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Mein erster unverhoffter Marathon

Ein Erfahrungsbericht zum Köln-Marathon von Gesine Formella

Alle Infos zum Köln-Marathon

Am Freitag holte ich meine Unterlagen und war darauf eingestellt einen Halbmarathon zu laufen und die Ummeldung problemlos zu vollziehen. Aber das war falsch gedacht, der HM war total ausgebucht.

Das hieß nun für mich, mit nur Traning von 21 km ( 17.9.2017 Karlsruhe)und nie mehr Kilometer gelaufen, den Marathon zu bestreiten. Als nicht gebürtige Schwäbin konnte ich das Eintrittsgeld doch nicht verfallen lassen??

Ich schlief gut, nur morgens keinen Appetit und Dauergast auf Toilette und für mich eine ungnädige Zeit zum Aufstehen - 6 Uhr morgens ( mach ja nur Nachtdienste), fing der Tag an.

Zum Glück schien die Sonne und es war strahlend blauer Himmel, im Gegensatz zu einem Tag zuvor - den ganzen Tag nur Regen. Hinten die Startnummer 7 gab mir noch den Kick, denn Karlsruhe lief sehr gut und auch da war eine 7 zum Schluss.

Die Organisation war sehr gut, ich startete vom letzten Block. Viele Zuschauer am Start. Begleitet wurde ich von meiner Gabi und einer Freundin, die immer wieder motivierend an der Strecke standen. Das ist wirklich sehr unterstützend, wenn Freunde an der Strecke stehen.

Der Lauf ging über den Rhein, ein herrlicher Blick. Die Läufermassen zogen und sogen einen mit, die Anfeuerungsrufe von wildfremden Menschen, deinen Namen rufend gaben dir nochmal einen zusätzlichen Kick.

Es ging immer am Rhein entlang und die Spitzenläufer kamen mir schon entgegen.
Hatten die einen leichten Laufstil und vorallem sehr schnell. Die Versorgungsstellen waren auch klasse organisiert. Die ersten 15 km vergingen schnell. Die ersten 5 km bin durchgelaufen und dann spulte ich mein privates Laufprogramm ab, 7 min laufen 1 min gehen. Ich wurde überholt und ich habe wieder überholt und ich fühlte mich fit, keine Beschwerden. Für mich war der Anreiz durch zu kommen und die Kölsche Medaille.

Bei Kilometer 15 stand Gabi und sagte du siehst total frisch aus , das motivierte mich nochmal. 22 km ich hab den Halbmarathon geschafft und es ging mir gut - Das Konzept von Jeff Galloway ging auf.

Das Buch hatte ich kurz zuvor gelesen und zweimal zu Hause ausprobiert. Am Rande standen manche,die Krämpfe hatten und die ausgelaugt waren und ich horchte in mir rein. Da war aber zum Glück nichts. Gut die 2 Zehe rechts tat etwas weh.

An der Laufstrecke sehr viele stimmungsmachende Leute aller Nationen, die einzelne Namen riefen und auch meinen. Kinder die abgeklatscht werden wollten, Durchgänge wo die Leute Spalier standen und dich mit einem Laola-Welle voran trieben und lautstark deinen Namen schrien. Die Gänsehaut überhäufte meinen Körper und die Tränen waren nicht weit weg.

30 km, soweit bin ich noch nie gelaufen und mir kam auf dem Rückweg weit weg der Pacemaker 6:00 entgegen, ich konnte so gechillt weiter laufen und die Leute anlächeln und einen Lächeln, einen Daumen hoch zurückbekommen. War das ein tolles Gefühl.

Eine Frau kam neben mir und sagte: Mensch weißt du wann endlich der Wendepunkt kommt, ich hab Oberschenkelkrämfe und mag nicht mehr"

Daraufhin sagte ich ihr, kenn mich nicht aus, ist mein erster Marathon.
Da schaute sie mich ganz erstaunt an und sagte alle Achtung - siehst aber frisch aus.

Ich schaute wieder in mich rein und sagte , ups es geht mir gut. 2 x benötigte ich das Dixiklo und es ging eigentlich. Dann stoß ich auf dem Rückwärtsläufer bei ungefähr Kilometer 32, alle Achtung. Ein Begleitläufer war bei ihm der sagte wo es lang ging. Ich schloss mich kurz an, lief aber weiter vorwärts.

Bei Kilometer 38 war Gabi wieder da und lief ein Stück mit. Am Getränkestand kam ein Mann, er hatte schon die Medaille umgehängt, auf uns zu und sagte" Gesine die 5km schaffste auch noch. Willst was von meinem Mineralgetränk - kölsches Bier. Ich sagte Massage wäre mir lieber. Gesagt , getan - Schluck genommen und kurze Rückenmassage und frisch ging es auf die letzten Kilometer zu.

40 km erreicht, nun merkte ich meinen Sohlen, laufen, gehen und manchmal war das Laufen angenehmer. Der Kölner Dom war schon zu sehen und es waren immer noch motivierende Zuschauer an der Strecke.Es kam schon viele Läufer mit Medaille mir entgegen und schrien Klasse, nicht mehr weit, Respekt, du schaffst es.

Das verleiht einen Flügel und der rote Teppich war schon zu sehen, man hörte den Moderator die Namen rufen, die über die Ziellinie liefen. Ich sah Gabi und die Freundin und ich sah die Ziellinie und die Bruttozeit. Ich war überglücklich, erhöhte nochmal das Tempo und machte einen Sprung in die Luft, ließ mich feiern und stolperte ins Ziel und rutschte förmlich nach der Ziellinie mit allen 4 rein. So wie es die Fußballer machen, wenn sie ein Tor geschossen haben.

Auf der Leinwand war es kurz zu sehen, denn der Fotograf filmte den Sprung und ging danach auf den nächsten Läufer zu und schwenkte dann, wo er sah wo ich mich befand, mit der Kamera zurück zu mir. Die Freundin und einen Mann der im Zielbereich stand, fragte ob alles in Ordnung sei, sagte es sah aus als wenn ich den Kölner roten Teppich küssen wollte. Wer weiß ????.

Ich hatte es geschafft und es ging mir gut. Nach kurzem Stehen taten mir dann aber die Waden weh und der Gang war nicht mehr so elegant. Aber ich war nicht alleine in diesem Klub. Es wird wieder ein Marathon kommen und diesmal vorbereitet?????

KÖLN kann ich empfehlen, die Strecke, das Publikum ist klasse. Wobei viele sagten Frankfurt ist ein schnellerer Marathon und auch ein klasse Publikum.

Ach ja und Dank 4 Tage vorher Rote Bete mit Ingwer, Pferdesalbe und Dextro Energy geht es mir gut. Die Schmerzen sind nicht so schlimm, muss mich immer erst eingehen und dann geht's wieder.

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