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London-Marathon 2017 William, Kate und Harry geben Startsignal

Prinz William, Kate und Prinz Harry geben am Sonntag das Startsignal zum London-Marathon. Kenenisa Bekele könnte den Weltrekord angreifen. Starkes Frauen-Elitefeld.

Starten beim London-Marathon 2017: Tirunesh Dibaba, Tigist Tufa, Mare Dibaba, Florence Kiplagat, Mary Keitany und Vivian Cheruiyot +
Foto: Helmut Winter

Starten beim London-Marathon 2017: Tirunesh Dibaba, Tigist Tufa, Mare Dibaba, Florence Kiplagat, Mary Keitany und Vivian Cheruiyot.

Einen royalen Start wird der London-Marathon am Sonntag, 23. April 2017, erhalten: Prinz William gibt gemeinsam mit seiner Frau Kate und seinem Bruder Prinz Harry um 10 Uhr in Greenwich das Startsignal für den Männer-Elitelauf und das Massenrennen mit rund 40.000 Läufern. Die Elite-Frauen starten an der Themse bereits 45 Minuten früher. Beide Rennen weisen in der Spitze eine „royale Besetzung“ auf. Bei den Männern steht Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele im Mittelpunkt. Sein schärfster Rivale beim London-Marathon 2017 könnte der Kenianer Stanley Biwott sein. Bei den Frauen trifft Afrika-Rekordlerin Mary Keitany (Kenia) unter anderen auf die Äthiopierin Tirunesh Dibaba.

Kenenisa Bekele in Weltrekordform?

Kenenisa Bekele könnte am Sonntag erneut den Weltrekord angreifen. Dreimal scheiterte der Äthiopier daran, die 2014 in Berlin aufgestellte Bestzeit des Kenianers Dennis Kimetto von 2:02:57 Stunden zu unterbieten. In Dubai stoppte ihn 2015 eine Verletzung, und in diesem Jahr musste er in der Wüste in der Folge eines Sturzes das Rennen wiederum vorzeitig beenden. In Berlin fehlten ihm im vergangenen September mit der äthiopischen Rekordzeit von 2:03:03 Stunden lediglich sechs Sekunden zu der Zeit von Kimetto.

Die Wetterprognosen sind recht günstig für den London-Marathon. Und dass beim Männer-Elitefeld die zurzeit stärksten Kenianer – Olympiasieger und Titelverteidiger Eliud Kipchoge sowie Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang – fehlen, könnte Kenenisa Bekele in die Karten spielen. Denn so entfällt in der Phase ab Kilometer 30 möglicherweise ein Taktieren um den Sieg, das Zeit kosten kann. Mit Stanley Biwott ist aber zumindest ein Kenianer im Rennen, dem man zutrauen kann, mit Kenenisa Bekele lange Zeit Schritt zu halten. Er war vor einem Jahr Zweiter in London und steigerte sich dabei auf 2:03:51 Stunden. Gut in Form sein soll auch der frühere, zweifache Weltmeister (2009 und 2011) und aktuelle Chicago-Marathon-Sieger Abel Kirui. In Chicago reichten dem Kenianer allerdings im vergangenen Oktober 2:11:23 zum Sieg.

Die Frage ist natürlich, in welcher Form Kenenisa Bekele ist. Seit dem Sturz in Dubai ist der Äthiopier nicht mehr gestartet. Insider-Informationen besagen, dass der 34-Jährige nicht in Weltrekordform sei. Demnach hatte er nach dem Dubai-Marathon aufgrund der dort erlittenen Prellungen und Hautabschürfungen noch ein paar Wochen lang nicht richtig trainieren können.

Top-besetztes Frauenfeld in London

Auch nach dem Ausfall der Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Jemima Sumgong (Kenia), die aufgrund einer positiven Dopingprobe zurzeit suspendiert ist, ist das Londoner Frauen-Elitefeld so gut besetzt wie kein anderes Rennen in diesem Frühjahr. Die schnellste Läuferin im Feld ist Mary Keitany. Die kenianische Afrika-Rekordlerin, die ihre Bestzeit von 2:18:37 bei ihrem Sieg in London vor fünf Jahren aufstellte und das Rennen an der Themse auch schon 2011 gewonnen hatte, zeigte in diesem Jahr bereits sehr gute Form: Beim Ras Al Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten steigerte sich die dreifache New York-Marathon-Siegerin als Zweite auf 65:13 Minuten. Wenn sie diese Form auf den Marathon übertragen kann, könnte sie am Sonntag klar unter 2:20 Stunden laufen.

Neben Keitanys Landsfrau Florence Kiplagat (Bestzeit: 2:19:44) könnten zwei Äthiopierinnen ihre schärfsten Konkurrentinnen sein: Marathon-Weltmeisterin Mare Dibaba (2:19:52) und die nicht mit ihr verwandte Tirunesh Dibaba. Die dreifache Langstrecken-Olympiasiegerin lief bisher erst einen Marathon: Als Dritte in London überzeugte Tirunesh Dibaba dabei 2014 mit 2:20:35. Nach einer Babypause meldete sich die 31-Jährige im vergangenen Jahr zurück und holte bei Olympia Bronze über 10.000 m. In Ras Al Khaimah lief Dibaba im Februar eine Halbmarathon-Bestzeit von 66:50 und wurde Fünfte. Gespannt sein darf man auf das Debüt der 5.000-m-Olympiasiegerin von Rio 2016, Vivian Cheruiyot (Kenia).

Die Favoriten beim London-Marathon 2017

Kenenisa Bekele ETH 2:03:03
Stanley Biwott KEN 2:03:51
Tesfaye Abera ETH 2:04:24
Feyisa Lilesa ETH 2:04:52
Abel Kirui KEN 2:05:04
Daniel Wanjiru KEN 2:05:21
Tilahun Regassa ETH 2:05:27
Ghirmay Ghebreslassie ERI 2:07:46
Bedan Karoki KEN Debüt

Die Favoritinnen beim London-Marathon 2017

Mary Keitany KEN 2:18:37
Aselefech Mergia ETH 2:19:31
Florence Kiplagat KEN 2:19:44
Mare Dibaba ETH 2:19:52
Aberu Kebede ETH 2:20:30
Tirunesh Dibaba ETH 2:20:35
Helah Kiprop KEN 2:21:27
Tigist Tufa ETH 2:21:52
Vivian Cheruiyot KEN Debüt
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Autor: race-news-service.com 20.04.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum London-Marathon 2017.

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