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Wintertraininings-Guide Erkältungsgefahr im Winter

Laufen stärkt die Abwehrkräfte – doch zu hartes Training schwächt das Immunsystem. Tricks zum Kampf gegen Erkältungsviren.

Abwehrkräfte im Winter +
Foto: Tomás Ortiz Fernandez

Nach einem Lauf will Ihr Immunsystem besonders gut umsorgt werden.

In der kalten Jahreszeit müssen wir Läufer mehr als frostige Temperaturen, beißenden Wind und rutschige Straßen aushalten. Sobald wir trotz Regen, Schnee und Glätte unsere Laufrunde drehen, ernten wir ungläubige Blicke der Nachbarn und spöttische Kommentare von Freunden und Arbeitskollegen. Noch dazu riskieren wir aber, uns eine Erkältung einzufangen. Mehr als 200 verschiedene Virustypen sind als mögliche Auslöser bekannt, jeder Erwachsene wird durchschnittlich von zwei bis vier Infekten pro Jahr geplagt – doch so weit muss es nicht kommen.

Der „open window“-Effekt
Das Laufen bei winterlichen Temperaturen schadet weder der Lunge noch den Oberschenkeln und stärkt grundsätzlich auch die Abwehrkräfte. Unser Immunsystem ist aber durchaus gefordert. Doch zunächst die gute Nachricht: Eine Studie der University of North Carolina (USA) ergab, dass Läufer um 20 Prozent seltener von Erkältungen heimge­sucht werden als Nichtläufer. Die Erklärung: Beim Laufen reagiert der Körper zunächst mit einer höheren Ausschüttung von Killerzellen und Lymphozyten. Diese Immunzellen schützen uns vor Bakterien und Viren, die Infektionen und Krankheiten auslösen.
Die Ergebnisse der Studie zeigen einen positiven Effekt nach 30 bis 75 Minuten moderaten Lauftrainings. Und genau da liegt der Haken: Läufer, die länger unterwegs sind oder härter trainieren, werden keinen abhärtenden Effekt feststellen können. Anstrengende Trainingseinheiten und lange Phasen mit großen Belastungen haben sogar den gegenteiligen Effekt. Der Grund: Rund um die 90-Minuten-Marke nehmen die Kohlenhy­dratvorräte im Körper ab, es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Kortisol.

Die beiden Stresshormone lassen in der Folge auch die Produk­tion der Killerzellen unter das Ausgangsniveau absinken und hindern sie vorübergehend an der erfolgreichen Erregerabwehr. Den krankmachenden Viren wird kurzfristig ein Eingangstor geöffnet, durch das sie leicht eindringen können: Während des sogenannten „open window“, also den Stunden nach einer anstrengenden Laufeinheit oder eines Wettkampfs, ist der Körper geschwächt und damit besonders anfällig für die Viren, die das Halskratzen und die Schniefnase auslösen.
08.12.2010
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