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36.000 Läufer Weltrekordjagd beim London-Marathon

Beim London-Marathon am 21. April gehen sieben Topläufer mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden auf Weltrekordjagd.

London-Marathon +
Foto: photorun.net

Touristische Höhepunkt beim London-Marathon: Zuschauer- und Läufermassen an der Tower Bridge.

Mit voraussichtlich 36.000 Läufern wird am 21. April der Virgin London-Marathon gestartet. Das zweite World Marathon Majors (WMM)-Rennen des Frühjahres nach Boston steht aufgrund der Terroranschläge bei dem US-Lauf dieses Mal nicht nur aus sportlichen Gründen im Rampenlicht.

Vor dem Start des Elite-Männer- und Massenrennens – die Frauen starten früher – wird es in Greenwich aufgrund der Vorfälle von Boston eine Schweigeminute geben. Zudem erhalten alle Läufer bei der Startnummernausgabe ein schwarzes Band, das sie während des Rennens tragen können, um damit ihr Mitgefühl für die Opfer von Boston zu signalisieren. „Wir wollen – in dieser schwierigen Zeit für die weltweite Laufsport-Gemeinschaft – unsere Unterstützung für unsere Freunde und Kollegen in Boston zeigen. Wir sind entschlossen, eine erstaunliche Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, erklärte der neue Race-Direktor Hugh Brasher, der dieses Amt von David Bedford übernommen hat. Die Veranstalter werden für jeden Läufer im Ziel zwei Pfund für die Opfer des Boston-Marathons spenden. Sie rechnen damit, dass bei dieser Hilfsaktion eine Summe von über 100.000 US-Dollar zusammenkommt.

In der BBC erklärte der britische Sportminister Hugh Robertson, dass er „absolut überzeugt“ sei, dass der London-Marathon abgesichert werden kann. Er verwies unter anderem auf die enorme Erfahrung, die London mit Großereignissen habe. „Dies ist ein Fall, in dem man mit Boston am besten Solidarität zeigt, wenn man weitermacht“, sagte Hugh Robertson. Der Virgin London-Marathon war bereits seit Jahren besonders im Zielgebiet sehr gut abgesichert. In Kooperation mit den Veranstaltern wird die Polizei am Sonntag die Einsatzkräfte verstärken.

„Wir haben die volle Unterstützung der Londoner Polizei, des Bürgermeisters und der anderen Behörden. Wir wollen unseren Läufern, Zuschauern, Helfern und allen anderen, die mit der Veranstaltung in Verbindung stehen, versichern, dass wird alles tun, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, und dass der London-Marathon 2013 ein herausragender Erfolg wird“, hatte Nick Bitel, der Vorstandsvorsitzende des London-Marathons, zuvor erklärt.

Der London-Marathon wird am Sonntag das bezüglich der Breite in der Spitze beste Männerfeld am Start haben, das jemals bei einem City-Marathon gelaufen ist: Sieben Athleten mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden sind am Start. Darunter sind Weltrekordler Patrick Makau (Kenia/2:03:38), Vorjahressieger Wilson Kipsang (Kenia/2:03:42) und Geoffrey Mutai (Kenia), der Kursrekordler des Boston-Marathons (2:03:02 Stunden). Der schnellste Läufer aller Zeiten ist jedoch nicht Weltrekordler, weil die Strecke in Boston die nötigen Kriterien für eine Rekord-Anerkennung nicht erfüllt. Hoch einschätzen muss man auch den Äthiopier Ayele Abshero (2:04:23) und natürlich den Olympiasieger Stephen Kiprotich (Uganda/2:07:20).

Die Spitzengruppe soll, geführt von Tempomachern, auf Weltrekordkurs laufen (2:03:38). Im Gegensatz zu früheren Rennen, bei denen die „Hasen“ in London nach der Hälfte oder spätestens nach 25 km stoppten, soll zumindest einer bis 32 km laufen. Die Frage aber wird sein, ob sich die vielen Topstars irgendwann gegenseitig belauern und dadurch Zeit verlieren bei der Rekordjagd.

Im Rennen der Frauen sind neben der favorisierten Olympiasiegerin Tiki Gelana (Äthiopien/2:18:58) die Kenianerinnen Florence Kiplagat (2:19:44) und Edna Kiplagat (2:19:50/beide Kenia) am Start. Zu beachten sein wird nach ihrem glänzenden Debüt in Frankfurt, wo sie im Oktober in 2:21:01 siegte, auch Meselech Melkamu (Äthiopien).

Die Topläufer fühlen sich währenddessen sicher in London und drückten den Boston-Opfern ihr Mitgefühl aus. “Wir möchten den Betroffenen in Boston unser Beileid ausdrücken, wir fühlen mit ihnen. Aber zugleich werden wir uns absolut sicher fühlen, wenn wir hier laufen“, erklärte Wilson Kipsang, während Patrick Makau meinte: „Wir werden uns keine Sorgen um die Sicherheit machen, wenn wir laufen. Wir sind bereit für ein sehr gutes Rennen.“

„Ich war sehr traurig, als ich die Nachrichten aus Boston hörte. Es tat sehr weh, das zu sehen, denn wir sind im Marathon wie eine Familie – wir sind alle Läufer“, sagte Geoffrey Mutai, der Boston-Sieger von 2011.
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Autor: race-news-service.com 19.04.2013

Hier finden Sie weitere Informationen zum London-Marathon 2018.

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