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Berlin-Marathon 2016 Starke Konkurrenz für Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele

Für den 43. Berlin-Marathon am 25. September wurde ein hochklassiges Starterfeld verpflichtet. Gleich sieben Läufer gehen mit Weltklasse-Bestzeiten von unter 2:06 Stunden an den Start.

Emmanuel Mutai ist der schnellste Läufer auf der Startliste des Berlin-Marathons. +
Foto: photorun.net

Emmanuel Mutai ist der schnellste Läufer auf der Startliste des Berlin-Marathons.

Berlin ist bereit für ein weiteres sehr schnelles Marathonrennen: Für den 43. Berlin-Marathon am 25. September wurde ein hochklassiges Starterfeld verpflichtet, so dass bei guten Wetterbedingungen mit absoluten Weltklassezeiten gerechnet werden kann. Während der Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang (Kenia) und der äthiopische Superstar Kenenisa Bekele im Mittelpunkt stehen, haben noch eine Handvoll weiterer Athleten das Vermögen, ganz vorne mitzulaufen. Gleich sieben Läufer gehen mit Weltklasse-Bestzeiten von unter 2:06 Stunden an den Start. Das Feld der Frauen wird angeführt von der zweifachen Berlin-Siegerin Aberu Kebede (Äthiopien). Steffen Uliczka und Katharina Heinig sind zwei der deutschen Topläufer, die in Berlin starten werden.

Das schnellste Rennen der Welt

Siebenmal fiel in Berlin der Männer-Weltrekord, fünfmal in Folge wurde zuletzt die schnellste Zeit des Jahres in der deutschen Hauptstadt gelaufen. Damit ist der Berlin-Marathon das schnellste Rennen der Welt über die klassischen 42,195 km. Die Verpflichtungen von Wilson Kipsang, der 2013 in Berlin den Weltrekord auf 2:03:23 Stunden geschraubt hatte, und Kenenisa Bekele, der nach einem Marathon-Debüt-Sieg in Paris 2014 mit 2:05:04 nun diese persönliche Bestzeit deutlich unterbieten möchte, hatten die Veranstalter bereits bekannt gegeben. Doch die beiden Ausnahmeläufer müssen sich nicht nur auf ein großes Duell sondern auf sehr starke Konkurrenz einstellen.

Der schnellste Läufer auf der Startliste heißt nicht Wilson Kipsang sondern Emmanuel Mutai. Der Kenianer lief in Berlin vor zwei Jahren als Zweiter 2:03:13 Stunden und wurde damals lediglich vom Weltrekord laufenden Landsmann Dennis Kimetto (2:02:57) geschlagen. Erstmals in Berlin starten wird Tsegaye Mekonnen. Der äthiopische Youngster hatte 2014 in Dubai mit einer Junioren-Weltbestzeit von 2:04:32 für einen Paukenschlag gesorgt, jedoch in diesem Jahr die Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst. Vincent Kipruto (2:05:13), Eliud Kiptanui (2:05:21) und Evans Chebet (2:05:33) sind die drei weiteren Läufer aus Kenia, die bereits unter 2:06 gelaufen sind.

Verletzungsbedingt konnte Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen-Kieler TB) im Frühjahr keinen Marathon laufen. Er wird nun einen neuen Anlauf nehmen. Der frühere 3.000-m-Hindernisspezialist war in Hamburg 2015 ein misslungenes Marathon-Debüt gelaufen (2:20:19), hat aber sicher einiges Potenzial im Marathon. Neben ihm starten auch die deutschen Topläufer Falk Cierpinski (SG Spergau/2:13:30) und Marcel Bräutigam (GuthsMuths Rennsteiglaufverein/2:17:05).
Katharina Heinig hofft auf eine deutliche Steigerung in Berlin. +
Foto: photorun.net

Katharina Heinig hofft auf eine deutliche Steigerung in Berlin.

Favoritinnen beim Berlin-Marathon kommen aus Äthiopien

Im Rennen der Frauen kommen die Favoritinnen aus Äthiopien. Aberu Kebede ist dabei die Läuferin, die nicht nur mit der schnellsten Bestzeit anreist sondern auch über sehr viel Berlin-Erfahrung verfügt. Dreimal war sie bisher hier am Start. Zwei Siege und ein zweiter Platz sind ihre starke Bilanz. 2010 gewann Aberu Kebede in 2:23:58, zwei Jahre später triumphierte sie in ihrer nach wie vor aktuellen persönlichen Bestzeit von 2:20:30. Im vergangenen Jahr musste die Äthiopierin sich lediglich der Kenianerin Gladys Cherono geschlagen geben, die mit 2:19:25 Stunden eine Jahresweltbestzeit aufstellte. Kebede war nach 2:20:48 im Ziel. Die 2:20-Barriere zu knacken, ist weiterhin ihr großes Ziel.

Zumindest zwei weitere Äthiopierinnen gehören zu den schärfsten Konkurrentinnen von Aberu Kebede: Amane Beriso steigerte sich im Januar als Zweite des Dubai-Marathons auf 2:20:48 Stunden, Birhane Dibaba lief ihre Bestzeit von 2:22:30 vor zwei Jahren in Tokio, wo sie ebenfalls Platz zwei belegte. Auch ihre Landsfrau Ruti Aga (Bestzeit: 2:25:27) kann eine Rolle spielen.
Aus deutscher Sicht ist eine Läuferin besonders zu beachten: Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt/2:33:56) will in Berlin zeigen, dass mit ihr in der Zukunft gerechnet werden muss. Sie hat sicherlich das Potenzial für eine deutliche Steigerung, nachdem sie im Frühjahr Pech hatte. Beim eiskalten Zürich-Marathon musste sie in Führung liegend aufgrund einer starken Unterkühlung aufgeben.
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Autor: race-news-service.com 08.09.2016

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2017.

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