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Das Marathon-Jahr 2013 Verschnaufpause bei den Frauen

Im Vergleich zum Vorjahr legten die Frauen in 2013 eine Verschnaufpause ein. Nur eine Läuferin blieb unter 2:20 Stunden, im Jahr davor waren es noch sechs.

Birhane Dibaba +
Foto: Norbert Wilhelmi

Fünf Läuferinnen liefen in Frankfurt unter 2:24 Stunden, darunter auch Birhane Dibaba. Nirgendwo sonst war das Frauenfeld in der Breite stärker besetzt.

Verglichen zum Jahr 2012 legten die Frauen in den vergangenen zwölf Monaten fast schon eine Verschnaufpause ein. Liefen 2012 gleich sechs Läuferinnen unter 2:20 Stunden, so war es ein Jahr später nur noch eine, die knapp unter dieser Barriere blieb: Die Kenianerin Rita Jeptoo gewann den Chicago-Marathon in 2:19:57 Stunden. Wenn man mit dem Jahr 2012 vergleicht, werden allerdings sehr hohe Maßstäbe angesetzt, denn diese zwölf Monate waren, was die Breite in der Spitze angeht, die besten aller Zeiten im Frauen-Marathon. In den Jahren 2009 und 2010 gab es zum Beispiel gar keine Zeit unter 2:20.

Dass 2013 in der absoluten Spitze bei den Frauen etwas schwächer war, mag auch daran gelegen haben, dass mit Mary Keitany die schnellste Läuferin des Jahres 2012 (2:18:37) nicht am Start war und die Olympiasiegerin Tiki Gelana Pech hatte. Keitany legte eine Babypause ein. Auf das Comeback der Kenianerin darf man gespannt sein. Die Äthiopierin Gelana, die sich im Olympiajahr auf 2:18:58 gesteigert hatte, stürzte beim London-Marathon und stieg dann beim Weltmeisterschafts-Rennen in Moskau bei sehr hohen Temperaturen frühzeitig aus. Äthiopiens Funktionäre sollen daraufhin verärgert gewesen sein und die Läuferin gesperrt haben. Sie vermuteten, dass sich Gelana für einen Herbst-Marathon, eventuell für New York, schonen wollte. Die Sperre wurde zwar nie offiziell bestätigt, jedoch trat Tiki Gelana nach Moskau nicht mehr an.

Immerhin gab es 2013 neun Zeiten unter 2:23 Stunden. Darunter war auch Edna Kiplagat, die in London mit 2:21:32 Zweite wurde. Der Kenianerin gelang es dann in Moskau, als erste Frau einen Marathon-WM-Titel zu verteidigen.

Auch bei den Frauen gibt es in der absoluten Spitze ein bemerkenswertes deutsches Element. Beim Frankfurt-Marathon blieben trotz des starken Windes fünf Läuferinnen unter 2:24 und sechs unter 2:25 Stunden. Eine derartige Breite in der Spitze hatte 2013 kein anderes Rennen weltweit.
Während in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen der Welt (hier wird der Durchschnitt der schnellsten zehn Zeiten gewertet die je bei einem bestimmten Marathon gelaufen wurden) bei den Männern Berlin weiterhin klar führt, bleibt London bei den Frauen die Nummer eins. Frankfurt schaffte bei den Frauen erstmalig den Sprung in die Top Ten und liegt auf Rang acht.

Zur internationalen Marathon-Bilanz 2013 der Männer kommen Sie hier.
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Autor: race-news-service.com 07.01.2014
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