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Saisonfinale im Wüstenstaat Bahrain M. Raelert gewinnt 100.000-Dollar-Rennen in Bahrain

Bei der Challenge-Premiere in Bahrain feierte Michael Raelert seinen fünften Mitteldistanz-Sieg in Folge und sackte das Preisgeld von 100.000 Dollar ein.

Challenge Bahrein +
Foto: 2014 Getty Images

Die meiste Zeit gab's auf der Radstrecke Rückenwind. Mit fast 50 km/h rasten die schnellsten Radfahrer über die Piste bei der Challenge Bahrain.

Michael Raelert scheint das Formtief und Verletzungspech endgültig überwunden zu haben. Der 34-jährige Bruder von Triathlet Andreas Raelert konnte bei der Challenge-Premiere in Bahrain seinen fünften Mitteldistanz-Sieg dieser Saison in Folge einfahren und sich am 6. Dezember gegen die besten Triathleten der Welt durchsetzen. Insgesamt 100.000 Dollar hatte der Veranstalter im Königreich Bahrain für den Sieger ausgelobt, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wurden je 500.000 Dollar Prämieren verteilt. Kein Wunder also, dass bei der Premiere die Crème de la Crème der Triathlonszene vertreten war.

Kienle mit Platten bei der Challenge Bahrain

Es war nicht verwunderlich, dass bei so viel Geld das Rennen von Anfang an schnell werden würde. Michael Raelert ging das hohe Anfangstempo von Beginn an mit und positionierte sich beim Schwimmen in der Spitzengruppe. Nach nur 21:16 Minuten verließ er als Dritter die Bahrain Bay. Danach ging auf dem Rad die Post ab. Ironman-Weltmeister und Top-Favorit Sebastian Kienle versuchte, seinen Rückstand vom Schwimmen in kürzester Zeit wett zu machen und raste mit jenseits der 45 km/h über den Asphalt. An der Spitze kontrollierten Michael Raelert und Andreas Dreitz das Tempo. Gerade als Kienle das Duo fast eingeholt hatte, stoppte ihn ein Plattfuß. Anschließend versagte auch noch das Pannenspray, damit war das Rennen für Kienle endgültig vorbei.

Andreas Dreitz setzte nun alles auf eine Karte und schaltete auf dem Rad buchstäblich einen Gang höher. Als er auf die Formel-1-Piste von Bahrain einbog, hatte er schon mehr als zwei Minuten auf dem Rad herausgefahren. Michael Raelert ließ sich davon allerdings nicht verunsichern, sondern behielt sein Tempo bei - wohl wissend, dass seine Paradedisziplin erst noch kommen würde. Nach dem zweiten Wechsel trennten ihn und Dreitz etwa zwei Minuten. Michael Raelert, der die ersten Laufkilometer gerne mal im Kurzdistanz-Tempo anläuft, konnte sich dieses Mal zügeln und wurde von Kilometer zu Kilometer schneller. Dreitz hatte indes sichtlich Mühe, sein angeschlagenes Tempo zu halten und verlor im fortschreitenden Rennverlauf wichtige Sekunden auf Raelert. Bei Kilometer 16 war es dann so weit und Raelert hatte seinen deutschen Kontrahenten überrannt. "Als Michael kam, war ich schon halbtot", hat Dreitz später über die ausschlaggebende Rennsituation gesagt.

Michael Raelert gewinnt die Challenge Bahrain und 100.000 Dollar

Fortan ließ sich Michael Raelert den Sieg nicht mehr nehmen und rannte in 1:10:19 Stunden den schnellsten Halbmarathon des Tages. Nach sehr schnellen 3:36:04 Stunden hatte die Challenge Bahrain damit ihren ersten Sieger. Andreas Dreitz rettete sich in 1:15:02 Stunden ins Ziel und durfte sich nach 3:38:28 Stunden über Rang zwei freuen. Der dritte Platz ging nach 3:39:26 Stunden an den Australier Tim Reed.

Frauenrennen ohne deutsche Beteiligung

Ohne deutsche Triathletinnen und mit einer kleinen Überraschung ging das Frauenrennen in Bahrain zu Ende. Helle Frederiksen aus Dänemark setzte sich gegen namhafte Konkurrentinnen wie Rachel Joyce und Jodie Swallow (beide aus Großbritannien) durch. Grund dafür war ihr starker Halbmarathonlauf in 1:17:00 Stunden. Während die drei beim Schwimmen etwa gleichauf waren und auf dem Rad vergleichbare Zeiten fuhren, konnte Helle Frederiksen durch ihre beeindruckende Laufleistung das mit 100.000 Dollar Siegprämie dotierte Rennen in 3:55:50 Stunden gewinnen. Platz zwei sicherte sich Rachel Joyce nach 3:58:15 Stunden. Und auch Jodie Swallow blieb in 3:58:39 Stunden unter der Vier-Stunden-Marke und durfte sich über Rang drei freuen.
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08.12.2014
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