nach gut fünfeinhalb Stunden war auch der letzte Läufer im Ziel. Aber auch nach dem Lauf stand das Teilnehmerfeld noch lange zusammen und genoss die Atmosphäre des Ruhrpotts.

Individuelle Pokale bei jeder Ausgabe des LIDOMA

Die Siegerinnen und Sieger bekamen unterdessen bei der Siegerehrung Pokale, die aus einem imitierten Kohleklumpen bestanden und mit dem Bergbau-Logo verziert waren. Auch das ist das Besondere am LIDOMA. Jeder Lauf ist woanders und immer außergewöhnlich – genauso wie die handgefertigten Pokale. Organisator Frank Pachura, der sich stilecht in eine alte Bergmannskluft warf, plant schon an der Jubiläumsausgabe LIDOMA X im nächsten Jahr, der auf jeden Fall wieder irgendwo an einem ganz außergewöhnlichen Ort und in besonderer Atmosphäre stattfinden soll.
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02.07.2017
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