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Chicago-Marathon 2014 Spannendes Duell Bekele gegen Kipchoge

Kenenisa Bekele, Weltrekordler über 5.000 m und 10.000 m, trifft beim Chicago-Marathon auf Eliud Kipchoge. Die Duelle zwischen den beiden Langstrecken-Stars elektrisieren seit über einem Jahrzehnt die Zuschauer.

Rita Jeptoo startet beim Chicago-Marathon 2014. +
Foto: photorun.net

Rita Jeptoo würde mit einem Sieg in Chicago auch die WMM-Serie 2013-2014 für sich entscheiden.

Kenenisa Bekele steht im Mittelpunkt, wenn am 12. Oktober der Chicago-Marathon gestartet wird. Der äthiopische Langstreckenstar läuft in den USA sein zweites Rennen über die 42,195 km, nachdem er im April in Paris mit einer Streckenrekordzeit von 2:05:04 Stunden gewonnen hat. Chicago wird sein erstes World Marathon Majors (WMM)-Rennen sein, so dass die Konkurrenz deutlich stärker ist als an der Seine. Obwohl Bekele nicht der schnellste Läufer am Start sein wird und natürlich auch nicht der Titelverteidiger ist, wird der 32-Jährige mit Startnummer 1 ins Rennen gehen. Das ist zumindest ungewöhnlich, zeigt aber den Fokus, den die Veranstalter auf Bekele legen. Mit Eliud Kipchoge (Kenia) ist allerdings ein Läufer im Feld, der dem Äthiopier sehr gefährlich werden kann. Kipchoge hatte sich im vergangenen Jahr in Berlin auf 2:04:05 Stunden gesteigert.

Duelle zwischen Bekele und Kipchoge gab es seit 2003 immer wieder – meist auf der Bahn, aber auch im Crosslauf. In Chicago werden die beiden nun zum ersten Mal bei einem Straßenrennen aufeinander treffen. Meist hieß der Sieger Bekele. Aus 21 Vergleichen ging der Weltrekordler über 5.000 und 10.000 m 16 Mal als Sieger hervor. Das erste große Finale, in dem beide standen, gewann jedoch Kipchoge: Der Kenianer wurde 2003 überraschend Weltmeister über 5.000 m. Kipchoge war damals eine Art lachender Dritter, denn im Mittelpunkt stand das Duell zwischen Bekele und dem marokkanischen Mittelstreckenstar Hicham El Gerrouj, der schließlich hinter Kichoge und einen Rang vor Bekele Silber gewann.

Vieles spricht in Chicago für Bekele und Kipchoge, doch im Marathon ist nichts ausgeschlossen. Sollten sich die beiden im Tempo übernehmen und am Ende Schwierigkeiten haben, könnten Athleten wie zum Beispiel der aktuelle Tokio-Marathon-Sieger Dickson Chumba (Kenia/2:05:42) plötzlich eine Chance haben. Vier weitere Läufer sind außerdem noch im Rennen mit einer Bestzeit von unter 2:06 Stunden: Tadese Tola (2:04:49), Feyisa Lelisa (beide Äthiopien/2:04:52), Bernard Koech (2:04:53) und Sammy Kitwara (beide Kenia/2:05:16).

Ziel beim Chicago-Marathon 2014 sind hohes Tempo und Rekorde

„Wir haben das Feld in diesem Jahr auf hohes Tempo und Rekorde ausgelegt“, erklärte Race-Direktor Carey Pinkowski und fügte hinzu: „Wir haben große Erwartungen, sowohl bei den Männern als auch den Frauen.“

„Ich freue mich auf Chicago und darauf, dieses Mal auf der Straße gegen Kenenisa Bekele zu laufen“, sagte Eliud Kipchoge. „Ich habe mich für Chicago entschieden, weil es dort eine schnelle Strecke gibt und ich meine persönliche Bestzeit unterbieten möchte.“ Mehr als nur um den persönlichen Rekord geht es Kenenisa Bekele. „Nach meinem Sieg in Paris verstehe ich den Marathon viel besser, und ich werde diese Erfahrung nach Chicago mitbringen. Ich weiß, dass die Strecke dort sehr schnell ist, und deswegen ist es mein Ziel, den Streckenrekord von 2:03:45 Stunden zu brechen“, sagte der dreifache Olympiasieger und fügte hinzu: „Bei einem solchen Tempo ist alles möglich.“ Diese Aussage von Bekele stammt allerdings noch aus der Zeit, als der Weltrekord noch bei 2:03:23 Stunden stand.

Der Chicagoer Streckenrekordler Dennis Kimetto wird nicht eingreifen können, wenn Bekele und Kipchoge tatsächlich in der Schlussphase des Rennens auf Kursrekord liegen sollten. Doch der Kenianer hat in Berlin dafür gesorgt, dass es ein Stück schwieriger wird, auch den Weltrekord zu brechen. Der ist jetzt nicht mehr nur 22 Sekunden vom Chicago-Streckenrekord entfernt sondern 48. Kimetto lief in Berlin 2:02:57. Eine andere Zeit könnte ebenfalls in den Blickpunkt rücken: Der äthiopische Rekord von Haile Gebrselassie steht bei 2:03:59.

Titelverteidigerin Jeptoo startet wieder beim Chicago-Marathon

Während das Männerfeld keinen entscheidenden Einfluss auf die World Marathon Majors (WMM)-Serie 2013-2014 haben wird, die nach den Rennen in Chicago und New York Anfang November endet, sieht das bei den Frauen anders aus. Als Titelverteidigerin geht Rita Jeptoo am Sonntag ins Rennen. Sie ist mit ihrer Streckenrekordzeit von Boston aus diesem Jahr (2:18:57) auch die schnellste Läuferin auf der Startliste. Gewinnt die Kenianerin erneut, ist ihr auch der WMM-Sieg, der mit einer halben Million Dollar dotiert ist, nicht mehr zu nehmen. Doch fünf weitere Läuferinnen im Feld weisen ebenfalls Weltklassezeiten auf. Allen voran gilt dies für Florence Kiplagat, die in Berlin vor drei Jahren in 2:19:44 gewann. Die Kenianerin stellte in diesem Jahr einen Halbmarathon-Weltrekord von 65:12 Minuten auf. Mare Dibaba (2:19:51), Atsede Baysa (2:22:03), Birhane Dibaba (alle Äthiopien/2:22:30) und Jemima Sumgong (Kenia/2:20:48) sind die weiteren Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 2:25.


Die besten zehn Zeiten beim Chicago-Marathon

Männer
2:03:45 Dennis Kimetto KEN 2013
2:03:52 Emmanuel Mutai KEN 2013
2:04:38 Tsegaye Kebede ETH 2012
2:04:52 Feyisa Lelisa ETH 2012
2:05:16 Sammy Kitwara KEN 2013
2:05:27 Tilahun Regassa ETH 2012
2:05:37 Moses Mosop KEN 2011
2:05:41 Sammy Wanjiru KEN 2009
2:05:42 Khalid Khannouchi MAR 1999
2:05:50 Evans Rutto KEN 2003

Frauen
2:17:18 Paula Radcliffe GBR 2002
2:18:20 Liliya Shobukhova RUS 2011
2:18:47 Catherine Ndereba KEN 2001
2:19:26 Catherine Ndereba KEN 2002
2:19:57 Rita Jeptoo KEN 2013
2:20:25 Liliya Shobukhova RUS 2010
2:20:42 Berhane Adere ETH 2006
2:20:47 Galina Bogomolova RUS 2006
2:20:48 Jemima Sumgong KEN 2013
2:21:21 Joan Benoit USA 1985
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Autor: race-news-service.com 08.10.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Chicago Marathon 2017.

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