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Marathon Hamburg 2015 Rotich und Hailu in Hamburg vorne

Lucas Rotich und Meseret Hailu konnten den größten deutschen Frühjahrs-Marathon in Hamburg für sich entscheiden.

Hamburg Marathon +
Foto: Thomas Sobczak

Zieleinlauf des siegreichen Kenianers Lucas Rotich beim Marathon Hamburg.

Mit einer Steigerung seiner Bestzeit um eine Sekunde hat Lucas Rotich den Marathon Hamburg gewonnen. Der 25-jährige Kenianer lief in 2:07:17 ins Ziel, nachdem er im vergangenen Jahr an gleicher Stelle Rang acht belegt hatte. In Amsterdam war Rotich dann im Oktober Zweiter mit 2:07:18. Zweiter in Hamburg wurde Ghirmay Ghebrselassie (Eritrea) mit 2:07:47, als Dritter folgte Stephen Chebogut (Kenia) in 2:08:01. Bester deutscher Läufer in Hamburg war Julian Flügel (TSG 08 Roth) auf Platz 16 mit 2:14:51.Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen-Kieler TB) hatte ein misslungenes Marathon-Debüt. Der bisherige 3.000-m-Hindernisspezialist kam abgeschlagen als 26. in 2:20:19 ins Ziel.

Für runnersworld.de waren gleich zwei Fotografen beim Marathon Hamburg: Oberhalb dieses Artikels finden Sie eine Bildergalerie von Thomas Sobczak, weiter unten eine weitere von Wolfgang Steeg von Catfun-Foto.

Schnellste Frau bei der 30. Auflage des größten deutschen Frühjahrs-Marathonrennens war Meseret Hailu (Äthiopien) in 2:25:41. Ihr folgten die kenianische Debütantin Sylvia Kibet mit 2:26:16 und Beata Naigambo (Namibia/2:27:28). Keinen guten Tag hatte Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg). Sie kam nicht über 2:32:41 Stunden hinaus, belegte aber immerhin noch Rang sechs. Für den Marathon hatten die Veranstalter 19.500 Meldungen registriert.

Bei kühlen Temperaturen um 12 Grad Celsius und Regen passierte eine 18-köpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 63:48 Minuten. Einer der Favoriten, der frühere 10-km-Weltrekordler Micah Kogo, hatte bereits in dieser Phase Mühe, den Anschluss an die große Gruppe zu halten. Der Kenianer verlor dann nach und nach den Kontakt und hatte bei Kilometer 30 elf Sekunden Rückstand zur Spitze. Am Ende wurde er Siebenter in 2:10:37 Stunden.

Acht Läufer waren bei Kilometer 30 (1:30:43) noch im Rennen um den Sieg. Nachdem der letzte Tempomacher ausgestiegen war, entwickelte sich an der Spitze zwischen Kilometer 35 und 40 ein Zweikampf: Lucas Rotich war es schließlich, der Ghirmay Ghebrselassie knapp drei Kilometer vor dem Ziel hinter sich lassen konnte. Der Kenianer war vor einem Jahr sein Marathon-Debüt in Hamburg gelaufen und hatte als Achter 2:09:22 erreicht, jetzt war er die Nummer eins mit 2:07:17. Hinter Ghebrselassie (2:07:47) und Chebogut (2:08:01) blieben auch noch die Kenianer Philemon Rono (2:08:18) und Gideon Kipketer (2:09:34) unter 2:10 Stunden. „Ich freue mich über meine persönliche Bestzeit, aber es war nicht leicht im Regen zu laufen“, sagte Lucas Rotich.
Hamburg Marathon Julian Flügel +
Foto: Thomas Sobczak

Nach einem ordentlichem Rennen beendete Julian Flügel den Hamburg-Marathon als bester Deutscher.

Julian Flügel beendete den Hamburg-Marathon als bester Deutscher

Einmal mehr ein ordentliches Rennen lief Julian Fügel (TSG 08 Roth), der sein Tempo fast durchweg halten konnte. Nach einer ersten Hälfte von 66:53 Minuten war er als 15. schließlich mit 2:14:51 im Ziel. „Für mich lief es gut im dritten Marathon“, sagte Flügel. Weniger gut war die erste Marathon-Erfahrung für Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen-Kieler TB). Nach einer Halbmarathonzeit von 67:08 Minuten brach er in der zweiten Hälfte ein und kam schließlich nur in 2:20:19 auf Rang 26 ins Ziel. „Ich hatte muskuläre Probleme, die Beine waren schwer. Es ist ein langer Weg“, sagte Steffen Uliczka.

Im Rennen der Frauen hatten sich Meseret Hailu, Sylvia Kibet und Beata Naigambo frühzeitig abgesetzt. Das Trio blieb nach einer Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:13:01 Stunden bis nach Kilometer 30 zusammen. Danach setzte sich Hailu, die 2012 Halbmarathon-Weltmeisterin war und dann den Amsterdam-Marathon in 2:21:09 gewonnen hatte, ab und gewann letztlich klar in 2:25:41. „Es war nicht leicht bei dem Regen“, sagte Meseret Hailu.

Keinen guten Tag hatte Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg), die schon im Vorfeld nach einer schweren Erkältung die Erwartungen gedämpft hatte. Entsprechend lief sie in einem Tempo an, das auf eine Zielzeit von knapp über 2:30 Stunden hinauslief. Die Halbmarathonmarke erreichte sie als Achte in 1:15:15 Stunden. Nach einer kurzen Toilettenpause zwischen Kilometer 27 und 28 machte Sabrina Mockenhaupt auf den letzten zehn Kilometern noch zwei Plätze gut, doch die Zeit von 2:32:41 ist ernüchternd. „Es war muskulär schwierig, aber wenigstens habe ich mich durchgekämpft“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die nun im Herbst einen neuen Marathon-Anlauf nehmen wird.
Sieger Handbike Hamburg Marathon 2015 +

Kim Klüver Christiansen siegte im Handike-Rennen der Männer beim Marathon Hamburg 2015.

Doppelerfolg für Team Sopur im Handbike-Rennen beim Marathon Hamburg 2015

Auch für die Handbiker ging es beim Marathon Hamburg im Rahmen der Rennserie der Handbike-Trophy auf die Strecke. Ein bärenstarker Kim Klüver Christiansen wandelte hier eine taktische Meisterleistung des Team Sopur in einen souveränen Sieg um. Sieben Kilometer hatte die Spitzengruppe zurückgelegt. Kim Klüver Christiansen führte das Feld an, sein Teamkollege Vico Merklein war an zweiter Position. Hier setzte sich Christiansen ab und Merklein ließ ihn ziehen. Am Ende fuhr der Däne Christiansen mit einer sensationellen Leistung und fast vier Minuten Vorsprung als Gesamtsieger über die Ziellinie. Zweiter wurde in einem packenden Zielsprint Vico Merklein aus Deutschland vor dem Belgier Jonas van de Steene.

Bei den Frauen gewann Christiane Reppe. Die amtierende Weltmeisterin wurde somit ihrer Favoritenrolle absolut gerecht. Sie bestritt trotz einer leichten muskulären Reizung ein bravouröses Rennen und überbot mit einer Zeit von 1:14:47 Stunden ihren eigenen Streckenrekord. Damit ging auch die Frauengesamtwertung an das Team Sopur. Zweite wurde die Kielerin Katrin Möller vor Katja Oemmelen vom Team Nettetal.
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Autor: race-news-service.com 26.04.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Marathon Hamburg 2017.

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