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Laufbandtraining Achten Sie auf Ihre Körpersignale

Wichtig beim Training auf dem Laufband ist, auf die Körpersignale zu achten. Nehmen Sie auch mal den MP3-Player ab und hören Sie auf Ihre Atmung.

Laubandkunde +

Hören Sie beim Laufen auf dem Laufband auf die Signale Ihres Körpers - oder auch gerne Musik.

Fehlende Stimuli auf dem Laufband kompensieren wir mit MP3-Player und Fernsehr

Der permanente Fluss an äußeren Reizen, die die Sinnesorgane stimulieren, ist eine natürliche Begleiterscheinung des Laufens. Wenn der fehlt und wir – wie beim Laufen auf dem Laufband – trotz aller Mühen einfach nicht vorankommen, dann haben wir das Gefühl, dass etwas schiefläuft. Die sinnlichen Erfahrungen aus Hunderttausenden von Jahren werden konterkariert. Diese Diskrepanz kann als Langeweile erlebt werden. Aber man sie kann auch so interpretieren, dass unsere Sinne all jene Wahrnehmungen vermissen, die unsere Spezies seit jeher mit Bewegung verbindet. Und um den fehlenden Stimulus zu kompensieren, schalten wir auf dem Laufband den Fernseher oder MP3-Player ein.

Der zweite Unterschied hängt mit den Zielen zusammen. In der Steinzeit waren diese klar definiert: Wenn es einem gelang, ein Tier zu erlegen, war der Tisch gedeckt. „Schatz, ich bin wieder da und habe fünf Kilo Fleisch mitgebracht! Heiz schon mal das Feuer an. Und während wir warten, bis die Glut heiß ist, kannst du mein Feuer anfachen.“ – Lachen Sie nicht! Wären unsere Vorfahren nicht so gute Jäger gewesen, die ihre Freizeit der Fortpflanzung widmeten, wären Sie nicht auf der Welt.

Essen beschaffen und selbst nicht gefressen werden: Früher waren die Laufziele schlichter

Im Pleistozän war es leicht zu beurteilen, inwieweit man seine Zielvorgaben erreicht hatte. Es ging darum, Essen zu beschaffen, selbst nicht gefressen zu werden, vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause zu sein und sich fortzupflanzen. Die Ziele, mit denen wir heute ins Fitnessstudio gehen, sind abstrakter und erlauben keine unmittelbare Erfolgskontrolle. Ob uns das Training schlanker und fitter macht oder zu neuen Bestzeiten verhilft, lässt sich auf Anhieb nicht erkennen. Bis Erfolge sichtbar werden, kann es Monate dauern. Kein Wunder, dass man sich mal langweilt!

Laufen auf dem Laufband kann trotz allem befriedigend sein

Hinzu kommt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die auf sofortige Belohnung ausgerichtet ist. Bleibt die aus, verspüren wir Langeweile. Trotzdem kann auch Laufen auf dem Laufband befriedigend sein, selbst wenn wir dabei nicht um unser Leben rennen. Der Schlüssel dazu liegt in einem wachen Bewusstsein. Die Menschen der Urzeit mussten als Jäger und Gejagte in sich hineinhorchen, um einschätzen zu können, wie lange sie durchhalten. Das müssen wir heute nicht mehr, wir nehmen gar nicht mehr so genau wahr, was in uns vor sich geht. Dabei ist diese Innenwelt ein faszinierendes Kontrastprogramm zur Langeweile auf dem Laufband.

Achten Sie beim Laufen auf dem Laufband auf ihre Körpersignale

Um uns diese Welt zu erschließen, müssen wir die Kopfhörer ablegen und lernen, uns wieder selbst wahrzunehmen. Also, wenn Sie das nächste Mal aufs Laufband gehen, achten Sie auf die Signale Ihres Körpers: Ist Ihre Atmung flach oder tief? Wie ist Ihr Fußauftritt? Ist Ihre Armhaltung entspannt oder verkrampft? Eine geschärftes Bewusstsein kann uns dabei helfen, Stress abzubauen. Alles, was um einen herum passiert, bewusst auszublenden ist eine Wohltat für das Nervensystem. Sie werden sich auf dem Laufband vielleicht nie so wohlfühlen wie die Maus, die ich damals gefangen habe, in ihrem Laufrad. Aber Sie werden diesem idealen Zustand näherkommen, auch wenn Ihre Sinne Ihnen signalisieren, dass Sie auf der Stelle treten.
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Autor: Hank Davis 20.01.2015
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