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Stretching Ersetzt Yoga das Dehnen?

Yoga hilft, den Körper kräftiger und elastischer zu machen - doch ersetzt es auch das Stretching nach dem Laufen?

"Ich nehme zweimal pro Woche an einem Yoga-Kurs teil, außerdem laufe ich ebenfalls zweimal pro Woche. Ich fühle mich dabei oft verspannt. Muss ich trotz Yoga nach dem Laufen stretchen?"

Yoga und Laufen +

Durch Yogaübungen kann man seine Gelenkigkeit und Körperkraft fördern; das Dehnen vor und nach dem Lauftraining ersetzt Yoga aber nicht.


Martin Grüning +
Foto: Runner’s World

RUNNER´S-WORLD-Trainingsexperte Martin Grüning

RUNNER´S-WORLD-Trainingsexperte Martin Grüning antwortet:
Tatsächlich ist Yoga – das Wort ist Sanskrit und bedeutet „Joch“ – eine Lehre, die Geist, Körper und Seele in Einklang bringen will. Yoga ist ein in Indien beheimatetes Verfahren zur Steigerung der Gesundheit und zur Selbstverwirklichung, das vor allem der Prophylaxe dient, durch seinen ganzheitlichen Ansatz jedoch auch heilend wirken kann, insbesondere bei verschiedenen Zivilisa­tionskrank­heiten unserer Zeit wie etwa Rückenbeschwerden.

Es besteht aus Körper- und Atemübungen. Der Nutzen von Yoga im Hinblick auf die Vermeidung von Verletzungen und auf die Verbesserung der Beweglichkeit hinsichtlich des Laufens ist aber nicht durch ­Beweise belegt.

Da Yoga aber ­gerade Balance, Beweglichkeit und die Ausrichtung des Kör­­pers zum Ziel hat und zugleich die Muskeln lockert und dehnt, ist es als Teil des Trainingsprogramms für Läufer ­un­bedingt zu empfehlen. Um aber zu Ihrer Frage zu kommen: Yoga ersetzt das Stretching nach einer Laufeinheit definitiv nicht. Nehmen Sie sich – trotz Yoga – nach jedem Lauftraining die Zeit, Ihre Beinmuskeln vorsichtig zu dehnen.

Yoga-Übungen sind gut für Körper und Seele. Hier zeigen wir Ihnen zehn Yoga-Übungen speziell für Läufer im Video.
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Nächste Frage aus "Experten antworten": "Bei Wettkämpfen (10 km, Halbmarathon) breche ich immer nach 25 bis ca. 45 Minuten ein. Danach rappele ich mich auf und mache die Zeit wieder einigermaßen wett. Das Komische ist, dass mein Puls absolut gleich bleibt (Wettkampfpuls 180 bis 185, Maximalpuls 200). Ich laufe also auf ein und demselben Puls und verliere trotzdem Geschwindigkeit. "

Inhaltsverzeichnis
16.10.2012
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