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Red Bull Tri Islands 2015 Inselhopping für Triathleten

Der Red Bull Tri Islands führte die Teilnehmer von Amrum über Föhr nach Sylt. Das Besondere an dem Event war das Knock-Out-System durch die drohende Tide. Mit Video.

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Foto: Veranstalter

Der Startschuss fiel am Sandstrand von Amrum. 2,5 Kilometer durch die Nordsee folgten.

Mit der Premieren-Veranstaltung vom Red Bull Tri Islands wurde Triathlon neu definiert. Statt Hektik in der Wechselzone, hieß es: Warten, bis das Boot voll ist und die Überfahrt losgehen kann. Am Sonntag, 16. August gingen 335 Triathleten in Amrum an den Start. Der Wettkampf bestand aus 2,5 Kilometer Schwimmen durch die Nordsee nach Föhr, dort 40 Kilometer Radfahren und schließlich 10 Kilometern Laufen auf Sylt. 10.000 Zuschauer sollen das Event auf Föhr und Sylt besucht haben.

Die schönsten Fotos des Red Bull Tri Islands finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels

Das Wetter versprach alles andere als einen angenehmen Wettkampf. Raue, böige und wenig sommerlicher Bedingungen begleiteten die Teilnehmer von Insel zu Insel. Pünktlich um 14 Uhr stürzten sich die Athleten in die Nordsee. Zwischen dem Ziel Föhr und ihnen lagen jetzt zweieinhalb wellige Kilometer im Meer. Als Erster stürmte Jan Sibbersen aus Hamburg nach 37:31 Minuten auf Föhr aus dem Wasser.

Kampf gegen die Gezeiten beim Red Bull Tri Islands

Auf Föhr angelangt hieß es nun ordentlich in die Pedale zu treten, denn um 16:50 Uhr fuhr das letzte Boot nach Sylt. Grund dafür war die drohende Tide. Dieses Knock-Out-System heizte den Teilnehmern gewaltig ein und stellt eine Besonderheit dieses Events gegenüber üblichen Triathlons dar. Somit mussten leider einige Teilnehmer bereits nach den 40 Kilometern auf dem Rad die Segel streichen. Sibbersen, der am schnellsten auf Föhr war, verlor hier seine Führung an den aus Hannover kommenden Jonas Schomberg, der nach einer Radzeit von 1:04:18 Stunden als Erster den Bootsanleger Richtung Sylt erreichte.

Herausfordernde Laufstrecke auf Sylt

Als die letzten Triathleten enttäuscht ihr Rennen beendeten, landeten die ersten Zwölf gerade auf Sylt. Gleich zu Beginn der 10-Kilometer-Runde wartete eine besondere Challenge auf die Teilnehmer. Den Dünen-Anstieg bei der Jeep-Sonderwertung entschied mit dem schnellsten Sprint des Tages Michael Janssen für sich und sicherte sich damit einen Offroad-Erlebnistag für zwei Personen inklusive einer Übernachtung. Doch die größte und anstrengendste Aufgabe wartete am Ende der Laufstrecke. Das letzte Drittel der Laufstrecke wurde nämlich am Strand absolviert, sodass jeder nochmals an seine Belastungsgrenze geführt wurde.
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Foto: Veranstalter

Der Sieger Jonas Schomberg (Mitte) freut sich dem Zweiten Malte Bruns (links) und dem Dritten Mirko Appel (rechts).

Jonas Schomberg und Hanna Winckler heißen die Sieger des ersten Red Bull Tri Islands

Nach 3:00:26 Stunden konnte Jonas Schomberg seine Führung beim Laufen verteidigen und umjubelt von zahlreichen Zuschauern am Hörnumer Strand als Sieger die Ziellinie überqueren. „Es hat auf jeden Fall mega Spaß gemacht! Eine überragende Veranstaltung, die mich jetzt für die nächsten Rennen motiviert, um noch Punkte für Olympia zu sammeln und so die Qualifikation zu schaffen. Als Erster hier bei der Premiere zu gewinnen – Wahnsinn!“, freute sich der Sieger nach dem Rennen. Der zweite Platz ging mit nur einer guten Minute Rückstand an den Paderborner Malte Bruns mit 3:01:33 Stunden. Dritter wurde Mirko Appel aus Wolfsburg, der nach 3:05:26 Stunden das Ziel am Strand erreichte.

Bei den Frauen ging es ebenso knapp zur Sache, sodass am Ende Hanna Winckler (Flensburg) nach 3:21:08 Stunden nur 49 Sekunden vor der Dresdnerin Simone Bürli (3:21:57 Stunden) gewinnen konnte. Drittplatzierte wurde Kai Sachleber aus Oldenburg mit 3:28:52 Stunden.

Als Preis für die beiden Gesamtsieger gab es dann etwas Besonderes: Gemeinsam mit Triathlon-Legende Daniel Unger werden sie beim SPORTFREUND Camp auf Fuerteventura an ihren Triathlon-Fertigkeiten arbeiten.

Daniel Unger lobt die Premierenveranstaltung

Auch Ex-Weltmeister auf der Kurzdistanz und sportlicher Leiter Daniel Unger zeigte sich begeistert: „Heute hat alles gepasst. Wir haben ein Top-Niveau gesehen und ich bin von den Teilnehmern wirklich beeindruckt. Ich kenne kaum eine Strecke auf der Welt, die einem so viel abverlangt, wie diese hier! Sicherlich hat dies auch der eine oder andere Teilnehmer unterschätzt, der von der Tide ausgeknockt wurde!“
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16.08.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Red Bull Tri Islands 2016.

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