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Kipsang mit Kursrekord Weltbestzeit beim Lake Biwa Marathon

Wilson Kipsang überzeugte beim Lake Biwa Marathon in Japan mit Weltbestzeit und triumphierte in 2:06:13 Stunden.

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Foto: photorun.net

Wilson Kipsang gewinnt den Lake Biwa-Marathon mit einer Kursrekordzeit, die auch eine Jahresweltbestzeit ist.

Wilson Kipsang hat einmal mehr bewiesen, dass er zu den stärksten kenianischen Marathonläufern gehört und zu jener Gruppe von afrikanischen Athleten, denen man zutrauen kann, den Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59) zu brechen. Der 28-Jährige gewann am Sonntag den Lake Biwa-Marathon in Japan mit einer Kursrekordzeit von 2:06:13 Stunden, die zugleich eine Jahresweltbestzeit ist. Es ist der zweite große Marathonsieg in Folge für Wilson Kipsang, der im vergangenen Oktober in Frankfurt mit famosen 2:04:57 triumphiert hatte. Der Lake Biwa-Marathon ist bezüglich der Eliteathleten ein reines Männerrennen. Viele japanische Läufe über die klassische Distanz haben entweder nur Männer oder nur Frauen am Start.

In den Tagen vor dem Start war viel von Deriba Merga die Rede. Der Äthiopier, der vor kurzem den Ras Al Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten in souveräner Manier mit 59:25 Minuten gewonnen hatte und während dieses Rennens eine 8-km-Weltbestzeit aufgestellt hatte, galt als Favorit. Ihm wurde zugetraut, seine Marathon-Bestzeit von 2:06:38 Stunden deutlich zu unterbieten.

Bei trockenem Wetter mit Temperaturen von 11 Grad Celsius und einem leichten Wind entwickelte sich dann das erwartete Duell zwischen Kipsang und Merga. Geführt von Tempomachern erreichte eine große Spitzengruppe zunächst die Halbmarathonmarke nach 63:30 Minuten. Fünf Kilometer später übernahm der 28-jährige Deriba Merga die Initiative. Nach seiner Tempoverschärfung konnte nur Wilson Kipsang folgen. Mehrfach versuchte der Äthiopier dann den Kenianer hinter sich zu lassen. Es gelang ihm dabei jeweils, einen kleinen Vorsprung herauszulaufen, doch Kipsang schaffte es immer wieder mit einem gleichmäßigeren Tempo die Lücken zu schließen.

Gut vier Kilometer vor dem Ziel war es dann Wilson Kipsang, der seinerseits beschleunigte. Den 39. Kilometer lief der Kenianer in superschnellen 2:48 Minuten – da war Deriba Merga geschlagen. Am Ende musste sich der Äthiopier als Zweiter mit 2:09:13 Stunden zufrieden geben. Dritter wurde der Japaner Hiroyuki Horibata in 2:09:25 vor seinem Landsmann Kentaro Nakamoto (2:09:31). Mit dem Kenianer Moses Kangogo (2:09:48) blieb als Fünfter ein weiterer Läufer unter 2:10 Stunden.

„Ich habe mich gut und stark gefühlt und habe immer an mich geglaubt“, sagte Wilson Kipsang und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass ich in der Zukunft den Weltrekord brechen kann.“ Für Wilson Kipsang, der aus der Nähe von Iten im Bereich Eldoret stammt und erst 2007 zum ersten Mal außerhalb Kenias startete, war der Lake Biwa-Marathon erst der dritte Lauf über die 42,195 km. Bei seinem Debüt wurde er in Paris vor knapp einem Jahr Dritter in 2:07:13 Stunden. Nun gewann er sowohl in Frankfurt als auch in Japan. Seine Zeit von 2:06:13 Stunden ist das drittbeste Resultat, das je bei einem japanischen Marathon gelaufen wurde. Den zehn Jahre alten Kursrekord des Spaniers Antonio Pena, der 2001 den Lake Biwa-Marathon mit 2:07:34 Stunden gewonnen hatte, verbesserte Wilson Kipsang um über eine Minute. Mit seinem Frankfurt-Rekord von 2:04:57 ist der Kenianer nach wie vor der achtschnellste Marathonläufer aller Zeiten.

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