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Arnes Lauf-Lexikon Z wie Ziellinie

Schon im Schüleralter lernte Arne Gabius von seinem Trainer: Es gibt immer zwei Ziellinien. Die zweite liegt etwa fünf Meter hinter der eigentlichen und sorgt für Tempo auf den letzten Metern.

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Foto: Norbert Wilhelmi

Besonders während Schwächephasen im Rennen motiviert der Gedanke an die Ziellinie.

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Arne Gabius

Arne meint: An den Zielbereich eines Rennens erinnert sich der Großteil der Teilnehmer am besten zurück: die Festhalle in Frankfurt, den Central Park in New York, das Olympiastadion in München oder Amsterdam. Hier kann man sich feiern lassen. Die Vorstellung, bald die Ziellinie zu überlaufen, motiviert, besonders wenn man gerade eine Schwächephase im Rennen überwinden muss.

Oft wird vor der Ziellinie noch einmal gesprintet

Die Ziellinie rückt auch in den Fokus, wenn es um das Durchbrechen bestimmter Schallmauern geht, wie etwa die drei oder vier Stunden bei einem Marathon. Es kommt vor, dass im Zielbereich noch mal gesprintet wird, als ob es um den Sieg gehen würde. Für Bahnläufer hat die Ziellinie zudem eine bisweilen tragische Dimension. Erst hier ist das Rennen wirklich zu Ende.

Eine zweite, gedachte Ziellinie sorgt für Tempo auf den letzten Metern

Ich habe schon im Schüleralter von meinem Trainer beigebracht bekommen, dass es zwei Ziellinien gibt: Die zweite Linie ist immer fünf Meter hinter der aufgemalten Ziellinie. Durch diese Vorstellung riskiert man nicht, dass man schon sicher geglaubte Medaillen auf den letzten Metern noch hergibt. Bei der WM 2015 in Peking über die 10.000 Meter der Frauen jubelte die Amerikanerin Molly Huddle zu früh und verlor die schon so gut wie gewonnene Bronzemedaille an ihre Teamkollegin Emily Infield – auf der Ziellinie.

Seine Frau Anne sagt: Die letzten Meter bis zur Mall, dem Ziel des London-Marathons, zogen sich. Allein die Vorstellung, gleich über die Ziellinie zu laufen, trieb mich weiter voran. Im Zielkanal jubelte die Menge frenetisch, und (fast) alles war vergessen.
29.03.2017
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