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Renntaktik Die richtige Renneinteilung

Eine zehnwöchige Vorbereitung ist das eine, die Renntaktik das andere. Machen Sie bloß nichts falsch an Ihrem großen Tag!

Benimm-Regeln +
Foto: Urs Weber

Sie haben sich zehn Wochen lang gut vorbereitet. Dann sollten Sie auch im Rennen nichts falsch machen!

Stehen Sie gut erholt und top vorbereitet an der Startlinie, haben Sie schon die halbe Miete in der Tasche, aber leider auch nicht mehr. Noch lange nicht jeder, der im Training alles richtig gemacht hat, macht auch im Wettkampf alles richtig.

Der typische Fehler
Die Fehlerquellen in einem Wettkampf sind vielfältig, aber meist dreht es sich dabei nur um eines: das Renntempo. Für die meisten Läufer empfiehlt sich eine ganz einfache Renntaktik: Teilen Sie die Zielzeit durch die einzelnen Kilometerabschnitte und versuchen Sie, die errechneten Zeiten im Wettkampf gleichmäßig durchzulaufen. Nichts einfacher als das, oder? Von wegen. Schon mit dem Startschuß rennen die meisten Läufer alle guten Pläne über den Haufen und lassen Ihrer Nervosität freien Lauf. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, daß Läufer schon auf dem ersten Kilometer dreißig Sekunden schneller sind, als sie eigentlich sein wollten. Meist reiben sie sich dabei auch noch die Hände und freuen sich, daß es soviel besser läuft als erwartet. Das böse Ende kommt ab der Streckenhälfte, da schwinden zusehends die Kräfte und fliegen schließlich die Teilnehmer vorbei, die sich ihr Rennen richtig eingeteilt haben. Wer zu schnell losläuft, der verpulvert schon auf den ersten Kilometern die Kraft, die er für die gesamte Strecke braucht. Das tut auf der zweiten Hälfte nicht nur furchtbar weh, sondern ist auch sehr frustrierend.

In der Ruhe liegt die Kraft
Deshalb mäßigen Sie Ihren Schritt nach dem Startschuß. Unser Tipp: Starten Sie das Rennen mit einigen Gehschritten, fallen Sie dann in einen langsamen Trab und versuchen Sie erst nach 100 Metern einen Laufschritt zu ziehen. Kontrollieren Sie schon bei der ersten Kilometermarkierung Ihr Tempo. Sind Sie zu schnell, müssen Sie sofort korrigierend eingreifen, sind Sie zu langsam, legen Sie vorsichtig, keinesfalls aprupt, einen Zahn zu.
22.06.2007
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