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Sportliche Leistungsfähigkeit Alt oder Jung - Wer hat die besseren Karten?

Die absoluten Bestzeiten erreichen Sportler in einem Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Aber Untersuchungen haben gezeigt, dass auch ältere Läufer durch regelmäßiges Lauftraining zum Teil noch erhebliche Steigerungsraten aufweisen.

Alt oder Jung +

Auch Läufer im höheren Alter können ihre sportliche Leistung noch erheblich steigern.

Sportwissenschaftler Dr. Ralf Lindschulten, 39, aus Hannover ist Experte für Trainingsplanung, Leistungsdiagnostik und Gesundheitsmanagement. Wir befragten ihn zum Einfluss des Alters und der Anzahl der Trainingsjahre auf die sportliche Leistungsfähigkeit.

1. Wann erreicht der Mensch den Zenit der körperlichen Leistungsfähigkeit?
Unser Herz-Kreislauf-System erreicht in der dritten Lebensdekade seinen Zenit. Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max), einer der besten Inidkatoren für diese Leistungsfähigkeit, nimmt ab da jedes Jahr um etwa ein Prozent ab. Somit werden die absoluten Bestzeiten mit einem Alter zwischen 20 und 30 Jahren erreicht. Aber Untersuchungen in meinem Labor haben auch gezeigt, dass ältere Läuferinnen und Läufer durch regelmäßiges Lauftraining jenseits der Dreißig zum Teil noch ganz erhebliche Steigerungsraten aufweisen.

2. Welche natürlichen Vorteile hat das Alter?
Mit dem Alter steigt zum einen die Trainingserfahrung, erfahrene Läufer wissen einfach besser, in welchen Trainingsbereichen sie zu trainieren haben. Sie steigern die Anforderungen an sich selbst im richtigen Maße und verbessern damit auch ihre Dauerleistungsfähigkeit weiter. So können sie dann einen größeren Anteil der Sauerstoffaufnahme im Rennen nutzen. Zum anderen habe ich in vielen Patientengesprächen festgestellt, dass Ältere ihre Lebensgewohnheiten und das Laufen besser einander anpassen und insgesamt gesünder leben. Dies führt zu einer besseren Regeneration nach den Trainingseinheiten und damit zu einer höheren Leistungsfähigkeit.

3. Welche Rolle spielt das Trainingsalter in Bezug auf die Muskeln?
Mit den Trainingsjahren verbessern sich die Eigenschaften der Muskeln. Die Muskeln eines Läufers stellen sich über die Jahre auf die Anforderungen ein, reagieren deutlich besser auf die längeren Belastungen und arbeiten in diesem Bereich signifikant ökonomischer.

4. Also, wer hat nun die besseren Karten: Jüngere oder Ältere?
Weltbestzeiten sind aufgrund der zurückgehenden maximalen Sauerstoffaufnahme von älteren Läufern sicherlich nicht mehr zu erwarten. Davon abgesehen werden sich die Finisher-Zeiten der unterschiedlichen Altersklassen über den Marathon und über die halbe Distanz weiter annähern.
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15.07.2014
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