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New York-Marathon 2016 Schafft Mary Keitany den Hattrick?

Beim größten Marathonspektakel der Welt kann die Kenianerin Mary Keitany als erste Läuferin nach der legendären Grete Waitz einen Hattrick schaffen.

Mary Keitany gewann 2014 zum ersten Mal den New York-Marathon. +
Foto: photorun.net

Mary Keitany gewann 2014 zum ersten Mal den New York-Marathon. Wenige Sekunden vor ihrer Landsfrau Jemima Sumgong, die in diesem Sommer in Rio Marathon-Olympiasiegerin wurde, war sie im Central Park im Ziel.

Mary Keitany steht im Fokus des Elitefeldes beim New York-Marathon, der am Sonntag zum 46. Mal gestartet wird. Beim größten Marathonspektakel der Welt kann die Kenianerin als erste Läuferin nach der legendären Grete Waitz (Norwegen) einen Hattrick schaffen. Bei den Männern könnte sich im Kampf um die 100.000-Dollar-Siegprämie ein Zweikampf zwischen dem kenianischen Titelverteidiger Stanley Biwott und dem Äthiopier Lelisa Desisa entwickeln. Mit rund 50.000 Läufern im Ziel ist der New York-Marathon seit Jahren das größte Rennen der Welt über die klassische 42,195-km-Distanz. Deutsche Topläufer sind in „Big Apple“ nicht am Start. Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg) hatte einen Start in New York in Erwägung gezogen, musste jedoch aufgrund der anhaltenden Probleme im Beckenbereich verzichten.

2010 erster Start von Mary Keitany beim New York-Marathon

Neunmal hat die 2011 verstorbene Grete Waitz den New York-Marathon gewinnen können. Gut möglich, dass dies ein Rekord für die Ewigkeit ist. Keiner anderen Frau gelang bisher in New York ein Hattrick. Mary Keitany hat am Sonntag die Chance, das legendäre Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Und das, obwohl ihre ersten Rennen in New York längst nicht nach Plan liefen: 2010 wurde sie bei ihrem mit Spannung erwarteten Marathondebüt Dritte mit 2:29:01 Stunden, ein Jahr später steigerte sie sich zwar auf 2:23:38, doch wiederum reichte es „nur“ zu Rang drei - nachdem sie im Frühjahr 2011 in London in 2:19:19 triumphiert hatte, war die 25-km-Weltrekordlerin als Favoritin an den Start gegangen.

In der Zwischenzeit hat Mary Keitany gelernt, dass sie auf der welligen Strecke in New York nicht in erster Linie schnell sondern taktisch laufen muss, um zum Erfolg zu kommen. Nach einer Babypause gewann sie vor zwei Jahren in 2:25:07, 2015 siegte sie mit 2:24:25 bei dem Klassiker, der zu den World Marathon Majors (WMM) gehört.

Die vermeintlich schärfste Konkurrentin der 34-Jährigen musste auf ihren Start verzichten: Gladys Cherono (Kenia) fehlt verletzungsbedingt. Voraussichtlich ist nun Aselefech Mergia wiederum die schärfste Herausforderin für Mary Keitany. Die Äthiopierin war bereits vor einem Jahr Zweite und hat eine Bestzeit von 2:19:31. Vielleicht können auch Joyce Chepkirui (Kenia) oder die US-Debütantin Molly Huddle für eine Überraschung sorgen. Der bereits 13 Jahre alte Streckenrekord der Kenianerin Margaret Okayo (2:22:31) könnte für Mary Keitany bei einem entsprechenden Rennverlauf ein Ziel sein.

Nur zwei Läufer mit Bestzeiten unter 2:07 beim New York-Marathon

Insgesamt ist das Rennen, das traditionell ohne Tempomacher stattfindet, in der Breite der Spitze nicht so gut besetzt wie noch in den letzten Jahren. New York scheint wie auch andere Herbst-Marathon-Veranstalter unter den Nachwirkungen der Olympischen Spiele zu leiden. Viele Topathleten liefen in Rio und starten nun nicht mehr bei einem Herbst-Marathon. Allerdings wird auch die Konkurrenz von asiatischen Marathonrennen stärker.

Bei den Männern weisen nur zwei Athleten auf der Startliste Bestzeiten von unter 2:07 Stunden auf: Stanley Biwott gewann das Rennen vor einem Jahr und steigerte sich dann in London im Frühjahr als Zweiter hinter seinem Landsmann Eliud Kipchoge auf die absolute Weltklassezeit von 2:03:51. Bei Olympia in Rio ging Biwott, offenbar aufgrund von Magenproblemen, vorzeitig aus dem Rennen. Lelisa Desisa geht mit einer Bestzeit von 2:04:45 ins Rennen. Der Äthiopier, der zweimal den Boston-Marathon gewann, war in New York bereits Zweiter (2014) und Dritter (2015). Ein Duell zwischen diesen beiden könnte sehr spannend werden. Ob noch andere Athleten in der Schlussphase ganz vorne mitlaufen können bleibt abzuwarten.

Favoriten und Bestzeiten beim New York-Marathon 2016

Männer:
Stanley Biwott KEN 2:03:51
Lelisa Desisa ETH 2:04:45
Lucas Rotich KEN 2:07:17
Ghirmay Ghebreslassie ERI 2:07:46
Dathan Ritzenhein USA 2:07:47
Abdi Abdirahman USA 2.08:56
Moses Kipsiro UGA 2:15:48

Frauen:
Mary Keitany KEN 2:18:37
Aselefech Mergia ETH 2:19:31
Buzunesh Deba ETH 2:19:59
Joyce Chepkirui KEN 2:24:11
Diane Nukuri BDI 2:27:50
Lanni Marchant CAN 2:28:00
Sally Kipyego KEN Debüt
Molly Huddle USA Debüt
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Autor: race-news-service.com 04.11.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum New-York-Marathon 2017.

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