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Lieblingslaufstrecke von Jeffrey Norris Der Nürnberger Norden

Im Nürnberger Norden liegt die Lieblingsstrecke von Jeffrey Norris. Der Läufer ist blind und bewertet Strecken deshalb unter ganz eigenen Aspekten.

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Foto: Norbert Wilhelmi

Eine gewöhnliche Waldstrecke? Für Jeffrey Norris (r.) und seinen Laufpartner Dieter eine der schönsten Runden Deutschlands.

„Ich bin kein blinder Läufer, sondern ein Läufer, der blind ist“, sagt Jeffrey Norris. Der 56-Jährige verlor mit 18 Jahren bei einem Autounfall erst das linke und durch einen Überfall wenige Jahre später auch das rechte Augenlicht. „Anfangs hatte ich rechts noch zehn Prozent Sehkraft, doch das Sehvermögen sank immer weiter. Heute liegt die Sehkraft nur noch bei 0,2 Prozent“, so Norris. Erst mit 32 Jahren entdeckte er das Laufen und entwickelte nach und nach den Hang zu extremen Herausforderungen. Die fünf bis sechs Marathonläufe pro Jahr waren dabei oft nur ein Warmlaufen: Norris hält den Rekord beim 72-Stunden-Lauf „Nofinish-Line“ in Monaco, absolvierte den legendären Yukon-Arctic-Challenge und finishte den Ironman in Roth.

„Als Sehender kannte ich nicht mal meine eigene Person, als Blinder lernte ich die ganze Welt kennen“, sprüht Jeffrey Norris heute nur so vor Tatendrang und Optimismus. Aber natürlich muss auch er sich seine sportlichen Meriten im Training erarbeiten – und das tut er am liebsten auf seiner 16 Kilometer langen Lieblingsstrecke in einem Waldgebiet im Nürnberger Nordosten.

Die markantesten Punkte der Laufstrecke

  1. Start und Ziel der Strecke liegen im Nordosten Nürnbergs am Tierheim in der Stadenstraße. Dort beginnt ein großes Forstgebiet, aber auf den ersten Kilometern hört und riecht man noch die Stadt und vor allem die Autobahn A3, die man bald überquert.
  2. Die Strecke ist anspruchsvoll und hügelig, doch die Naturwege sind gut belaufbar. Die Bodenbeschaffenheit wechselt zwischen Schotter-, Wald- und teils auch Asphaltabschnitten.
  3. Mitten im Wald sind die sensorischen Eindrücke sehr intensiv: Der Duft von geschla­genem Holz mischt sich mit Erdgerüchen von wühlenden Wildschweinen. Die Geräuschkulisse ist phänomenal: rauschende Bäume bei Wind – herrliche ­Ruhe bei Windstille.
  4. Entlang des Behringersdorfer Sees spürt man die Feuchtigkeit des ­Bodens, doch die Sinne registrieren auch schon wieder die Nähe zur Stadt.
14.04.2016
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