Top Themen: Marathon-Trainingspläne | Marathon-Reisen | Marathon-Kalender | Marathon Hamburg | Berlin-Marathon | Laufen

Fronten verhärten sich Veranstalter appellieren an den DLV

Die fünf größten deutschen Marathonveranstalter fordern vom DLV Startmöglichkeit für Philipp Pflieger bei den Olympischen Spielen.

Die fünf größten deutschen Marathonveranstalter fordern vom DLV Startmöglichkeit für Philipp Pflieger bei den Olympischen Spielen +
Foto: SCC-Events

Die fünf größten deutschen Marathonveranstalter setzen sich vehement für die deutschen Topläufer ein: Frank Thaleiser (Hamburg), Gernot Weigl (München), Mark Milde (Berlin), Markus Frisch (Köln), Jürgen Lock (Berlin), Jo Schindler (Frankfurt) und Christian Jost (Berlin/von links).

Die Diskussionen um die Nominierungen werden weitergehen, und die Fronten dürften sich in den kommenden Monaten weiter verhärten.

Einen interessanten Ansatz brachte die Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" ins Spiel: "… vielleicht sollte der Sport endlich einmal unterscheiden lernen zwischen gesellschaftlich relevanten und weniger relevanten Disziplinen. Kaum eine Disziplin hat so eine hohe gesellschaftliche Bedeutung wie der Marathon: Ausdauer zeigen, im Alltag laufend gesund bleiben, sich selbst organisieren, für all das ist der Marathon ein ausgezeichnetes Symbol. Dafür lohnt es sich, auch drei deutsche Botschafter zu den Olympischen Spielen zu schicken", heißt es in einem Kommentar der Zeitung von Friedhard Teuffel.

Diesem Argument könnte man noch einen anderen Aspekt hinzufügen: Durch die Straßenlauf-Veranstaltungen nehmen der DLV und seine Landesverbände erhebliche Geldsummen ein, die keine andere Disziplin generieren kann. Dies basiert auf den erfolgreichen Tätigkeiten der deutschen Laufveranstalter. Aufgrund einer drastisch erhöhten Verbandsabgabe - ab 2016 müssen die Organisatoren für jeden Läufer im Ziel eines offiziellen Volkslaufes 50 Cent abführen - erhalten die Verbände 2016 nach Schätzungen der German Road Races rund 800.000 Euro.

Dass die Veranstalter zahlen sollen, aber keine echte Stimme haben, geht vielen der teilweise auch international äußerst erfolgreichen Straßenlauf-Organisatoren gegen den Strich. Stellvertretend für die großen deutschen Marathonrennen sagte Frankfurt-Chef Jo Schindler: „Wir appellieren an den DLV, in Rio drei Männer und drei Frauen im Marathon an den Start zu bringen. Das hat der deutsche Laufsport verdient, wenn die Zeiten einigermaßen stimmen - und das ist der Fall. Dies hätte eine positive Wirkung für den Nachwuchsbereich. Ansonsten entwickelt sich die Szene wieder zurück.“
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: race-news-service.com 22.12.2015
WEITERLESEN
Zurück zur ersten Seite: Bleiben die Läufer auf der Strecke?

Seite 1: Bleiben die Läufer auf der Strecke?
Seite 2: Erinnerungen an das Nominierungs-Desaster bei Anna Hahner
Seite 3: DLV unterstützt Einbürgerungsverfahren von Fate Tola
Seite 4: "Härtefall" Pflieger plant keinen Frühjahrs-Marathon
Seite 5: Veranstalter appellieren an den DLV

Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Marathon
Julian Flügel in Düsseldorf am Start
Julian Flügel geht beim Düsseldorf-Marathon 2017 an den Start

Foto: photorun.net

Julian Flügel läuft in Düsseldorf seinen ersten Marathon nach Olympia. Josphat Ndambiri au... ...mehr

Der nächste Schritt beim Paris-Marathon
25042017 Paris Marathon Erfahrungsbericht (3)

Foto: Maindru Photo

Unser Mitarbeiter Jonas Müller ist gerade mal 22 Jahre alt, lief in Paris aber bereits sei... ...mehr

Das erste Mal ist lehrreicher als gedacht
Marathon Hamburg 2017 Erfahrungsbericht Patrick

Foto: Marathon-Photos.com

Unser Mitarbeiter Patrick Brucker nahm beim Marathon Hamburg 2017 zum ersten Mal die 42,19... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>Veranstalter appellieren an den DLV
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG