Top Themen: Firmenlauf | Hindernisläufe | Individuelles Coaching | Laufkalender | Laufen | Lauf eintragen

Beinharter Hindernislauf StrongmanRun 2013 noch länger und härter

Der Nürburgring stand ganz im Zeichen des StrongmanRun: Mehr als 10.000 heldenhafte Teilnehmer stellten sich den Herausforderungen des größten Hindernislaufs der Welt.

StrongmanRun 2013 +
Foto: Norbert Wilhelmi

Schlammiges Vergnügen: Der StrongmanRun, der größte Hindernislauf weltweit, ist kein Zuckerschlecken.

THEMEN

Hindernislauf

Machen wir uns nichts vor: Spätestens seit dem Umzug vor zwei Jahren an den Nürburgring ist der StrongmanRun keine abgeschiedene Insel mehr für Menschen mit einem latenten Energieüberschuss. Und selbst Nichtläufer verbinden mit dem Strongman(Run) keine abgehalfterte Action-Figur aus den 80ern, sondern ein paar tausend Verrückte, die durch Schlamm, Wasser und über Hindernisse rennen. Einige brüllen dabei auch. Die Vorstellungskraft reicht dann von „Das könnte ich nie“ bis hin zu Film-Analogien aus „Fight Club“. Und ja, der StrongmanRun ist mittlerweile Mainstream.

Über 12.000 Voranmeldungen und weit mehr als 10.000 Starter sind Werte, die sonst nur von populären City-Marathons erreicht werden. Und obwohl der damit größte Hindernislauf der Welt statt 42,195 nur vermeintlich schlappe 23,8 Kilometer bietet, haben es diese 23,8 Kilometer doch in sich. Denn auf der sowieso schon stark profilierten Strecke (insgesamt 1.300 Höhenmeter) des Nürburgrings verteilen sich zusätzlich 15 spektakuläre Hindernisse. Die Palette reicht von brutal-anstrengend wie der „Mount Neverrest“ mit seinen 100 Höhenmetern, die sich auf 900 Meter Strecke verteilen, bis hin zu quälend-schmerzhaft beim Hindernis „Shock Norris“, ein Stromfeld mit 12 Volt geladenen, herunterhängenden Fäden, durch das man sich grazil schlängeln muss, pardon, kann. Denn manche Strongman-Exemplare, vermutlich die hartgesottensten ihrer Art, rannten schreiend durchs Stromfeld, ohne Rücksicht auf die stromgeladenen Fäden.

Für runnersworld.de war Norbert Wilhelmi beim StrongmanRun 2013 vor Ort und hat Leid, Freude und Sieger in Bildern festgehalten. Freuen Sie sich auf fantastische Bilder vom Rennen über diesem Absatz und Impressionen vom Start und Startern unter diesem Absatz.
Teamwork beim StrongmanRun 2013 +
Foto: Norbert Wilhelmi

Teamwork: Beim StrongmanRun wird niemand zurückgelassen.

Der Startschuss der 7. StrongmanRun-Auflage erfolgte pünktlich um 12 Uhr. Der Veranstalter spricht von 10.451 Startern, aufgeteilt in 9.000 Männer und 1.451 Frauen. Ganz vorn: Vorjahressieger Knut Höhler, der seinen vierten StrongmanRun-Sieg hätte perfekt machen können. Aber schon nach wenigen Laufminuten musste der Medizinstudent, der fürs Brooks Running Team läuft, das Rennen aufgrund einer eintretenden Verletzung abbrechen. Felix Grelak nutzte das Ausscheiden von Knut Höhler aus und lief nach 1:56:29 Stunden laut Ergebnisliste als Erster, jedoch Hand in Hand mit dem Zweitplatzierten Tom Schlegel durchs Ziel. Für Schlegel zeigt die Ergebnisliste 1:56:32 Stunden. Platz drei sicherte sich Christoph Lohse nach 1:57:32 Stunden.

Das Frauenrennen beim StrongmanRun dominierte Frederike Feil. Und nicht nur das: Auch das Männerfeld mischte die Läuferin vom Brooks Running Team ordentlich auf. So schaffte sie es mit ihrer Endzeit von 2:08:31 Stunden nicht nur souverän auf Platz eins im Frauenklassement, sondern zeigte so manch hartem Kerl mit ihrem 17. Gesamtplatz, wer das stärkere Geschlecht ist. Carole Koster folgte auf dem zweiten Rang. Ihre Uhr stoppte im Ziel nach 2:15:35 Stunden. Platz drei sicherte sich Rhea Richter in 2:24:15 Stunden.
Der StrongmanRun bleibt eine Erfolgsgeschichte. Dort, wo sonst PS starke Boliden lautstark über die Curbs brettern, rannten am 4. Mai 2013 so viele Teilnehmer wie noch nie über die ehrwürdige Formel-1-Strecke. Damit scheinen aber auch die Kapazitätsgrenzen erreicht. Wer vorn mitlief, begann spätestens auf der zweiten Hälfte der zweiten Runde mit dem Überrunden. Gerade vor Hindernissen staute es sich unangenehm. Aber eben in diesen Situationen zeigte sich ganz deutlich: Kameradschaft wird beim StrongmanRun großgeschrieben. Sei es beim Platz machen für ambitionierte Athleten, bei denen die Endzeit im Vordergrund stand, oder beim gemeinsamen Bewältigen der Hindernisse.

Erst seit 2011 findet der StrongmanRun am Nürburgring statt. Aufgrund der wachsenden Nachfrage wurde der Lauf seinerzeit vom Flughafen Weeze am Niederrhein an den Nürburgring verlegt. Auch das verflixte siebte Jahr konnte dem StrongmanRun also nichts anhaben: nie waren mehr Läufer auf der Strecke, nie waren es so viele Hindernisse und nie die Strecke länger. Das liest sich nicht nur gut, nein, das macht auch mächtig Spaß, Schweiß und Schmerzen. Versprochen.
Jetzt noch besser laufen: aktuelle Lauftipps, News und Tests >>

Autor: Daniel Eilers 04.05.2013

Hier finden Sie weitere Informationen zum StrongmanRun Nürburgring 2016.

Lesen Sie auch: Kenenisa Bekele triumphiert in Berlin
Kostenloser Newsletter
RUNNER'S WORLD ERLEBEN
Mehr zu Laufevents
800 Läufer in Herten-Bertlich
Bertlicher Straßenläufe 2016

Foto: Wolfgang Steeg

Dreimal im Jahr finden die Bertlicher Straßenläufe statt. Im November feiert die Veranstal... ...mehr

1.837 Laufbegeisterte im Alstertal
Volkslauf durch das schöne Alstertal Hamburg 2016

Foto: Thomas Sobczak

Über 1.000 Halbmarathonläufer bewältigten die attraktive und abwechslungsreiche Strecke de... ...mehr

Rund 2.000 Nacht-Läufer in Duisburg
Bunert's Lichterlauf Duisburg 2016

Foto: Wolfgang Steeg

Beim 14. Lichterlauf in Duisburg herrschte perfektes spätsommerliches Wetter. Die 5- und 1... ...mehr

Sie sind hier: >> >> >>StrongmanRun 2013 noch länger und härter
(©) Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG